von Matthias am 3. Oktober 2008

LaCie iamakey 8GB

Gibt es sie wirklich, die Schlüssel für ein erfolgreiches Hammerexamen?!

Ganz unter uns: Ja!

Ich habe in den vergangenen 13 Wochen immer wieder festgestellt, dass manche Fragen mit ganz bestimmten Schlüsselswörtern auf ganz bestimmte Antworten abzielen. Das hat sich auch in den Hammerexamina nicht geändert und verhalf mir so zu ein paar zusätzlichen Punkten.

Ich möchte heute, an diesem Freitagabend und 10 Tage vor unserem gemeinsamen Ziel meine gesammelten Schlüsselwörter mich euch teilen, in der Hoffnung, sie bringen euch weiter und ihr erweitert diese Liste mit euren Kommentaren.

Hier sind sie also. Meine Schlüssel für ein erfolgreiches Staatsexamen:

  • Ammonshornsklerose: Grand-mal-Epilepsie
  • Psammonkörperchen: papilläres Schilddrüsen-Ca
  • Belastungsabhängige Ptosis: Myasthenia gravis
  • Retrobulbärneuritis: Multiple Sklerose
  • Rußregen aus schwarzen Punkten im Gesichtsfeld: Glaskörperblutung
  • Lichtblitze im Gesichtsfeld: Traktion des Glaskörpers an der Retina
  • Fötide Otorrhö seit Jahren: Cholesteatom
  • Chronischer Juckreiz Ohr: chronische Otitis externa
  • Konfabulation: Korsakow-Syndrom
  • Faszikulation: Amyotrophische Lateralsklerose
  • Partieller Dystrophinmangel: Muskeldystrophie Becker-Kiener
  • Verminderter Laktat-Anstieg bei Muskelarbeit: McArdle-Muskeldystrophie
  • Myotonien+Katarrakt: Myotone Dystrophie Curshmann-Steinert
  • bizarre Hyperkinesien seit der Kindheit+Demenz im Erwachsenenalter: Chorea Huntington
  • Proximale Paresen+intakte Sensibilität+erhöte CK und BSG: Polyomyositis
  • Fieber+Roseolen Bauchhaut+relative Bradykardie+Somnolenz: Typhus abdominalis
  • Sprue+Hauterscheinungen mit brennendem Juckreiz: Dermatits herpetifprmis Duhring
  • Petecchien Unterschenkel: Thrombozytopenische Purpura
  • Koplik’sche Flecken: Masern
  • cANCA+Blutiger Schnupfen: Wegener-Granulomatose
  • Pterygium colli+Kleinwuchs+Herzfehler: Ullrich-Turner-Syndrom
  • Fragmentozyten: Hämolytisch-Urämisches Syndrom

Welche habt ihr noch entdeckt?

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Driving In The Keys

Die Länge meiner Posts verdeutlicht, was keiner weiteren Erläuterung bedarf: Viel Zeit ist nicht mehr. Wie soll man in 3 Wochen 6 Jahre Medizinstudium vernünftig herunterbrechen?

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht genau. Doch was ich weiß, will ich gern mit euch teilen.

So wiederhole ich den Stoff aus 10.000 Fragen:

  1. Kreuzen: Das ist und bleibt meine Hauptarbeit. Ich brauche die Fragen um ein Gefühl zu bekommen, woran ich arbeiten muss. Und die schlechten Prozente der vergangenen Woche haben mir gezeigt, dass ich noch lange nicht fertig bin.
  2. Lernnotizen durchgehen: Ich habe viel aufgeschrieben in den letzten 10 Wochen. Sehr viel. Nachdem ich ein wenig Struktur hinein gebracht habe, folgt:
  3. Audios aufnehmen: Ich starte den ganz normalen Windows-Soundrekorder, setze das Headset auf und nehme meine Lernnotizen auf. Ich spreche einfach auf, was ich mir aufgeschrieben habe. Die Dateien wandele ich dann ins MP3-Format um und haue sie auf meinen Player.
  4. Audios anhören: Wann immer ich kann: In den Pausen, beim Essen, beim Fahrrad fahren, beim Warten auf die Straßenbahn, beim Autofahren, beim Einschlafen, … Ich kann nicht in Worte fassen, was das für einen unglaublichen Lerneffekt hat, denn irgendwann ist die optische Aufnahmefähigkeit bei mir definitiv erschöpft. Also nutze ich meine Ohren. Und das klappt fantastisch! Der zeitliche Aufwand ist ähnlich, denn „vor mir her“ spreche ich es ja sowieso. Ich nehme mir damit meine ganz persönliche Hammerexamen-IMPP-Vorlesungsreihe auf und lerne dadurch quasi immer. Uneingeschränkt empfehlenswert! Probiert es aus, bitte! (Wem das zu aufwendig erscheint, kann auch einfach sein Handy nehmen und direkt darauf aufnehmen.)

So fliegen die Stunden nur so dahin. Die Menge des Stoffes überwältigt mich stellenweise recht unfreundlich, aber ich bin sicher, dass alle, die diese Zeilen lesen, auf den Punkt fit sein werden. Der, der diese Zeilen schreibt, natürlich auch.

Wie wiederholt ihr?

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 von Matthias am 19. September 2008

Liebe STEXler,

ich möchte kurz durchgeben, wie meine Woche lief.

In einem Wort: Schlecht. Montag und Dienstag bin ich ausgefallen, so dass ich nur ein Examen (3/2006) zu kreuzen schaffte. Das Ergebnis (62%) ärgert mich, weil es, wenn gleich nur eine Zahl, meine ganze bisherige Arbeit irgendwie herunterzieht.

Doch wenn ich ehrlich sein soll, bin ich auch dankbar, dass ich diesen Hänger habe, denn Hindernisse zeigen uns ja bloß, wie sehr wir eine Sache wollen. Und da ich mehr will als 62%, kommt dieser Tritt in den Allerwertesten möglicherweise zum richtigen Zeitpunkt. Er gibt den vielleicht nötigen Druck, die Schlagzahl und -kraft zu erhöhen.

Bei mir heißt es also ab heute:

  1. Konzentrierter kreuzen.
  2. Motivierter nachlesen.
  3. Bewußter wiederholen.

Wie läuft es bei euch?

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dice another day

Liebe STEXler,

die letzten vier Wochen rücken immer näher. Das Ziel lautet nun:

Den Überblick gewinnen.

Ich eröffne aus diesem Grund die erste echte Serie hier auf STEXDOSE:

„Häufiges ist häufig – Seltenes ist selten.“

Ich werde bis zum Examen täglich 3 Fragen für euch posten:

  1. Was ist die häufigste Ursache von …?
  2. Wie lautet das Mittel der Wahl bei …?
  3. Welche drei Punkte gehören zum … -Syndrom?

Ich möchte durch die tägliche Arbeit mit diesen drei kurzen Fragen euch und auch mir helfen, auf der Zielgeraden eine Wissenbasis zu schaffen, auf der wir auch bei kniffeligen Fragen im Examen wissen statt würfeln.

Dialoge erwünscht!

Ihr alle seid herzlich eingeladen, zu antworten und damit auch zu lernen, nur eben anders. Wenn ihr nicht antworten möchtet, weil ihr lieber für euch knobelt, ist das auch ok. Am Folgetag schreibe ich dann meine Lösungen dazu.

Los geht’s am kommenden Montag.

Ich freue mich auf unseren Wissensaustausch!

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 von Matthias am 11. September 2008

Freedom

Ich gebe es zu: Ich habe gestern viel auf mein Zornkonto eingezahlt. Scheinbar fehlten irgendwann die Nerven für die vielen roten Kreise der Derma, die mir immer irgendwie gleich erschienen. Ich wollte das nicht an euch weitergeben. Deshalb gab es keinen Post auf STEXDOSE.

Doch wer sagt eigentlich, dass uns kleine Fehler die Freude am Lernen nehmen dürfen?

Kleinigkeiten besitzen die Macht, das Große in Frage zu stellen. Ich erlebe das beinahe täglich. Es ist ein schmaler Grad, der produktive Selbstreflexion von aufreibenden Selbstzweifeln trennt. Als Perfektionist kratzt man ständig an dieser Linie. Und oft überschreitet man sie.

Doch nichts ist wichtiger, als sich regelmäßig auf eine höhere Perspektive aufzuschwingen. Dort oben, wo kein Syndrom und kein Mittel der zweiten Wahl Rollen spielen, erfährt man die Klarheit, die man braucht, um monatelang auf hohem Niveau zu lernen.

Ich fand die Dinge, die ich vermissen werde, wenn das alles hier vorbei ist. Herunter kam ich mit sieben Punkten, die mir helfen die Freude am Lernen zu behalten, auch wenn ich mich in Kleinigkeiten zu verlieren scheine. Vielleicht helfen sie auch euch?

Was werde ich nach dem Examen vermissen?

  1. Das Privileg – Medizin studieren zu dürfen.
  2. Das Lernen – jeden Tag Neues.
  3. Das Ziel – das einen auf Höchstleistungen pushen kann.
  4. Die Herausforderungen – mit denen man wächst.
  5. Die Erfolge – jeder Augenblick, jede Frage, jeder Tag, jede Woche und ganz sicher auch am Ende.
  6. Die Effektivität – den Tag so gestalten können, dass der größtmögliche individuelle Nutzen entsteht.
  7. Die Freiheit – tun zu dürfen, was man möchte, ohne irgendjemandem Rechenschaft ablegen zu müssen, außer sich selbst.

Ich wünsche jedem da draußen von Herzen weiterhin viel Erfolg beim Lernen und den Mut sich aufzuschwingen.

Du brauchst die Freude am Lernen nicht suchen.

Sie findet dich, wenn du willst.

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Bewertung: 5.0/5 (2 Stimmen)
 von Matthias am 3. September 2008

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, einige Leser zu verlieren: Ich mag die Gyn. Und wenn da nicht wieder diese nervigen Kreuzfehler gewesen wären, hätte mir das Lernen vollends Spaß gemacht. Immer alles verstehen zu wollen ist vielleicht doch nicht die richtige Taktik für den Gegenstandskatalog.

Wer dieser Linie trotzdem treu bleiben möchte (und ich werde das tun), dem will ich dringend empfehlen, einmal einen Blick auf diese fantastischen medizinischen Animationen zu werfen. Ich finde, die sind wirklich toll gemacht, darum unbedingt reischauen!

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Bewertung: 5.0/5 (1 Stimme)
 von Matthias am 29. August 2008

Thanks

Wieder ein herzliches Dankeschön an Christian für seine Lernsprüche der Woche:

  • MEN Syndrome
    • MEN I: „Ma(e)ndy (Menin Gen) wohnte mal über (Hyperparathyreoidismus) und unter (Hypophyse) einem Pu(a)nk (Pankreas – Ca)“
    • MEN IIa: „Als Sie über (Hyperparathyreoidismus) ihm wohnte, hatte er neben Rettich (Ret – Gen) auch Chrom (Phäochromozytom) im Mark seiner Schilddrüse (medulläres SD – Ca).“
    • MEN IIb: „Das ging ihr so auf die Ganglien (Ganglienneuromatose) ihrer Nerven, dass sie marfanoid (marfanoider Habitus) wurde.“
  • Rheumatisches Fieber (Jones Kriterien)
    • „Prof. Schuler (Subkutane Knötchen) kaufte (Karditis) bei Ebay (Erythema anulare rheumaticum) einen springenden PC (Polyarthritis [springender Befall] und Chorea minor).“
  • DukE Endokarditis
    • Formen: akut – Staphylokokken    und     lenta – Streptokokken (beta – hämol.)
    • Kriterien:
      • Haupt: „Bei seinem Mord spritzte Blut (pos. Blutkultur) bis auf die Motorklappe (Klappenvegetationen).“
      • Neben: „Präsident (Prädisposition) J.F.Kennedy (Fieber) im (Immunologische Erscheinungen (Osler,..)) Verdacht Klappen (V.a. Klappenvegetationen) zu erregen (Erreger (außer Hauptkriterien)).“
  • Antibiosen in der Schwangerschaft
    • erlaubt: CEPhalosporine, Erythromycin, Penicillin
    • kontraindiziert:
      • Ch“K“inolone – Knorpelschäden
      • Ch“K“loramphenicol – Knochenmarksschäden
      • Tetrazykline – Zahnschäden
      • Aminoglykoside – „wirken akustisch schädigend“

Was habt ihre anderen alle für kreative Geistesblitze erlebt? Schreibt mir!

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Bewertung: 3.5/5 (4 Stimmen)
 von Matthias am 27. August 2008

five

  • 5-K-Regel für die Verordnung von Hypnotika (nach Göran Hyjok):
  1. Klare Indikation.
  2. Kleinstmögliche Dosierung.
  3. Kurzfristige Behandlungszeit.
  4. Kein abruptes Absetzen.
  5. Kontraindikationen beachten.
  • Keratokonjunktivitis epidemica: Wird im GK auch Keratokonjunktivtis nummeralis genannt, also nicht darauf reinfallen!
  • Bei Infektion großflächiger Hautwunden mit Pseudomonas aeruginosa wird ein lindenblütenartigen Geruch (faulig-süßlich) gebildet, der bei der Diagnose hilfreich ist.
  • Extreme Kopfschmerzen, die bis in den Thorax ausstrahlen können, sind typisch bei akutem Winkelblockglaukom (DD: MI)
  • Subdurales Hämatom – Sichelförmig
  • Epidurales Hämatom – Linsenförmig;
  • Antidot bei Thallium-Intoxikation ist Berliner Blau.
  • Merkspruch zur unteren Plexuslähmung: „Klumpke geht in den Keller (untere Plexuslähmung) und spielt auf seinem Horn (Horner-Syndrom kann auftreten).
  • Broca – Sprachproduktion
  • Wernicke – Sprachverständnis

So, das war es von mir. Und vergesst bitte Eines nicht:

„Die Onchozerkose wird durch Onchocerca volvulus hervorgerufen. Diese Mikrofilarien werden durch die Kriebelmücke übertragen.“

Was gibt es bei euch an neuen Erkenntnissen?

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Bewertung: 3.0/5 (1 Stimme)
 von Matthias am 26. August 2008

die_bruecke

Ganz lieben Dank an Frank und einen der besten Rheumatologen Leipzigs für diese wunderbaren Eselsbrücken. Ich freue mich auf viele, viele Fortsetzungen.

  • Rheumatisches Fieber: SPECK
    • Subkutane Knötchen
    • Polyarthritis
    • Erythema anulare
    • Chorea minor (Sydenham)
    • Karditis (als Pankarditis)
  • Gicht: ABCD, und zwar: „Bei A kein A, sondern B und C bis D kommt.“
    • „Bei A (Anfall) kein A (Allopurinol), sondern B (Blemaren) und C (Colchizin) bis D (Durchfall) kommt.“
  • Arthrosen der Fingergelenke: Heberden und Bouchard:
    • „Heberden war ein Engländer und sitzt am Endgelenk.“ (man betone alle E)
    • Ergo: „Der Nachbar Englands ist Frankreich, Bouchard war ein Franzose und sitzt somit am Mittelgelenk der Finger.“
  • Reiter-Syndrom:
    • „Can´t see, can´t pee, can´t climb a tree.“
    • Konjunktivitis, Urethritis, Arthritis
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Bewertung: 4.2/5 (9 Stimmen)
 von Matthias am 23. August 2008

giving thanks

Hallo Stexmarathonis,

ich freue mich sehr mit dem heutigen Tag ein weiteres Kapitel auf STEXDOSE.de aufschlagen zu können: Christians Lernsprüche.

Vielen Dank, lieber Christian, dass wir nun regelmässig an deinen kreativen Geistesblitzen teilhaben dürfen.

Los geht’s mit Kapitel 1:

  1. Häufigkeit SD Karzinom: „Papa (papilläres) fährt (follikuläres) Medizin (meduläres) zu Anna (anaplastisches).“ (Prognose anders herum)
  2. Phasen Wundheilung: „Meine Ex (Exsudation) hat einen Proleten (Proliferation), der mit Kollagen Autos repariert (Reparation – mit Kollagen) und nicht ganz differenziert (Differenzierung) im Kopf ist.“
  3. Kawasaki-Syndrom: „Es fährt ein kleines Kind (< 4 Jahre) mit einer Kawasaki über ein blühendes (gr. exantheo, „ich blühe auf“…Exanthem) Erdbeerfeld (Erdbeerzunge). Der fett (Halslymphknotenschwellung) getunte Motor ist zum Verbrennen heiß (Fieber). Der Fahrtwind reizt die Augen (Konjunktivitis) und ist so stark, dass Schuppen von Füßen und Händen fallen (Schuppung von Fußen und Händen).“
  4. Muskeln der Rotatorenmanschette: „Supraschnell zur ITS!“ (M. supraspinatus, M.infraspinatus, M. teres minor, M. subscapularis“)
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