von Jenny am 6. März 2009

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Lachen ist gesund!

Heute war ein schöner Tag! Mit Kindern zu arbeiten macht nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch Freude!

Mit einigen Merksprüchen und Merksätzen, teils gehört, teils selbst kreiiert, möchte ich euch meine Gedankenstützen natürlich nicht vorenthalten – im Gegenteil! Ich möchte euch ermutigen, Spaß an der Sache zu haben, vielleicht auch hin und wieder auf eine kindliche Art und Weise. Erst recht, wenn man gerade mitten im Pädiatriestoff steckt!

Also, zurücklehnen und mal lächeln:

  1. „CMV MACHT CMV“ (Darf ich euch mit Stolz verkünden und falls es eine Patentierungsmöglichkeit dafür gibt, werde ich diese dafür beantragen!), was soviel bedeutet wie Cytomegalievirus, M=Meningoencephalitis, A=Anämie (nämlich eine hämolytische), C=Chorioretinitis, H=Hepatosplanomaglie, T=Thrombozytopenische Purpura, C=Chrorioretinitis, M=Mikrocephalus, V=Verkalkungen um die Ventrikel.
  2. „Toxoplasmose HIC“ bedeutet soviel wie Hydrocepalus, Intracerebrale Verkalkungen, Chorioretinitis.
  3. „Adenoviren ALDI“ soll heißen: Augen (Konjunktivitis), Lunge (Bonchitiden), DIarrhoe.
  4. „Coxsackie A macht eine Herpangina“ und „Coxsackie B die Böse Bornholm-Krankheit mit Teufelsgriff“!
  5. „Mumps ist MOPPE“ heißt Meningitis, Orchitis, Parotitis, Pankreatitis, Epididymitis.
  6. „Scharlach ist die A-Krankheit“: Fieber + Angina tonsillaris, Papillitis (verursacht die Himbeerzunge), Enanthem der Mundschleimhaut, Exanthem mit perioraler Blässe (2.-4. Tag), Plantar- und Palmarerythem, Hautschuppung (2.-4. Woche).
  7. „Rheumatisches Fieber ist SPECK“ definiert S=Subkutane Knötchen, P=Polyarthritis, E=Erythema annulare, C=Chorea minor, K=Karditis als Hauptkriterien nach Jones!
  8. Die Lebendimpfungen haben sich in meinem Gehirn wie folgt eingebrannt: Mama mag Rosen vom rot-gelben Typ, Opa bevorzugt Primeln! Masern, Mumps, Röteln, Varizellen, (Rotaviren), Gelbfieber, Typhus (aktuell von STIKO empfohlen) OPV (orales Poliovakzin), BCG (TBC), Pocken sind zur Zeit OUT!

Somit wünsche ich euch viel Freude mit unseren kleinen Freunden in der Pädiatrie. Mir zumindest haben diese Sprüche den Tag versüßt!

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Anästhesie im „Handumdrehen“:

  • Der Esmarch-Handgriff („es marchiert wieder Luft durch die Trachea“) wird durch Vorziehen des Unterkiefers das Zurückfallen der Zunge und damit eine Verlegung der Atemwege verhindert.
  • Der Rautek-Griff dient zur Rettung von Verletzten aus der Gefahrenzone. Dazu greift man dem Verletzten vom Rücken her mit beiden Armen unter beiden Achseln durch und erfasst den im Ellenbogen rechtwinklig gebeugten Unterarm mit beiden Händen und nach vorne gerichteten Daumen (zur Vermeidung innerer Verletzungen). Anschließend drückt man den so gehaltenen Unterarm gegen den Oberbauch des Patienten und versucht, den Körper des Verletzten auf die eigenen Oberschenkel zu ziehen.
  • Der Heimlich-Handgriff („von hinten heimlich heranschleichen“) soll bei Bolusverlegung der oberen Atemwege durch kräftigen, ruckartigen Druck im Bereich des Oberbauchs (Epigastrium) der Bolus aus dem Laryngotrachealbereich entfernt werden; jedoch ist er umstritten und sollte nur in Ausnahmesituationen Anwendung finden, da sehr leicht innere Verletzungen von Magen, Leber und Milz auftreten.
  • Der Sellick-Handgriff wird bei der Intubation angewandt. Dabei drückt ein Helfer auf den Ringknorpel des Patienten. Der Kehlkopf wird dabei nach dorsalwärts verlagert, d.h. der Kehlkopf für den Intubierenden leichter einsehbar und der Ösophagus wird damit komprimiert, wodurch ein Reflux verhindert wird (Vorbeugung der Aspirationsgefahr).

CAVE: „Dr. Leopold übt die Handgriffe nur bei Schwangeren“ (zur Bestimmung des Fundusstandes und der kindlichen Lage)

Meine persönlichen IMPP Facts der Anästhesie:

  • Symptome bei Überdosierung von Lokalanästhetika
  • Maligne Hyperthermie
  • Postaggressionssyndrom

Meine (überlebensnotwendige) Erkenntnis des Tages:

„Bei GCS von 8 gib Acht, bei 7 Tubus schieben!“ (gilt vor allem beim SHT!)

Wenn ihr eure persönlichen Highlights der Anästhesie vorstellen möchtet, freue ich mich über jeden Hinweis – vielleicht lässt sich ja noch was dazulernen 😉

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 von Matthias am 29. August 2008

Thanks

Wieder ein herzliches Dankeschön an Christian für seine Lernsprüche der Woche:

  • MEN Syndrome
    • MEN I: „Ma(e)ndy (Menin Gen) wohnte mal über (Hyperparathyreoidismus) und unter (Hypophyse) einem Pu(a)nk (Pankreas – Ca)“
    • MEN IIa: „Als Sie über (Hyperparathyreoidismus) ihm wohnte, hatte er neben Rettich (Ret – Gen) auch Chrom (Phäochromozytom) im Mark seiner Schilddrüse (medulläres SD – Ca).“
    • MEN IIb: „Das ging ihr so auf die Ganglien (Ganglienneuromatose) ihrer Nerven, dass sie marfanoid (marfanoider Habitus) wurde.“
  • Rheumatisches Fieber (Jones Kriterien)
    • „Prof. Schuler (Subkutane Knötchen) kaufte (Karditis) bei Ebay (Erythema anulare rheumaticum) einen springenden PC (Polyarthritis [springender Befall] und Chorea minor).“
  • DukE Endokarditis
    • Formen: akut – Staphylokokken    und     lenta – Streptokokken (beta – hämol.)
    • Kriterien:
      • Haupt: „Bei seinem Mord spritzte Blut (pos. Blutkultur) bis auf die Motorklappe (Klappenvegetationen).“
      • Neben: „Präsident (Prädisposition) J.F.Kennedy (Fieber) im (Immunologische Erscheinungen (Osler,..)) Verdacht Klappen (V.a. Klappenvegetationen) zu erregen (Erreger (außer Hauptkriterien)).“
  • Antibiosen in der Schwangerschaft
    • erlaubt: CEPhalosporine, Erythromycin, Penicillin
    • kontraindiziert:
      • Ch“K“inolone – Knorpelschäden
      • Ch“K“loramphenicol – Knochenmarksschäden
      • Tetrazykline – Zahnschäden
      • Aminoglykoside – „wirken akustisch schädigend“

Was habt ihre anderen alle für kreative Geistesblitze erlebt? Schreibt mir!

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Bewertung: 3.5/5 (4 Stimmen)
 von Matthias am 26. August 2008

die_bruecke

Ganz lieben Dank an Frank und einen der besten Rheumatologen Leipzigs für diese wunderbaren Eselsbrücken. Ich freue mich auf viele, viele Fortsetzungen.

  • Rheumatisches Fieber: SPECK
    • Subkutane Knötchen
    • Polyarthritis
    • Erythema anulare
    • Chorea minor (Sydenham)
    • Karditis (als Pankarditis)
  • Gicht: ABCD, und zwar: „Bei A kein A, sondern B und C bis D kommt.“
    • „Bei A (Anfall) kein A (Allopurinol), sondern B (Blemaren) und C (Colchizin) bis D (Durchfall) kommt.“
  • Arthrosen der Fingergelenke: Heberden und Bouchard:
    • „Heberden war ein Engländer und sitzt am Endgelenk.“ (man betone alle E)
    • Ergo: „Der Nachbar Englands ist Frankreich, Bouchard war ein Franzose und sitzt somit am Mittelgelenk der Finger.“
  • Reiter-Syndrom:
    • „Can´t see, can´t pee, can´t climb a tree.“
    • Konjunktivitis, Urethritis, Arthritis
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Bewertung: 4.2/5 (9 Stimmen)
 von Matthias am 23. August 2008

giving thanks

Hallo Stexmarathonis,

ich freue mich sehr mit dem heutigen Tag ein weiteres Kapitel auf STEXDOSE.de aufschlagen zu können: Christians Lernsprüche.

Vielen Dank, lieber Christian, dass wir nun regelmässig an deinen kreativen Geistesblitzen teilhaben dürfen.

Los geht’s mit Kapitel 1:

  1. Häufigkeit SD Karzinom: „Papa (papilläres) fährt (follikuläres) Medizin (meduläres) zu Anna (anaplastisches).“ (Prognose anders herum)
  2. Phasen Wundheilung: „Meine Ex (Exsudation) hat einen Proleten (Proliferation), der mit Kollagen Autos repariert (Reparation – mit Kollagen) und nicht ganz differenziert (Differenzierung) im Kopf ist.“
  3. Kawasaki-Syndrom: „Es fährt ein kleines Kind (< 4 Jahre) mit einer Kawasaki über ein blühendes (gr. exantheo, „ich blühe auf“…Exanthem) Erdbeerfeld (Erdbeerzunge). Der fett (Halslymphknotenschwellung) getunte Motor ist zum Verbrennen heiß (Fieber). Der Fahrtwind reizt die Augen (Konjunktivitis) und ist so stark, dass Schuppen von Füßen und Händen fallen (Schuppung von Fußen und Händen).“
  4. Muskeln der Rotatorenmanschette: „Supraschnell zur ITS!“ (M. supraspinatus, M.infraspinatus, M. teres minor, M. subscapularis“)
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 von Matthias am 21. August 2008

.godere.il.silenzio.

Moin Moin,

sorry, dass es gestern nichts Neues auf STEXDOSE.de zu lesen gab. Der Teil in mir, der sich oft dagegen sträubt, weiter auf den Bildschirm zu schauen, hat gestern Abend einen seiner seltenen Siege errungen. Gönnen wir ihm diesen.

Dafür geht es heute ganz locker weiter.

Ach, habe ich euch eigentlich schon meinen neuen Freund Olaf vorgestellt? Olaf als Herr haltloser Handmuskeln bei Mediunuslähmung hilft uns beim Einprägen:

  • Opponens pollicis brevis
  • Lumbricales I und II
  • Abductor pollicis brevis
  • Flexor pollicis brevis

Ich wünsche allen einen erfolgreichen Tag!

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