von Jenny am 28. Mai 2009

Cheesy Teamwork Poster

Liebe Kolleginnen und Kollegen (in spe),

monate-, wochen- und stundenlang haben wir zusammen gelernt, geschwitzt, gezittert und gelitten! Nun ist der Tag endlich gekommen, an dem meine Mädels, die mir tapfer Tag für Tag zur Seite standen und ich Ihnen, endlich vollzählig Ärztinnen sind. Es hat sich mal wieder gezeigt, dass Teamwork hilft, unterstützt und Laune macht! Unglaublich, wie uns Dreien das nochmal so kurz vor Ende unseres Studiums bewusst geworden ist. Obwohl bereits Zwei von uns Dreien fertig waren, halfen und unterstützen wir unsere Letzte im Bunde tapfer. Begeistert bin ich von diesem Einsatz. Er hat mir Mut gemacht für die Zukunft. Denn es hat mir zumindest wieder gezeigt, wie wichtig Teamwork ist. Zuletzt wurden unsere Leistungen mit gut, gut und sehr gut bewertet. Alleine wäre das vielleicht so nicht möglich gewesen…

Wir hätten bestimmt das Examen auch als Einzelkämpfer geschafft. Aber nicht mit soviel Spaß, Freundschaft, Aufmunterung und verständnisvollen Worten und Taten füreinander!

An alle, die nach uns kommen- bedenkt was ihr vor Euch habt, was Ihr leisten müsst und wie Ihr das zusammen schaffen könnt!

DANKE Mädels, für diese intensive Zeit!!!

Eure Jenny

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Bewertung: 4.7/5 (24 Stimmen)
 von Jenny am 18. Mai 2009

The border of the forest

15. Mai 2009: Dieser Tag wird mir ewig in Erinnerung bleiben:
Bestätigt wurde mir vom Landesprüfungsamt Dresden meine befriedigende Leistung in der schriftlichen Prüfung.

Zusätzlich habe ich gute Leistungen in der mündlichen Prüfung geschafft, für die ich nochmal alle Kraftreserven mobilisieren musste, die ich nach dem harten schriftlichen Teil noch aufbringen konnte!

Vorzustellen hatte ich die Anamnese einer höchst liebenswürdigen Patientin mit rheumatoider Arthritis. Danach musste ich der Prüfungskommission noch Rede und Antwort stehen. Meinen Kommilitonen blieb auch dieser Tag nicht erspart und so schlugen sie sich ebenfalls tapfer.

Am Freitag dann saßen wir, gekämmt und gebügelt, in netter Runde zum letzten Termin zusammen und mussten noch einmal unser geballtes Wissen unter Beweis stellen.
Befragt wurden wir im regelmäßigen Wechsel.

Angefangen hat der vorsitzende Orthopäde mit mir: „Ein ca. 60 jahre alter Patient kommt zu ihnen mit Rückenschmerzen…“ – meine letzten Endes gestellte Diagnose lautete Plasmozytom mit Sinterungsfraktur dreier Wirbelkörper. Unsicher war ich nur in der Unterscheidung zwischen Vertebro- und Kyphoplastie.

Meine nächste Runde war internistischer Art und eine akute gastrointestinale Blutung musste behandelt werden. Kurzerhand vergaß ich im ersten Anlauf die Gerinnung zum BB zu ordern und verzockte die Erläuterung des Kreuzblutes.

Die Professorin für HNO legte mir ein Foto mit einer jungen Patienten vor, die ein dickes Auge hatte – meine Diagnose lautete: Orbitalphlegmone und ich startete mit der Erläuterung der Nasennebenhöhlen. Zur Pneumatisation dieser war ich jedoch überfragt, doch jetzt weiß ich es: Zuerst pneumatisieren die Sinus ethmoidales, zuletzt der Sinus sphenoidalis.
Dann bekam ich noch ein weiteres CT zur Begutachtung mit der Diagnose Tumor im Sinus sphenoidalis.

Meine letzte Runde widmete ich dem Professor für Kinderchirurgie: „Nennen sie gutartige Tumore!“. Meine Aufzählung lautete: Lipome, Fibrome, Papillome, Myome, Hämangiome. Mir war in diesem Moment, dank der Altprotokolle, klar, dass er auf diese auch hinaus wollte. Und so erläuterte ich die Hämangiome im Kindesalter samt Therapie, womit er trotz kleiner Fehler meinerseits recht zufrieden schien.
„Eine Mutter mit einem 6 Monate alten Säugling kommt zu ihnen und vermutet, dass die Fontanellen verknöchert sind.“ Oh, mein Gott!!! Ich hangelte mich letztlich hilflos durch dieses Thema und er sagte, dass er eigentlich gar nicht darauf hinaus wollte (!??).
Meine letzte Frage dieser Prüfung war: „Was ist ein D-Arzt?“. D steht für Durchgangsarzt und jeder Patient muss nach einem Arbeitsunfall laut Auflagen der Unfallversicherung (BG) zur Vorstellung zum D-Arzt.

„Vielen Dank“, hieß es dann.

In diesem Moemt war ich erlöst und konnte nur noch grinsen. Ich konnte es nicht beeinflussen, mich nicht zusammenreißen! Immer wieder überkam mich dieses glückliche Lächeln. Ich wusste, dass es geschafft war – und noch dazu nicht allzu schlecht! Zur Beratung der Noten wurden wir rausgeschickt. Auf mich warteten da bereits die ersten Freunde – mit Sekt und Blumen!

Als der Orthopäde uns wieder reinrief, hieß es dann: „Wir haben uns entschieden niemandem mit einer sehr guten Leistungen zu belohnen.“ Na gut, da können wir bestimmt alle mit leben und d.h., „gut“ steht aus.
„Wir belohnen die beste Leistung mit gut.“ Meine Freude war riesig! Nach einem kurzen Gespräch über die Prüfung und unsere Zukunft, stürmte ich aus dem Konferenzraum und in die Arme meiner Freunde.
Zugeben muss ich dann auch noch, dass ich einige Tränen der Anspannung, der Freude und der Erleichterung nicht zurück halten konnte, vor allem, als ich mit meinen Lieben zu Hause telefoniert habe.

Nun heißt es, weiterhin lernen – und zwar, wie man seine zurückgewonnene Freiheit genießt, Pläne schmiedet und sich neue Wege erschließt. Und da werde ich gespannt sein, wie es in Zukunft für mich weitergeht.

I did it my way – and now i am ready for a new one!

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 von Jenny am 16. Mai 2009

Spuren am Strand

Wege

fordern Bewegung,

machen uns Beine,

sind ausgetreten oder neu.

Sie führen uns zu vertrauten Plätzen

oder ins Ungewisse,

sie machen Hoffnung,

bergen Spannung.

Wege verzweigen sich in Auswege, Umwege, Irrwege,

gerade oder verschlungene Wege.

Am Ziel jedoch solltest du sagen können:

I did it my way!

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185

Achtung!!!

Allen Hochrechnungen zum Trotz steht nun die offizielle Zahl, die über Bestehen und Nicht-Bestehen des diesjährigen Hammerexamens entscheidet, fest- das IMPP bzw. die Referenzgruppe aller Teilnehmer haben die 185 unter sich ausgemacht! Allen, die diese Grenze erreicht haben und das sind in meinem engen Freundeskreis, dem Himmel sei Dank, nun alle (freu, freu), sage ich Herzlichen Glückwunsch und Respekt vor dieser Leistung! Allen, die es dieses Mal nicht geschafft haben, trösten in diesem Moment wahrscheinlich keine Worte. Von mir nur soviel: Lasst euch auffangen von euren Lieben, überwindet dieses Trauma und kämpft weiter für euren großen Traum! Ihr habt es bis dahin geschafft und werdet den Gipfel schon im nächsten Herbst erklimmen und die Erinnerung an diese schwierigen Zeiten werden verblassen!

Vorerst genug von mir- alles Gute

Eure Jenny

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 von Jenny am 10. Mai 2009

lumpen auf stacheldraht

Es ist Sonntag. Die Sonne scheint. Schon wieder sitze ich am Schreibtisch und verpasse einen weiteren Frühlingstag. Wo mir dabei der Kopf steht, weiß ich selbst gerade nicht. Es ist nicht mehr lange, sage ich mir ständig, reiss dich zusammen! In weniger als einer Woche ist endlich alles vorbei, egal wie, aber vorbei! Meine Kommilitonen, die noch mehr Zeit zum Lernen haben, beneide ich keines Wegs. Je früher fertig, desto besser! Diese ewige Lernerei war eine zeitlang horizonterweiternd und spannend, die Kür und Krönung der letzten Jahre unseres Studiums, nach Wochen dazu auch noch anstrengend und mittlerweile nur noch Pflichtprogramm, zumindest für mich. Gefangen zwischen all den Büchern, meinen Bergen an Papieren mit geballtem Wissen und gefesselt an den Schreibtisch, will ich nun endlich meine Freiheit!

Ich hoffe, dass all die Kollegen, die schon fertig sind, ihre Freiheit zu schätzen und zu genießen wissen- denn auch das, muss nach so einer langen Zeit erstmal wieder gelernt werden!!!

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Bewertung: 4.8/5 (20 Stimmen)

… HNO ein sehr spannendes und interessantes kleines und auch noch operatives Fach ist, wenn da nicht das Ohr wäre. Allein in die Tiefe eines Ohres abzutauchen und alle physiologischen Vorgänge zu verstehen, finde ich schwierig. In unserem Métier kommen dann noch die pathologischen Vorgänge dazu- ein ganz schöner Batzen für so ein „kleines“ Fachgebiet. Abgesehen von Weber und Rinne gibt es noch weiter hundert Möglichkeiten eine otologische Diagnostik durchzuführen, das Trommelfell in Schwingung zu versetzen und zu vermessen, die OEAs zu messen oder eine BERA zu machen. Da soll der gemeine Nicht-HNOler mal Haltung bewahren. Schließlich gibt es ja noch den Hals und die Nase samt der Nebenhöhlen, in denen es auch einiges zu entdecken gibt. Ihr seht, dass ich momentan mit nur einem Fach schon völlig ausgelastet und belastet bin, wenn da nicht noch drei andere etwas größere Fächer wären!!! Aber welches andere Organ bietet uns sonst einen Hammer, einen Amboss, einen Steigbügel und eine Schnecke mit einem Haus mit ovalem und rundem Fenster??? – ich kenne sonst keins!!!

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Herz 1

An alle Herzensbrecher unter uns:

Aus gegebenem Anlass (:-)) möchte ich um eure Aufmerksamkeit bitten, damit es in der mündlichen Prüfung nicht zu zusätzlichem Herklopfen oder sogar zu Herzrhythmusstörungen kommt…

  • Herztöne sind Schallphänomene, die während der Herzakion auftreten.
  • Zur kardialen Auskultation immer zeitgleich den Puls messen, denn nur so kann der 1. vom 2. HT unterschieden werden.
  • Die kardiale Auskulatation erfolgt bevorzugt in angehaltener Exspirationjnm
  • Der ERB-Punkt ist der zentrale Auskultationspunkt des Herzens, an dem fast alle HG hörbar sind und liegt im 3. ICR links pararsternal.
  • Funktionelle HG ohne unmittelbar kardiale Ursachen, z.B. Strömungsgeräusche bei erhöhtem HZV bei Fieber oder Anämie.
  • Akzidentielle HG ohne Krankheitswert, die oft lageabhängig sind- Auskultation im Sitzen und im Liegen.
  • 1. HT ist der Schlusston der Mitral- und Trikuspidalklappe zusammen mit Anspannungston der Ventrikelmuskulatur.
  • 2. HT ist der Schlusston der Aorten- und Pulmonalklappe.
  • Auskultationspunkte: „RAT bedeutet rechts Aortenklappe und Trikuspidalklappe“
    • Aortenklappe: 2. ICR rechts parasternal
    • Pulmonalklappe: 2. ICR links parasternal
    • Trikuspidalklappe: 4. ICR rechts parasternal
    • ERB-Punkt: 4. ICR parasternal
    • Mitralklappe: 5. ICR links mediclaviculär
  • Systolikum:
    • Aortenstenose: hochfrequentes, Crescendo-Decrescendo mit Fortleitung in die Carotiden
    • Pulmonalstenose: lautes Cr.-Dec., gespaltener 2. HT, Fortleitung nach supraclaviculär
    • Trikuspidalinsuffizienz: leises holosystolisches Decresc.
    • Mitralinsuffizienz: leiser 1. Ht, holsystolisches bandförmiges Geräusch oder Decr.
  • Diastolikum:
    • Aorteninsuffizienz: gießendes Decrescendo, verstärkt bei Exspiration
    • Pulmonalisinsuffizienz: leises Decr.
    • Trikuspidalstenose: lauter 1. HT, rumplendes Cresc.
    • Mitralstenose: paukender 1. HT, niederfrequent, Fortleitung in die Axilla
  • Lautstärke der Auskultationsphänomene nach Levine:
    • wird in 1/6 bis 6/6 angegeben- MERKE: 1/6 hört nur der Chef 🙂
    • können durch Adipositas, Pleura- und Perikardergüsse und Lungenemphysem verringert werden.
  • Extrakardiale Geräusche:
    • Reibegeräusch: Perikarditis
    • Pulssynchrone Geräusche: Strömungsgeräusche, bes. in der Aorta
    • Knarrende Geräusche: Pleurareiben/ – knarren
    • Dauergeräusche: bei Kinder offener Ductus Botalli
    • Metallische Klicks: künstliche Herzklappen
  • Klangcharakter:
    • Rau ist die Aortenstenose
    • Rumpelnd ist die Mitralstenose
    • Blasend ist die Mitralinsuffizienz oder Aorteninsuffizienz
    • Maschninegeräusch macht ein offener Ductus Botalli
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Runaway

Liebe Leidensgenossen,

es ist nicht zu glauben: da lernt man Wochen, Monate und Jahre und lernt doch nie aus! Zur Zeit kann ich nicht klassifizieren, ob mein Gedächtnis ein Sieb ist und ich all das schon einmal wusste, oder ob ich gerade vieles neues dazu lerne. Wie auch immer! Was sein muss, muss sein!

Der Morgen begann mit einer ausgiebigen Portion Orthopädie und Unfallchirurgie in Frage und Antwort; zur kurzen und schnellen Repitition u.a. mit folgende Basics:

  • Die vordere Schulterluxation ist die häufigste und kann eine Hill-Sachs-Delle am Humeruskopf oder eine Bankart-Läsion am Glenoid hinterlassen.
  • Die Rotatorenmanschette besteht aus dem M. subscapularis (Stichwort: Painful-arc und Impingement), dem M. infra- und supraspinatus und dem M. teres minor.
  • Der Tennisellenbogen ist eine Epicondylopathia radialis humeri und ist gekennzeichnet durch Druckschmerzhaftigkeit am Epicondylus radialis humeri als Ursprung der Hand- und Fingerextensoren. Zuerst werden konservative Maßnahmen wie Kältetherapie, Iontophorese, Salbenverbände und Ruhigstellung versucht. Operativ gibt es die Möglichkeit nach Hohmann (Durchtrennung der schmerzhaften Muskelansätze) oder nach Wilhelm (zusätzliche Denervierung radialer Äste).
  • Der Klumpfuß ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: Pes equino-varo-adducto-excavato mit typischer Wadenatrophie.
  • Arthrosezeichen im Röntgen sind Gelenkspaltverschmälerung, subchondrale Sklerosierung, Osteophyten und Geröllzysten.

Die HNO begeisterte mich am Nachmittag mit den DD der Angina (schön, dass ich dazu schon einen Artikel für unsere schriftliche Prüfung verfasst hatte), den DD der Epistaxis und den Sinusitiden. Für mich kann ich zur Zeit nochmal betonen, wie toll ich es finde ein klinisches und dazu noch operatives Fach vertiefen zu dürfen!

Freunde, ich drück euch morgen nochmal feste die Daumen– denn dann bin ich mit noch mehr Ärzten befreundet- wie schön!!!

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Lasers in a dance club

Die Sonne strahlte mir schon freudig entgegen und der Frühling näherte sich ein Stück weiter Richtung Sommer- ohne mich! Mal wieder wälzte ich Bücher, als ob ich die letzten Monate nichts anderes getan hätte, las, lernte, schrieb schlaue Dinge auf und erweiterte so meine wilde Zettelwirtschaft.

Zum Frühstück gab es Orthopädie und Unfallchirurgie in Frage und Antwort. Das Lexikon der Blickdiagnosen versüßte mir den Mittaag mit einem Hauch Differentialdiagnosen der Heiserkeit. Nun genehmige ich mir noch einen guten Tropfen Hämangiome und ihre Therapiemöglichkeiten, samt Differenzierung zu angeborenen Gefäßneubildungen im Kindesalter. Wenn man das mal nicht eine ausgewogene Mahlzeit nennen kann! Dabei sollte man die Packungsbeilage gründlich im Herold studieren, damit es nicht zu Überdosierungen kommt. So verabreichten wir uns zu guter Letzt eine internistische Prüfungssituation aus der entsprechenden Kombination: Thrombophlebitis, Phlebothrombose, Lungenembolie, Myokardinfarkt („Time is myocardium!“), Vorhofflimmern.

Ein richtig gutes Konzept, wie in der Vorbereitung aufs Schriftliche, habe ich bisher noch nicht entwickelt und ich weiß auch noch nicht so genau, wohin die Reise gehen wird. Aber ich habe ja auch noch 11 Tage es herauszufinden.

Morgen ist ein neuer Lerntag mit neuen ausgewogenen Kombinationen zur Erweiterung meines medizinischen Horizonts- denn wie ich immer wieder lerne: man lernt NIE aus!!! Oder wusstet ihr, dass man einen Nd-YAG-Laser mit einer Leistung von 120 W und einer Eindringstiefe von bis zu 6 mm, hervorragend zur Behandlung nodöser-kavernöser Hämangiome nutzen kann?!

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Joaquin y sus 9 meses

Liebe Leute groß und klein,

heute les‘ ich mich in die Kinderchirurgie ein. Das reimt sich! Soweit treibt mich dieser Stoff also schon! Da heute Feiertag ist und somit meine eigentliche Lernhölle geschlossen hat, muss ich mich zu Hause hinter meinen Schreibtisch klemmen und mich dazu zwingen etwas Produktives zu schaffen! Zuerstmal Wäsche gewaschen und die Wohnung auf Hochglanz gebracht- was man nicht alles tut, nur um nicht lernen zu müssen. Am liebsten würde ich meine gesamte Wohnung umstellen, renovieren und dekorieren… Aber das muss erstmal warten, denn in zwei Wochen hab ich noch ein, zwei Termine, die bewältigt werden müssen.

Gestern habe ich mir sämtliche Protokolle, die wir auftreiben konnten, durchforstet und dabei sondiert, welche Prüfungsthemen immer wieder gefragt werden. Trotz meiner Liebe zur Chirurgie liegt mir zur Zeit die Kinderchirurgie, die wohl von unserem Prüfer genau abgefragt wird, am schwersten im Magen. Die HNO-lerin prüft relativ gängige Themen wie Facialisparese, Otitis media, DD Heiserkeit, DD Schwindel und einige Diagnostische Test, die mir eher Schwierigkeiten bereiten werden. Der Orthopäde, gleichzeitig unser Prüfungsvorsitzender, fragt quer durch die Orthopädie, dafür aber sehr genau! Und unser Internist wird uns ein EKG und eine Endoskopiebild vorlegen; zusätzlich sollen wir eine internistsiche Untersuchung erklären, samt Herzperkussion, die ich ehrlich gesagt noch nie durchgeführt habe! Wie ihr sehen könnt, gibt es viel zu tun in den nächsten zwei Wochen! Wieder müssen wir einiges an Nerven und Schweiß in dieses Examen investieren.

Gelernt wird nach den Prüfungsprotokollen sowie allgemeine häufige Krankheitsbilder, frei nach dem Motto:

  • Anamnese,
  • Definition,
  • Differentialdiagnosen,
  • Ätiologie,
  • Pathophysio (wenn möglich),
  • Klinik,
  • Diagnostik,
  • Therapie,
  • Prognose!

Somit nun erstmal ein frohes Schaffen am Tag der Arbeit- wie passend!

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