Raising a voice for the homeless

Liebe Leser,

das Hammerexamen der Medizin im April 2009 schließt so langsam aber sicher seine Pforten. Doch es gibt da eine Person, die sich neben der eigenen Prüfungsvorbereitung freiwillig für ein Projekt des Miteinanders engagierte und so mit ihren Artikeln hier auf STEXDOSE vielen fleißig Lernenden die Examenszeit erträglicher machte und dadurch festhielt, was folgende STEXler-Generationen weiterbringen wird: JENNY.

Ihr möchte ich hiermit vor den Augen der Welt ein tief empfundenes „DANKESCHÖN“ zusenden. Aus meiner Sicht hat sie wirklich Großartiges geleistet.

Ist es mir eine große Freude, euch heute IHRE Sicht auf die Dinge in einem weiteren STEXDOSE-Interview zu präsentieren – die Sicht eines Kämperherzens.

STEXDOSE.de: Liebe Jenny, zunächst noch einmal meinen herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss deines Hammerexamens! Wie fühlt er sich heute für dich an?

Jetzt, einen knappen Monat später leider schon viel zu weit weg! Wege zu neuen Gipfel tun sich auf und stellen schnell kleinere Gipfel, die man soeben noch im Sturm mit Stolz erobert hat, in den Schatten…

STEXDOSE.de: Du warst die erste Examensbloggerin auf STEXDOSE.de, die sich aus eigenem Antrieb heraus für dieses Projekt engagiert hat. Warum?

Mich beeindruckte deine Vision einen Austausch für Mediziner in dieser heißen Phase kurz vor Ende des Studiums zu schaffen. Eine intensive Zeit erforderte intensive Maßnahmen. Neues kennenlernen, verborgene Fähigkeiten entdecken und auch einander helfen und Tipps geben waren meine Beweggründe, euch so an meinem Leben Teil haben zu lassen.

STEXDOSE.de: Der Zeitfaktor spielt beim Lernen eine entscheidende Rolle. Wie bloggt man, wenn man lernt?

Beim Lernen, Lesen und Kreuzen habe ich mir stets Notizen gemacht – für mich selbst und meist auch für den Blog. Wenn ich eine gute Struktur erarbeitet, Merksätze entwickelt oder Listen erstellt hatte, habe ich sie abends nach getaner Arbeit sozusagen ins Netz gestellt und so für mich einen zusätzlichen Lerneffekt erzielt.

STEXDOSE.de: Und wie lernt man, wenn man bloggt?

Das eine lebt vom anderen – lernen ging nicht mehr ohne bloggen und bloggen sowieso nicht ohne lernen.

STEXDOSE.de: Lass uns doch gleich zu deiner Lernstrategie übergehen. Nach welchem Plan hast du gelernt und wie hast du deine Wochen und Tage gestaltet?

Ich habe versucht täglich meinen Rhythmus beizubehalten: morgens lesen und lernen, mittags und abends kreuzen und Fälle bearbeiten. Dazwischen immer wieder Verschnauffpausen mit Latte Macchiato Vanille.

STEXDOSE.de: Worin würdest du im Nachhinein mehr bzw. weniger Zeit und Kraft investieren?

Ich würde alles genauso wieder machen!

STEXDOSE.de: Wenn ich mal einen schlechten Tag hatte, dann…

… habe ich mich mit Sport abgelenkt, von guten Gesprächen inspirieren lassen und nicht zuletzt mir selbst und hoffentlich dem ein oder anderen auch mit meinen STEXDOSE-Artikeln neuen Mut gemacht.

STEXDOSE.de: Die lustigste Begebenheit, die ich während meiner Lernzeit erlebt habe:

An eine konkrete Situation kann ich mich nicht erinnern – soviel gelacht wie in der Examensvorbereitung habe ich allerdings nicht in anderen Lernzeiten! Man ist einfach freaked out…

STEXDOSE.de: Wenn ich jetzt an die Lernzeit zurückdenke, dann vermisse ich am meisten…

… auf dieses eine konkrete Ziel hinzuarbeiten und sonst alles andere in den Hintergrund treten zu lassen. Es gibt in dieser Zeit eine Priorität, die man täglich klar vor Augen hat.

STEXDOSE.de: Und zum Abschluss – einen letzten Satz für all die STEXler da draußen, die Ihr Staatsexamen noch vor sich haben und überlegen, ob sie nicht auch LIVE davon hier auf STEXDOSE.de berichten sollten:

Dazu fällt mir nur eine Liste ein:

  • Probieren geht über Studieren!
  • Bloggen macht Spaß!
  • Bloggen hilft in guten wie in schlechten Zeiten!
  • Ihr wiederholt freiwillig und gerne Lernstoff!
  • Ihr könnt nur gewinnen!


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