Runaway

Liebe Leidensgenossen,

es ist nicht zu glauben: da lernt man Wochen, Monate und Jahre und lernt doch nie aus! Zur Zeit kann ich nicht klassifizieren, ob mein Gedächtnis ein Sieb ist und ich all das schon einmal wusste, oder ob ich gerade vieles neues dazu lerne. Wie auch immer! Was sein muss, muss sein!

Der Morgen begann mit einer ausgiebigen Portion Orthopädie und Unfallchirurgie in Frage und Antwort; zur kurzen und schnellen Repitition u.a. mit folgende Basics:

  • Die vordere Schulterluxation ist die häufigste und kann eine Hill-Sachs-Delle am Humeruskopf oder eine Bankart-Läsion am Glenoid hinterlassen.
  • Die Rotatorenmanschette besteht aus dem M. subscapularis (Stichwort: Painful-arc und Impingement), dem M. infra- und supraspinatus und dem M. teres minor.
  • Der Tennisellenbogen ist eine Epicondylopathia radialis humeri und ist gekennzeichnet durch Druckschmerzhaftigkeit am Epicondylus radialis humeri als Ursprung der Hand- und Fingerextensoren. Zuerst werden konservative Maßnahmen wie Kältetherapie, Iontophorese, Salbenverbände und Ruhigstellung versucht. Operativ gibt es die Möglichkeit nach Hohmann (Durchtrennung der schmerzhaften Muskelansätze) oder nach Wilhelm (zusätzliche Denervierung radialer Äste).
  • Der Klumpfuß ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Pes equino-varo-adducto-excavato mit typischer Wadenatrophie.
  • Arthrosezeichen im Röntgen sind Gelenkspaltverschmälerung, subchondrale Sklerosierung, Osteophyten und Geröllzysten.

Die HNO begeisterte mich am Nachmittag mit den DD der Angina (schön, dass ich dazu schon einen Artikel für unsere schriftliche Prüfung verfasst hatte), den DD der Epistaxis und den Sinusitiden. Für mich kann ich zur Zeit nochmal betonen, wie toll ich es finde ein klinisches und dazu noch operatives Fach vertiefen zu dürfen!

Freunde, ich drück euch morgen nochmal feste die Daumen– denn dann bin ich mit noch mehr Ärzten befreundet- wie schön!!!

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