von Jenny am 20. April 2009

Jochen Seyrer Düsseldorf vierblättriges Kleeblatt four cloverleaf

…es bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück!!!

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 von Jenny am 20. April 2009

Day 54 of 365

Liebe STEXlerinnen und STEXler,

die letzten 24 Stunden vor den großen Hammertagen laufen bereits. Meine letzten Stunden werden wie folgt aussehen: Gleich mache ich mich auf, um in der Bib die letzten Seiten zu wälzen! Gegen früher Nachmittag ist allerdings Schluss mit dem Spuk! Dann gehts ab in die City zum Shoppen und Sonne tanken! Drei Mädels im Prüfungsstress beim Bummeln- böse Vorahnung! Einfach nochmal ein paar schöne Stunden verleben, bevor unser letztes Stündlein geschlagen hat! Abends werden wir dann noch gemütlich einen Happen essen und hoffentlich früh schlafen, was bei mir als alte Nachteule eine größere Schwierigkeit darstellen könnte.

Ich wünsche uns allen Zeit und Muße zum letzten Mal Kraft tanken, um ab morgen Höchstleistungen abrufen zu können!

Habt Vertrauen und Mut, denn alles wird irgendwie gut!

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 von Jenny am 19. April 2009

Lápices

Am Dienstag, unserem ersten Hammertag, in allem Stress und in mittleren Erregungzustand der Prüfungsangst, bitte nichts zu Hause vergessen! Mitbringen sollten wir einen Bleistift– die Wahl zwischen HB oder 2 HB ist mir nicht wichtig. Zufällig habe ich noch einen HB zu Hause, somit ist diese Wahl schnell getroffen. Die offizielle Einladung und ein gültiger Ausweis sollte auch am Start sein- meiner ist Gott sei Dank noch nicht abgelaufen!
Zu trinken habe ich Wasser mit Geschmack von Zitrone und Limette dabei, einen Latte machiatto (falls ich noch nicht genug Herzflattern habe). Zu essen ein Brot mit meinem Standardprogramm Salami-Käse, Schokolade und Kaugummis.
Außerdem nehme ich dieses Mal Ohropax mit: beim Physikum hat mein Nachbar so laut geatmet, dass ich mich fast nicht richtig konzentrieren konnte! Keine Ahnung, was mit dem los war!
Auf Grund meiner Sozialkompetenz und dem mehrfachen Wunsch unserer männlichen Kollegen werde ich keine lauten Absätze tragen. Zu laut beim Toilettengang!!! Sonst werde ich lässig schick da anrücken in Jeans mit Glückshalstuch (Danke Mami!) und meinem neuen Kettenanhänger in Form eines Kleeblatts (Vielen Dank an meine Mädels- ich bin immernoch gerührt!) . Haare geschlossen, zumindest am Anfang- wenn ich sie mir raufen muss, sind sie schnell offen!

Gute, angespannte Laune und viel Mut!

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 von Jenny am 19. April 2009

kunst

Liebe Leidensgenossinnen und Leidensgenossen,

bald ist es soweit: wir sind kurz davor unseren großen Coup zu vollenden! Seit heute früh sehe ich allem wieder mit viel Mut entgegen! Beim Joggen hatte ich nämlich die „Begegnung der dritten Art“. Normalerweise laufe ich mit Musik in den Ohren und konzentriere mich eigentlich auf den Beat. Heut war ich so aufgeladen, dass ich vollends im Einklang mit der Natur laufen wollte. Vorbei an Giraffen, die mich sonntags morgens schon zum Schmunzeln gebracht haben- denn wo läuft man in der Früh Giraffen über den Weg? Im Leipziger Rosental! Unser Zoo in Leipzig hat nämlich ein Zoofenster im Park. Ein wahres Erlebnis ohne Aufpreis! Einfach so!

Als ich den asphaltierten Streckenabschnitt passiert hab, waren wie fast immer bunte Kreidebilder von Kindern am Boden. Wie gesteuert bin ich einmal um die Malereien rumgelaufen und hab gelesen und traute dabei meinen Augen kaum: „Nur Mut, mit Hilfe von Gott wird alles gut“ – von Hanna H.- ich habe keine Ahnung, wer sie ist, vielleicht werde ich es auch nie rausfinden, aber vielen Dank dafür- seitdem bin ich wesentlich ruhiger!

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 von Jenny am 19. April 2009

Jogger1

Joggen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen- vorm Hammerexamen und auch sonst!

Eigentlich wollte ich ausschlafen, weil heute mal ausnahmsweise die Bauarbeiten vor meiner Haustüre ruhen und ich bis Mitte Mai nur am Sonntag ausschlafen kann! Aber gerade heute kann ich nicht mehr schlafen. Zumindest kreisen meine Gedanken, ob ich will oder nicht, um Fragen, Antworten, Punkte, … und es gilt meinen Körper und meine Gedanken auf einem mittleren Erregungslevel zu halten! Also, Musik laut und ready to go …

Ansonsten werde ich heute den verbliebenen Rest der Sammelkörbe zu Ende kreuzen und bei einer meiner Lieblingsleidensgenossinnen noch leichte Kost durchblättern! Keinen Hardcore Stoff mehr, eher nochmal softe Wiederholung.

Allen wünsche ich somit einen „mittel erregten“ Sonntag!

Eure Jenny

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Blind faith

Ihr Lieben,

Mein Erfolgsrezept für eure letzten Tage besteht aus nur einer Zutat: Vertrauen.
Lasst den Zweifler ruhig mal zu Wort kommen, aber lasst ihn auch wieder los. Vertraut euch! Und auch wenn die Anspannung bis zum Himmel steigt und der Appetit ozeantief sinkt, vertraut euch!

Das alles ist Teil des Curriculums. Nicht des medizinischen, sondern des größeren.

Wissen ist wichtig, doch Vertrauen ist es auch.
Darum behandelt euch wie ein neues Auto und vertraut euch!

Ich wünsche euch allen alles Gute und maximale Erfolge,

Euer Matthias

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Resgatando o balão N.º8 de Liliam Benzi no meio do canavial

Liebe Frühlingsstexlerinnen und Frühlingsstexler,

langsam fällt es mir schwerer, mich adäquat auf die bevorstehenden drei Tage vorzubereiten. Mein Körper schwächelt und mein Hirn scheint kurz vor der Kapitulation! Meine engen Jeans rutschen von den Hüften und meine Rundungen sind verschwunden! So wenig auf den Rippen hatte ich zum letzten Mal im schlimmsten Liebeskummer ever! Warum schlägt mir das so auf den Magen- naja, worauf eigentlich sonst? Fast jeder von uns hat bestimmt zur Zeit mit irgendwelchen Problemchen oder Wehwehchen zu kämpfen: Sei es Ein- oder Durchschlafstörungen, ungewollte Gewichtszu- oder abnahme, nervösen Tics oder unkontrollierbarer Laune. So ist das in der Prüfungsvorbereitung. Froh bin ich noch, dass es mich erst so spät erwischt hat! Andere kämpfen schon länger mit ihren Ängsten.

Gerade heute früh habe ich in unserem Studenten Journal einen Artikel über Prüfungsangst gelesen (Vgl. www.uni-leipzig.de/journal). Es ist eben Teil einer Prüfungsleistung, sich dem Stress einer Prüfung zu unterziehen und auch psycho-nervale Anstrengungen zu bestehen.

Wichtig ist zu wissen, dass keine Leistung erbracht werden kann, wenn eine Untererregung besteht, bei mittlerer Erregung gute bis sehr gute Leistungen möglich sind und die Leistungskurve bei Übererregung wieder abfallen kann, so Prof. Dr. Reschke von der Abteilung der Klinischen Psychologie der Universität Leipzig.

Zumal wie bedenken sollten, dass wir vielleicht in ein paar Monaten keine imaginären Fälle lösen müssen, sondern Patienten helfen müssen. Und von Vorteil wäre da eine ein kühler Kopf!

Aus diesem Grund versuche ich mein Nervositätslevel im mittleren Bereich zu halten- wie ich das mache, frage ich mich manchmal selbst? Familie und Freunde, die einen aufbauen und ablenken (Vielen Dank an dieser Stelle an alle Mediziner und Nicht-Mediziner, an alle im In- und Ausland!), viel Gute-Laune-Musik (je nach Geschmack), frische Luft, wenn es meine körperliche Verfassung zulässt, eine Runde im Park, und (wenn möglich) Sonne! Auch meine Gedanken in diesem Blog festzuhalten hilft mir dabei! Nur nicht in die Übererregung abdriften!

Eine genaue Planung für den bevorstehen Dienstag gibt zusätzlich einen Hauch mehr Sicherheit- wann müssen wir uns auf den Weg zum Ort des Geschehens machen, was dürfen wir nicht vergessen, wie gestalten wir unseren ersten Hamerexamensmorgen… ? Dazu allerdings erst morgen mehr!

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Backstroke start

Der Startschuss ist nicht mehr weit! Nur noch ein Wochenende liegt zwischen den 320 vielleicht entscheidenden Fragen unseres Lebens. Allerdings, wenn ich es mir recht überlege, gibt es da noch wichtigere Fragen: „Willst du mich heiraten?“ zählt bestimmt zu den entscheidenderen Fragen! Aber nun mal Spaß beiseite. Meine Kreuztechnik, die ich mir immer wieder bekräftigen muss (trotz bereits ca. 10.000 gekreuzten Fragen in vier Monaten harter Vorbereitung), basiert auf folgenden 12 Punkten:

  1. Lies den Text genau und unterstreiche die entscheidenden Fakten!
  2. Lies die Frage genau – was will das IMPP überhaupt wissen???!!!
  3. Genau hinsehen, ob der erste Gedanke als Antwortmöglichkeit angeboten wird!
  4. Wenn JA, (höchstwahrscheinlich) richtige Lösung!
  5. Wenn NEIN, Antwortmöglichkeiten einzeln durchgehen und mit falsch, ??, oder richtig markieren!
  6. Der erste Gedanke ist (zumindest bei mir) oft der richtige!!!
  7. Vertraue auf dein Bauchgefühl- (mein Bauch weiß mehr als mein Hirn)!!!???
  8. Verstricke dich nicht in langen Gedankengängen, denn dann beantwortest du die Frage falsch!!!
  9. Entscheide dich und setze dein Kreuz! Bei absoluter Unsicherheit und nur im äußersten Notfall kann evtl. später zur Frage zurückgekommen werden.
  10. Sofort in den Lösungbogen übertragen – so vermeidest du Übertragungsfehler!
  11. Keine Verbesserungen nach längerem Nachdenken – das geht schief!!! Erinnere dich dabei ans Physikum!!
  12. Jeder warnt und weiß: Keine Korrekturen, auch wenn es schwer fällt – vielleicht werden 2 von falsch zu richtig, dafür 5 von richtig zu falsch…

Vielleicht habt ihr ähnliche Pläne, die ihr in die Tat umsetzen wollt! Lasst es uns wissen!

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 von Jenny am 17. April 2009

Question!

Lange hat sie nun euch und mich durch die Lernphase begleitet: Die 3 Stexdose Fragezeichen oder kurz unsere geliebte D3SDFZ!!! Fast täglich haben wir nach Hinweisen für Diagnose, Symptom, Syndrom oder Medikament gesucht. Ich hoffe, dass sie euch mindestens genauso viel Spaß gemacht hat wie mir! Vielen Dank, an die Leidensgenossen, die kommentiert haben und vielen Dank an die, die „still und heimlich“ gelesen und mitgemacht haben. In der Hoffnung, dass vieles davon in unseren Köpfen hängen geblieben ist…

Zum Abschluss möchte ich euch noch folgende D3SDFZ mit auf den Weg geben:

  1. Was sind zwei Chirurgen und ein EKG???
  2. Wie deutet ein Urologe ein EKG???
  3. Was ist der Unterschied zwischen Chirurgen, Internisten, Pathologen und Psychiatern???

Viel Spaß mit der „letzten“ D3SDFZ!!!

Eure Jenny

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 von Jenny am 16. April 2009

Schilderwald

Aufgestanden nach einer langen, schlaflosen Nacht. Übelkeit schon in der Früh. Mich ansehnlich hübsch gemacht. Lassis für meine lieben Leidensgenossen und mich besorgt. Nur noch einen Anwohnerparkplatz erwischt. Zu spät in der Bibliothek gewesen. Innere, genauer Endokrino, wiederholt. Den Eindruck gehabt, dass ich nichts weiß. Expressfälle in Urologie und Chirurgie gelesen. Ohne Konzept durch den Tag. Zum Mittag gab es Salat und Bionade. Glücklicher hat mich das nicht wesentlich gemacht. Rheuma überflogen und mir eingebildet, was davon alles dran kommen kann. Abgeschlossen. DVD gestartet und alle falschen Fragen von 04/08 gekreuzt. Lief super. Kein Wunder, die Fragen sind in meinem Gedächtnis. Zu früh aus der Bibliothek geflüchtet. Auto mit Strafzettel signiert. Gefrustet nach Hause. Keine Unterlagen mehr angerührt. Dafür gab es Spaghetti mit Pesto und TV.

So ein Tag wie heute- bitte nicht mehr vor Dienstag!!!

Die Lust zu Lernen schwindet. Die Kraft auch. Meine Nahrungsaufnahme lässt nach und der Stressfaktor steigt. Keine Panik, bald ist es vorbei!!! Aber vorher geht es erst noch richtig los… am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag!!!

Uns allen weiterhin Kraft und Durchhaltevermögen für die letzten Tage. Dranbleiben – ein Ende ist in Sicht!

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