von Matthias am 27. April 2009

neurologiemindmap

Lieber STEXler,

ich habe Post bekommen:

Sandra, charmante Italienerin, fleissige Frühjahrs-STEXlerin und feste STEXDOSE-Leserin mit Medizinstudium in Deutschland, schrieb mit vor einiger Zeit aus Rovereto.
Sie fand neben der heißen Phase noch die Muße mir ihre Leidenschaft für eine ausgezeichnete, alternative Lernform mitzuteilen. Und weil ich ihr Deutsch schlicht super finde, drucke ich ihre Zeilen ab wie sie sind.

Sandra lernt gern mit MindMaps:

Hallo allerseits!

Hiermit wollte ich die Stexdosen-Fans meine Mindmamps Begeisterung mitteilen.

Ich habe ein Mindmaps Open-Source Software (also kostenlose Programm) aus dem Internet runtergelanden. In meinem Fall den XMind für OS X (MacProgramm), gibt aber noch viele andere. Da ich schon aus der Vorlesungszeiten diese Methode angewendet habe (damals noch Handzeichnung natürlich!), fand ich ganz hilfreich von diese immense ungeformte Masse an Informationen, die in meinem Kopf wirbeln, irgendwie eine Sorte Inhaltsverzeichnis zu bauen.
Die Mindmaps (mindesten meine) enthalten nicht die ganze Masse, sondern Schlüsselworter oder Bilder, die mir den ganzen Inhalt dann ins Gedächnis abrufen. Ein Beispiel hier Neurologie und speziell für die neurologische Kompression Syndrome:

neurologiekompressionsyndromemindmap

Wenn ich vor eine Frage über Medianus Kompression Syndrom stehe, dann helfen mir meine Mindmaps! Ich denke an meinen Händen in einer bestimmte Position (siehe Bild), daß sollte für mich heißen:

mittlere Position = Medianus – innerviert die Flexoren Muskel (da meine finger flektiert sind), M. Abductoris pollici brevis (da meine Daumen abduziert sind und ich kann sie nicht weiter adduzieren also die Bewegungmöglichkeit ist klein=kurz=brevis).

Anderes Beispiel: N. Radialis – da lege ich meine beide Hände wie in Figur zur radiale Seite … das sollte dafür sorgen, dass ich die Stellungen der Hände nicht tauschen kann! Also N. Radialis innerviert die Extensoren (meine Finger sind gestreckt), der Daumen ist abduziert, kann sich aber noch bewegen, daher großere Bewegungsmöglichkiet = großere Strecke = Longus. Sie sind in Supinationsstellung, daher M.supinator!

Zum Schluß der N. Ulnaris:
Hände zur ulnaren Seite zusammen gelegt, Daumen adduziert (nach außen also) und die Finger flektiert, Flexoren also.

Das nur als kleiner Abschnitt!

Schöner Gruß,

Sandra

Ich kann ihrer Begeisterung für MindMaps nur vehemend nickend zustimmen:
MindMaps
sind eine fantastische Möglichkeit komplexe Inhalte einfach darzustellen.
Das liegt unter anderem daran, dass die Inhalte miteinander verbunden sind, genau wie die Neurone unseres Gehirns. Im Grunde erstellt man wirklich ein Abbild der eigenen grauen Zellen.
Darum ist jede MindMap auch individuell. Und deswegen bleiben sie auch viel besser hängen als Tabellen oder Listen aus irgendeinem Buch.

Wie erstellt man nun eine MindMap?

Hier die drei wichtigsten Punkte für eine eine Gehirnkarte, die haften bleibt:

  1. Zentrales Thema (Fachrichtung, Syndromgruppe, Krankheitsbild, Medikamentengruppe, …) ins Zentrum
  2. Zweige der Wortlänge entsprechend anknüpfen
  3. Hinzufügen, was hilft: Bilder, Farben, Skizzen, Audios, etc.

Tony Buzan beschreibt das so:

Folgende Programme sind derzeit zum Erstellen von MinMaps auf dem PC verfügbar:

Wer es ganz natürlich mag, der greife einfach zu Papier und Stift.

Zusammenfassend möchte ich jedem empfehlen, dieses Hilfsmittel einmal für sich auszuprobieren. Möglicherweise bleibt damit sogar jetzt, kurz vor dem Testat aller Testate, etwas hängen, was ihr euch mehrfach konventionell habt versucht einzuprägen.
So könntet ihr beispielsweise ein Krankheitsbild ins Zentrum positionieren und aus dem Kopf versuchen mit 5 bis 7 Zweigen die Punkte Def., Patho, (Epi), Dia, Kli, The (und Prognose) abzuhandeln. So bin ich immer herangegangen.

Mit dem Lernen ist es wie im Sport: Neue Reize braucht der Körper. Und unser Verstand auch. Also:

Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Damit ein wirklich herzliches Dankschön an Sandra für ihr Engagement, euch allen weiterhin viel Erfolg beim Lernen und gut Kraft für den Zielspurt.

Euer Matthias

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Bewertung: 4.7/5 (16 Stimmen)
 von Matthias am 16. Februar 2009

workrave

Liebe STEXler,

hier ein kleines aber feines Freeware-Programm, welches hilft den ganzen Tag über die Konzentration aufrecht zu erhalten: Workrave.

Workrave nimmt euch die tägliche Arbeitsplanung ab und hilft so den Lernbogen nicht zu überspannen. So könnt ihr euren Fokus voll und ganz auf den Lernstoff richten und trotzdem regelmäßig pausieren.
Hier die Funktionen, die ich lieben lernte:

  1. Optimal justierbar
    Workrave richtet sich absolut nach euren Vorlieben: Betriebsart (normal – angehalten – still), Länge der Mikro- und Ruhepausen, Dauer eines Arbeitstages, Erinnerungsfunktion, Anzahl der Übungen – all das könnt ihr kinderleicht und rasendschnell einrichten. Dadurch stützt es, statt zu stören.
  2. Personal Trainer
    In den Ruhepausen legt Workrave einige sinnvolle Stretching- und Entspannungsübungen vor. Eine Art Personal Trainer also. Dank ihm bleiben Körper und Geist in gesundem Einklang.
  3. Feedback einholen
    Seine Statistik-Funktion protokolliert eure Aktivitäten. Diese erlaubt eine punktgenaue Übersicht von Leistungen sowie Pausenzeiten am Laptop und verleiht am Ende der Woche ein (meist) angenehmes Gefühl.
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 von Matthias am 28. Dezember 2008

Mount Everest from monastery window

Wenn ich vor und auch während meiner Lernzeit gefragt wurde, was ich im Examen „schaffen“ wollte, antwortete ich blitzschnell und eloquent: „Hauptsache bestehen.“ Die meisten antworteten so.

Wir wussten es nicht besser.

Ich habe in den vergangenen Wochen sehr viel über dieses Thema nachgedacht, u.a. da ich mich bereits während des Lernens dem Gedanken nicht erwehren konnte, trotz ausführlicher Planung nicht optimal an das Projekt „Hammerexamen“ herangegangen zu sein. Und wenn ich mir nun meine Aufzeichnungen so anschaue, erkenne ich klar, warum es nicht ganz so funktioniert hat, wie ich es mir hinter dem „Hauptsache bestehen“ meines  Mediziner-Egos wirklich vorgestellt hatte.

Es wäre dumm, wenn ich dieses Wissen nicht weitergeben würde.

Ich möchte euch darum mit diesen Zeilen einen dreiteiligen Post ans Herz legen, der morgen beginnen wird und sich zum Ziel setzt die Frage: „Wie lerne ich für das Hammerexamen?“ aus ihrer nebeligen Umgebung zu befreien. Er soll Jedem STEXler da draußen helfen, den Blick klar auf die drei aus meiner jetzigen Erfahrung essentiellen Komponenten für ein erfolgreiches Staatsexamen zu lenken:

1. Das Ziel

2. Die Lernstrategie

3. Den Augenblick

Diese drei Komponenten stellen kraftvolle Instrumente für begeistertes Lernen und ein erfülltes Staatsexamen dar. Der Post soll aufzeigen, wie ihr sie einzeln und als Teile eines stark verwobenen Ganzen sinnvoll einsetzen und für euch nutzen könnt, um mit Klarheit und Zuversicht zum Gipfel zu gelangen. Wie immer sind Fragen, Hinweise und Anmerkungen mehr als erwünscht.

Damit wisst ihr es besser als wir.

Bis morgen!

Euer Matthias

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 von Matthias am 25. November 2008

Heute mal ein paar Denkanstöße zum „Besser Lernen“ und „Besser Arbeiten“

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 von Matthias am 23. November 2008

In Erinnerung.

Randy Pausch starb am 25. Juli 2008 im Alter von 47 Jahren an den Folgen eines metastasierten Pankreas-Karzinoms. 10 Monate vor seinem Tod hielt er seine letzte Vorlesung als Professor für Informatik. Diese „Last Lecture“ als ein Credo an das Leben ging um die Welt, wurde millionenfach angesehen und in Buchform veröffentlicht.

„Wenn du Menschen kennen lernen möchtest, beobachte einfach, was sie tun.“

„Nur wenn du an den Basics arbeitest, können die tollen Sachen Spaß machen.“

„Führe ein aufrichtiges Leben und deine Träume kommen zu dir.“

 von Matthias am 20. November 2008

Liebe STEXler und Jung-Ärzte,

beim Durchscrollen cooler Webseiten bin ich auf diese Video gestoßen. Da ich, wie viele von euch auch, meinen Player quasi immer bei mir habe (u.a. um mir immer und überall Lernaudios anzuhören), ist das eine Lösung, wie man Kabelsalat vermeiden und einfach schnell drauf loshören kann:

Die Sache klappt auch wunderbar mit den Hüllen der „Kinder Überraschungseier“.

Damit bekommt man jetzt also 4 Sachen auf einmal!

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There goes the sun...

Hallo,

der Tag ist gekommen.

Mehrere Monate der Vobereitung mit unzähligen Fragen, bereichernden Lerngruppen, korrigierten Lernplänen und vollkommenen Lerntabellen kommen zu ihrem ersten und sehr bedeutsamen Abschluss. Ein diskreter Kopfschmerz rechts okzipiptal, symbiotisch vereint mit einer permanenten leichten Müdigkeit bestätigen mir, dass es jetzt nicht unbedingt länger gehen muss.

Doch in der Hauptsache brenne ich jetzt darauf, es endlich zu schreiben.

Nur sollten wir neben dieser gludernden Lot, also der gludernden Flut, die ja in uns allen irgendwo lodert, weder unsere grauen Zellen noch einige andere wichtige Dinge zu Hause vergessen.

Aus diesem Grund hier und heute meine kurze Hex-Checkliste:

  • Zulassungsschreiben
  • Personalausweis
  • MP3-Player (die Fachdiskussionen vor der Prüfung sind nichts für mich…)
  • 3 Bleistifte Härtegrad HB, B oder 2B
  • Spitzer
  • warmer Pullover, damit das Kreuzen nicht zur Zitterpartie wird (Danke, Marcus!)
  • Plastikradierer, und ganz wichtig:
  • Essen und Trinken: 2 Bananen, 1 Apfel, Studentenfutter, Schokoriegel, Kanne Tee, Flasche Wasser, Schnittchen und natürlich – Kaugummis

Ok, da dies mein letzter Post vor dem morgigen Event sein wird, noch ein paar abschließende Worte:

Ich wünsche euch allen messerscharfe Konzentration, produktive Gelassenheit und unerschöpfliche Kraft. Glaubt an euch! Stellt euch vor, wie es sich anfühlen wird, wenn ihr am Donnerstag überglücklich aus dem Saal der Auserwählten heraustreten werdet. Dieses Gefühl ist der Leitstern, der euch in jedem Augenblick begleiten und an euer Ziel führen wird. Alles andere, ist sekundär.

Liebe STEXler – maximale Erfolge!

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 von Matthias am 10. Oktober 2008

matchbox 20:3 a.m.

Ich wünschte, ich fände ein wenig mehr Zeit, um euch mit Posts zu versorgen. Trotzdem, ganz so ohne ein paar Tipps möchte ich euch auch wieder nicht ins Prä-Stex-Wochenende gehen lassen.

Der heutige Freitags-Post befasst sich erneut mit der Technik, mit der wir alle ab Dienstag unsere Mission zu erfüllen versuchen. Ich möchte euch mitteilen, wie ich mittlerweile Examen kreuze und würde mich mehr als freuen, wenn sich trotz der Zeitknappheit ein paar Kommentarfelder mit euren Tipps, Tricks und Beboachtungen füllen würden.

So kreuze ich ein Examen:

Die Essentials:

Ich …

  1. Markiere meinen ersten Gedanken.
  2. Gehe dann Schritt für Schritt die Möglichkeiten durch und setze Markierungen („F’s“, Häkchen, …).
  3. Treffe auf jeden Fall eine Entscheidung.
  4. Übertrage meine Wahl sofort auf den Lösungsbogen.
  5. Setze ein Zeichen an Aufgaben, bei denen ich mir nicht sicher bin.
  6. Korrigiere nach Bearbeitung aller Fragen nur, wenn ich 1000%ig überzeugt bin (statistisch gesehen wird bei 80% der Korrekturen zum Fehler gewechselt…)
  7. Mache kurze Pausen nach jeweils 25 Fragen (Essen und Trinken, mal wegschauen, „raus-„gehen ,…), es sei denn, ich bin gerade im „Kreuz-Flow“.

Die Fallfragen:

Ich …

  1. Suche die Diagnose und markiere sie. Sie ist meistens im letzten Drittel oder (kurz) nach den Labordaten und Diagnostiken zu finden.
  2. Lese den Text und unterstreiche.
  3. Überfliege die Labordaten. Falls noch einmal gefragt wird, gehe ich sie genauer durch.
  4. Beantworte die Fragen.

Meine Kreuztipps:

  1. Einfach denken!
  2. Bauchgefühl: Was fiel dir beim ersten Lesen auf (siehe auch Manfred Spitzer auf STEXDOSE)? Korrekte Antwort!
  3. Was klingt am schrägsten? Korrekte Antwort!
  4. Wo liegt bei Zahlenantworten der größte Abstand oder gibt es eine Zahl, die irgendwie herausfällt? Korrekte Antwort!
  5. Was klingt offen, vorsichtig und relativ (kann, selten, meist, häufig, wahrscheinlich,…)? Korrekte Antwort!
  6. Was klingt irgendwie riskant und absolut (ausschließlich, stets, immer, nie, alle, knappe Sätze, …)? Falsche Antwort!
  7. Ist eine Antwort deutlich länger oder kürzer als die übrigen? Korrekte Antwort!
  8. Eine unbekannte Symptomtrias wird gefragt und ein Syndrom als Möglichkeit angeboten? Korrekte Antwort!
  9. Eine Frage mit einem sehr häufigen Krankheitsbild als Möglichkeit (oft auch bei Bildbeilagen)? Korrekte Antwort!
  10. Schlüsselwörter filtern („akut“, „plötzlich“, …) und Passendes suchen (Vaskuläres, Intoxkation)! Korrekte Antwort!
  11. Patient ist ein „Aussiedler“ oder ein „Ausländer“ und Tbc wird angeboten? Korrekte Antwort!
  12. Bei zwei ähnlich klingenden Aussagen ist meistens eine davon richtig (Stichwort „Trennschärfe“ – Vielen Dank an Robert für diesen guten Tipp!)

Ok, das ist sie, meine Kreuztechnik.

Und nun: Ab ins Lernwochenende!

Teachers, under rated and under valued

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 von Matthias am 6. September 2008

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

C-3PO

Hallo, Hallo,

wie bereits angesprochen bin ich der festen Überzeugung, dass ich mich (ebenso wie andere auch) viel zu sehr von meinem Verstand ausbremsen lasse. Dabei sollte mich der Gedanke doch eigentlich tragen, wie es sprichwörtlich heißt. Was tun?

Ich würde nun so gern das schnelle Patentrezept anbieten, euch den Weg zur mentalen Balance offenbaren und damit als großer Weiser die Geschichte prägen. Nur leider gibt es keine schnellen Lösungen, es sei denn man ist lediglich auf den kurzfristigen Gewinn aus.

Was ich aber besteuern kann, ist ein Stück Musik, mit einem Text, der, einer Systole gleich, aus mir heraussprudelte und meinen Stand auf dem Weg zur mentalen Balance widerspiegelt. Möglicherweise finden sich Gemeinsamkeiten und ihr ein Stück mehr Gelassenheit in der Vorbereitung auf euer Staatsexamen.

Viel Spaß mit dem zweiten Song auf STEXDOSE.de: „C-3PO“ – für einen klaren Kopf beim Examen!

Anmerkung: C-3PO ist der ängstlich-vorsichtige Roboter aus den Star-Wars-Filmen.

Download: „C-3PO“ (T/M: MR/JR)

Ein Syndrom, noch ein Test, noch ein Sturz, der verletzt,
mit dem Bild einer Hand, ich hab’s schon wieder verkannt.
Dann noch der Punkt mit dem trockenen Mund,
damit war’s das für heut‘, hat mich wirklich erfreut.

Kurzer Blick – Statistik, So la-la, denk ich da.
Besser könnt’s doch mal werd’n, ruft ’ne Stimme mit Lärm.
Streng dich mal an! Ist doch kein Ponyhof, Mann!
Ach, zum See soll es geh’n? Na, das werd’n wir ja seh’n.

Sonne und Wind und ein schreiendes Kind.
Bin schon bedient. Hab ich das denn verdient?
Gut, nicht ganz konzentriert Wikipedia studiert,
doch das muss auch mal sein, sonst krieg ich es nicht rein.

Ich hab’s dir gesagt, doch du wolltest nicht hör’n.
Stattdessen trinkst du jetzt hier alkoholfreies Bier.
Zurück zum GK? Mensch, was willst du denn da?
Du musst dich entspann’n, vierzehn Wochen sind lang.

So geht’s mir seit Tagen, will das nicht mehr ertragen.
Schluss mit dem Mist, hat mich genug gedisst.
Doch wie kriege ich nur diese Stimme aus’m Kopf?
Die zieht Energie und zwar deutschlich zu viel.

Ich hab’s! Ich geb ihr ’nen Namen – C-3PO – und
immer wenn sie kommt, ruf ich freundlich: Hallo!
Nett, dass du vorbeischaust, doch ich hab keine Zeit.
Behalt deinen Rat doch für später bereit.

Seitdem: Kein Problem. Sie kommt, und sie geht.
Ich krieg mit, was es gibt, und kehr zum Lernen zurück.
Geht es euch wie’s mir ging, ist das wirklich kein Ding,
denn das Männchen im Kopp, macht doch nur seinen Job.

Download: „C-3PO“ (T/M: MR/JR)

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Bewertung: 4.7/5 (16 Stimmen)
 von Matthias am 9. August 2008

Power in your hand

Woche 5/14 geht dem Ende entgegen. „Höchschste“ Zeit, meinen Tagesablauf mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Es hat sich ein Rhythmus eingestellt, der mir nicht selten richtig Spass macht. Ich liebe die Freiheit, selbst zu bestimmen, wann ich was mache.

Falls du mit deinem Lerntag zufrieden bist, wirf einen Blick in die anderen Beiträge hier auf STEXDOSE. Falls nicht, lies weiter!

Mein Tag beginnt regulär gegen 6.00 Uhr. Ich versuche dann so oft es geht, einen kurzen Morgenlauf zu machen. Ich liebe diese Stille, die Lichter der aufgehenden Sonne und natürlich die kühle, unverbrauchte Luft eines Sommermorgens.

„Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“ (Emil Zátopek)

Dann eine kalte Dusche, die auch den gemeinen Studenten erweckt und ein schönes Frühstück. Darauf folgt, was ich gerade mache, nämlich Arbeit an der STEXDOSE.

Wenn ich das hier fertig geschrieben habe, mache ich eine halbe Stunde lang nichts. Nun, vielleicht nicht ganz Nichts, aber so wenig wie möglich. Ein Hinlegen in ruhiger Wachsamkeit und Beobachten von Körper und Geist. Man könnte es Meditation nennen. Ich nenne es einfach: Sein. Ein Einstimmen. Wie das Leipziger Gewandhausorchester, dass seine Instrumente stimmt, bevor es Beethovens Sechste spielt. Falls jemand Interesse daran hat, findet hier meine erste Berührung mit Meditation.

Gegen 9.00 Uhr beginne ich nun mit den ersten zwei Lernphasen („Sessions“) von je 100 Minuten mit einer 20-minütigen Pause dazwischen. Diese Zeiteinteilung hat sich bisher echt bewährt, denn:

  • Ich konzentriere mich voll, weil ich genau weiß, dass ich nicht ewig Zeit habe.
  • Die Aussicht auf eine Pause macht es mir leichter, meine Aufmerksamkeit auf diese 100 Minuten zu richten. Wie bei einem Wettkampf, bei dem man weiß, wann die Verpflegungspunkte kommen.
  • Mehr als 100 Minuten lernen am Stück ist für mich einfach nicht drin. Jedenfalls jetzt noch nicht.
  • Ich lerne in einem festen Rhythmus, so dass sich mein Körper daran gewöhnen kann.
  • Ich bin relativ sicher gegen 13.00 Uhr mit den zwei Sessions fertig und damit bereit für die Mittagspause.

Ich nehme mir Zeit bis 15.00 Uhr. Essen, raus gehen (und evtl. irgend etwas erledigen) und 20 Minuten ein kleines Nickerchen. Dieses „Powernapping“ reicht aus, um wieder frisch zu sein, ist aber zu kurz, um danach nicht mehr in die Gänge zu kommen.

Der Nachmittag ist dann ein Spiegelbild meines Vormittags, also wieder zwei Sessions mit Pause dazwischen. Bei einem kleinen Snack höre ich sehr gern zwischen 16.30 und 17.00 Uhr den Deutschlandfunk, weil in dieser Zeit sehr interessante Berichte aus dem Bereich der Wissenschaft gesendet werden. Für mich eine willkommene Abwechslung zur Medizin und erstaunlich motivierend. Nach der letzten Session gegen 19.00 Uhr bin ich meistens richtig erschöpft und muss raus aus meinem Zimmer. Ich gehe laufen oder ins Fitness oder fahre an einen See. Einfach nur raus.

Am Abend nehme ich mir noch einmal eine Stunde Zeit, um Sachen zu wiederholen oder an der STEXDOSE zu arbeiten. Ich versuche aber, den Laptop spätestens 21.30 Uhr auszuschalten, am liebsten schon gegen 21.00 Uhr. Das schaffe ich aber nicht immer.

So, das ist er, mein Lerntag für das Hammerexamen 2008.

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Zeiteinteilung gemacht?

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Bewertung: 4.3/5 (6 Stimmen)