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Es ist soweit: Meine Prüfer stehen nun offiziell fest! Den Vorsitz führt ein Orthopäde, der Internist ist Chef der Rheumatologie eines peripheren Lehrkrankenhauses, der Chirurg ein habilitierter Kinderchirurg und mein 4. Prüfungsfach… *Trommelwirbel*…:  HNO!, vertreten durch eine Dame der Universitätsklinik.

So weit, so gut. Pathologie und Pharmakologie sind es also doch nicht geworden. Dafür habe ich nun das Vergnügen mich näher mit Kinderchirurgie zu beschäftigen und der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde näher zu kommen! Was mir da also die nächsten zwei Wochen schlaflose Nächte bereiten wird, werdet ihr hier sozusagen life miterleben.

Jetzt heißt es erstmal Prüfungsprotokolle besorgen, sich mit Prüfungsgruppe organisieren und treffen… und lernen, lernen, lernen!!!

Ich hoffe, dass viele ihre Wunschkombination treffen bzw. ihre Albtraumkombination verfehlen und gute Prüfer haben werden!!!

Eure Jenny

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Trauma

Hallo Leute,

es folgt die Auflösung unserer TOP TEN Basics der Chirurgie– damit die mündliche Prüfung kein Trauma wird: zwar scheinen die Fragen nach Basics sehr einfach, aber manchmal fällt es doch schwer kurzfristig und schnell eine Definition an den Mann oder die Frau zu bringen!

  1. Was ist eine Fraktur und was sind unsichere und sichere Frakturzeichen?
    • Fraktur bedeutet wörtlich übersetzt Bruch und ist eine Kontinuitätsunterbrechung eines Knochens unter Bildung einzelner oder mehrerer Fragmente mit oder ohne Dislokation.
    • Unsichere Frakturzeichen sind Hämatom, Schwellung, Schmerz, Functio laesa.
    • Sichere Frakturzeichen sind Krepitation, groteske Achsenverschiebung, abnorme Beweglichkeit, offene Fraktur, röntgenologischer Nachweis einer Fraktur.
  2. Was ist die häufigste Fraktur des Menschen?
    • Colles-Fraktur, ist eine distale Radiusfraktur und entsteht bei einem Extensionstrauma.
  3. Wie können Frakturen eingeteilt werden?
    • nach der AO-Klassifikation (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese mit Sitz in Davos): berücksichtigt wird die Nummerierung der Körperregion: 1 ist Humerus, 2 Radius und Ulna, 3 Femur, 4 Tibia und Fibula, 5 Wirbelsäule, 6 Becken, 7 Hand, 8 Fuß, 9 Schädel und Mandibula; die Positionierung innerhalb der Region: 1 proximal, 2 diaphysär, 3 distal; weiter geht es mit A-C wie folgt: A für einen einfachen Bruch, B steht für einen Keilbruch, C für eine komplexe Fraktur im Rahmen von Schaftfrakturen, bei Gelenkfrakturen steht A für extraartikulär, B für partielle Gelenkfraktur und C für eine vollständige Fraktur.
  4. Welche Komplikationen bergen Frakturen an sich und worin bestehen postoperative Gefahren?
    • Störungen von DMS, Infektion, Osteomyelitis, Kompartementsyndrom, Fettembolie, Pseudarthrosen, Arthrosen, Mb. Sudeck bzw. CRPS
  5. Wie wird ein Polytrauma definiert?
    • Ein Polytrauma wird definiert als mehrere gleichzeitige Verletzungen verschiedener Körperregionen, von denen mindestens eine Verletzung oder die Kombination der Verletzungen lebensbedrohlich für den Patienten sind (Definition nach Tscherne).
  6. Was ist ein Akutes Abdomen und welche DD gibt es?
    • Das Akute Abdomen ist eine akute Manifestation von Erkrankungen des Bauchraums und solchen, die sich in den Bauchraum projizieren, zügig diagnostiziert und therapiert werden müssen. Verursachend können sein: Entzündungen und/oder Perforationen und/oder Verschluss eines Hohlorgans, Durchblutungsstörungen, Intraabdominelle Blutungen, Trauma; extraabdominell können ursächlich sein: Myokardinfarkt, Pneumonie, Nierenkolik, Niereninfarkt, Adnexitis, EU, Diabetes mellitus, Diskusprolaps u.v.m.
  7. Was ist ein Abszess, ein Empyem, eine Phlegmone, ein Erysipel?
    • Abszess = eitrige Gewebseinschmelzung, die durch einen Granulationswall abgekapselt ist, meist durch Staph. aureus verursacht.
    • Empyem = Eiteransammlung in präformierter Körperhöhle, wie Gallenblase, Pleura, Gelenk, meist durch Staph. aureus verursacht
    • Phelgmone = diffuse, flächenhafte Entzündung der Kutis/ Subkutis ohne Membran- oder Kapselbildung, meist verursacht durch Streptokokken am Handrücken oder in der Hohlhand in Form einer „V-Phlegmone“
    • Erysipel = Wundrose, scharf abgegrenzte flammende Rötung mit AZverschlechterung, Fieber, Schmerzen, verursacht durch Streptokokkus pyogenes
  8. Was unterscheidet die primäre von der sekundären Wundheilung?
    • Primäre Wundheilung: Verschluss glatter Wundränder bei gut durchblutetem Gewebe, ohne Fremdkörper, Infektionen und bei keinen Gewebsdefekten. Die Versorgung sollte primär innerhalb der ersten 6-8 Stunden erfolgen.
    • Sekundäre Wundheilung: offene Wundheilung, bei Wunden, die nicht primär verschlossen werden können. U.a. bei infizierten Wunden, großen Defekten, tophischen Störungen, Bisswunden und Wunden, die länger als 8 Stunden (in Ausnahmefällen 12 Stunden) bestehen.
  9. Wann werden Fäden entfernt?
    • an den Extremitäten und am Stamm am 8.-10. Tag und im Gesicht nach 3-5 Tagen.
  10. Wie werden Verbrennungen klassifiziert und behandelt?
    • Grad 1: Rötung und leichte Schwellung der Haut, Schmerzen, Epidermis betroffen, vollständig reversibel
    • Grad 3: Blasenbildung, starke Schmerzen, Epidermis und Dermis betroffen, bei 2a vollstädnige Heilung, bei 2b mit Narbenbildung
    • Grad 3: Nekrosen, keine Schmerzen, da Nervenendigungen zerstört sind. Dermis und Subkutis betroffen, irreversible Schäden
    • Grad 4: Verkohlung, keine Schmerzen, alle Hautschichten, einschließlich der darunter liegenden Knochen/Faszien, irreversibel
    • Therapie: Kühlung, Volumensubstitution, Therapie von Sepsis und MOV, chirurgisch: Escharotomie, Debridement, Nekrosenabtragung; plastische Operationen zu späterem Zeitpunkt
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Trauma

Hallo Leute,

hier mal wieder ein Lebenszeichen von meiner Wenigkeit: lernen läuft zur Zeit eher ein wenig langsam an, dafür gründlich! Mein Lieblingsfach Chirurgie lernt sich aber auch mal gerne und gut. Zur Zeit stehen für mich weder Prüfer, noch 4. Prüfungsfach fest. Somit muss ich gerade ohne Prüfungsprotokolle lernen, was mir wichtig erscheint zu wissen! Dazu wieder einmal eine Liste der von mir wiederholten TOP TEN der Chirurgie, von denen ich denke, dass sie zu den Basics der Traumatologie und der Viszeralchirurgie gehören und wir uns diese Fakten immer wieder fragen und prüfen, damit die mündliche Prüfung kein Trauma wird:

  1. Was ist eine Fraktur und was sind unsichere und sichere Frakturzeichen?
  2. Was ist die häufigste Fraktur des Menschen?
  3. Wie können Frakturen eingeteilt werden?
  4. Welche Komplikationen bergen Frakturen an sich und worin bestehen postoperative Gefahren?
  5. Wie wird ein Polytrauma definiert?
  6. Was ist ein Akutes Abdomen und welche DD gibt es?
  7. Was ist ein Abszess, ein Empyem, eine Phlegmone, ein Erysipel?
  8. Was unterscheidet die primäre von der sekundären Wundheilung?
  9. Wann werden Fäden entfernt?
  10. Wie werden Verbrennungen klassifiziert und behandelt?

Die Antworten darauf, gibt es wie immer hier auf STEXDOSE… aber jetzt erstmal eine Runde durch den Park!

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 von Matthias am 27. April 2009

neurologiemindmap

Lieber STEXler,

ich habe Post bekommen:

Sandra, charmante Italienerin, fleissige Frühjahrs-STEXlerin und feste STEXDOSE-Leserin mit Medizinstudium in Deutschland, schrieb mit vor einiger Zeit aus Rovereto.
Sie fand neben der heißen Phase noch die Muße mir ihre Leidenschaft für eine ausgezeichnete, alternative Lernform mitzuteilen. Und weil ich ihr Deutsch schlicht super finde, drucke ich ihre Zeilen ab wie sie sind.

Sandra lernt gern mit MindMaps:

Hallo allerseits!

Hiermit wollte ich die Stexdosen-Fans meine Mindmamps Begeisterung mitteilen.

Ich habe ein Mindmaps Open-Source Software (also kostenlose Programm) aus dem Internet runtergelanden. In meinem Fall den XMind für OS X (MacProgramm), gibt aber noch viele andere. Da ich schon aus der Vorlesungszeiten diese Methode angewendet habe (damals noch Handzeichnung natürlich!), fand ich ganz hilfreich von diese immense ungeformte Masse an Informationen, die in meinem Kopf wirbeln, irgendwie eine Sorte Inhaltsverzeichnis zu bauen.
Die Mindmaps (mindesten meine) enthalten nicht die ganze Masse, sondern Schlüsselworter oder Bilder, die mir den ganzen Inhalt dann ins Gedächnis abrufen. Ein Beispiel hier Neurologie und speziell für die neurologische Kompression Syndrome:

neurologiekompressionsyndromemindmap

Wenn ich vor eine Frage über Medianus Kompression Syndrom stehe, dann helfen mir meine Mindmaps! Ich denke an meinen Händen in einer bestimmte Position (siehe Bild), daß sollte für mich heißen:

mittlere Position = Medianus – innerviert die Flexoren Muskel (da meine finger flektiert sind), M. Abductoris pollici brevis (da meine Daumen abduziert sind und ich kann sie nicht weiter adduzieren also die Bewegungmöglichkeit ist klein=kurz=brevis).

Anderes Beispiel: N. Radialis – da lege ich meine beide Hände wie in Figur zur radiale Seite … das sollte dafür sorgen, dass ich die Stellungen der Hände nicht tauschen kann! Also N. Radialis innerviert die Extensoren (meine Finger sind gestreckt), der Daumen ist abduziert, kann sich aber noch bewegen, daher großere Bewegungsmöglichkiet = großere Strecke = Longus. Sie sind in Supinationsstellung, daher M.supinator!

Zum Schluß der N. Ulnaris:
Hände zur ulnaren Seite zusammen gelegt, Daumen adduziert (nach außen also) und die Finger flektiert, Flexoren also.

Das nur als kleiner Abschnitt!

Schöner Gruß,

Sandra

Ich kann ihrer Begeisterung für MindMaps nur vehemend nickend zustimmen:
MindMaps
sind eine fantastische Möglichkeit komplexe Inhalte einfach darzustellen.
Das liegt unter anderem daran, dass die Inhalte miteinander verbunden sind, genau wie die Neurone unseres Gehirns. Im Grunde erstellt man wirklich ein Abbild der eigenen grauen Zellen.
Darum ist jede MindMap auch individuell. Und deswegen bleiben sie auch viel besser hängen als Tabellen oder Listen aus irgendeinem Buch.

Wie erstellt man nun eine MindMap?

Hier die drei wichtigsten Punkte für eine eine Gehirnkarte, die haften bleibt:

  1. Zentrales Thema (Fachrichtung, Syndromgruppe, Krankheitsbild, Medikamentengruppe, …) ins Zentrum
  2. Zweige der Wortlänge entsprechend anknüpfen
  3. Hinzufügen, was hilft: Bilder, Farben, Skizzen, Audios, etc.

Tony Buzan beschreibt das so:

Folgende Programme sind derzeit zum Erstellen von MinMaps auf dem PC verfügbar:

Wer es ganz natürlich mag, der greife einfach zu Papier und Stift.

Zusammenfassend möchte ich jedem empfehlen, dieses Hilfsmittel einmal für sich auszuprobieren. Möglicherweise bleibt damit sogar jetzt, kurz vor dem Testat aller Testate, etwas hängen, was ihr euch mehrfach konventionell habt versucht einzuprägen.
So könntet ihr beispielsweise ein Krankheitsbild ins Zentrum positionieren und aus dem Kopf versuchen mit 5 bis 7 Zweigen die Punkte Def., Patho, (Epi), Dia, Kli, The (und Prognose) abzuhandeln. So bin ich immer herangegangen.

Mit dem Lernen ist es wie im Sport: Neue Reize braucht der Körper. Und unser Verstand auch. Also:

Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Damit ein wirklich herzliches Dankschön an Sandra für ihr Engagement, euch allen weiterhin viel Erfolg beim Lernen und gut Kraft für den Zielspurt.

Euer Matthias

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rollercoaster

Es ist nicht zu glauben: Gerade noch zitterte ich über den Examensprüfungen und erlebte tagelang eine Achterbahn der Gefühle. Jetzt, vier paar neue Schuhe, einen Jungesellinnenabschied (überigens mein erster!) und ein paar Gläschen später, zusätzlich ein paar Kilo mehr auf den Rippen, scheint mir dieses Märtyrium ewig her! Diese kurze und intensive Erholungsphase war auch bitter nötig.

Aus diesem Grund fällt es mir auch gerade schwer, mich wieder auf den Stoff einzulassen. Aber dieses Mal bleibt ja einiges außen vor. Welches vierte Prüfungsfach sich noch dazu gesellen wird, bleibt bis Ende dieser Woche wohl offen. Aber nun heißt es für mich ab heute wieder: Lernen, lernen, lernen. Meine Energiereserven, auch wenn sie sich dem Ende neigen, müssen noch ausreichen für die letzte große Runde!

Wie sich mein Tagesablauf so gestalten wird, wird sich im Laufe der nächsten Tage ergeben. Morgens werde ich mich intensiv meinem Wahlfach Orthopädie widmen und mich wahrscheinlich abends nochmal auf den neuesten Stand der Untersuchungstechniken bringen. Mittags und nachmittags bleibt Zeit für Innere und Chirurgie übrig. Abwechselnd werde ich die absoluten Basics intensiv behandeln und mich immer wieder mit Freunden und Kommilitonen treffen, um Themen schematisch zu besprechen und Prüfungssituationen nachzustellen. Froh bin ich darüber, dass wir nun noch vermehrt in Gruppen pauken können und dieses „Vor sich hin lernen“ nur noch ergänzend betreiben! Denn auch nun gilt es, nicht den Überblick zu verlieren und weiter am Ball zu bleiben!

So bleibt meine Erkenntniss des Tages zum guten Schluss:

„Und ist der Tag auch noch so trübe, immer hoch die gelbe Rübe!“

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Towards the Light

Liebe Leidensgenossinnen und Leidensgenossen,

das Leiden hat vorerst ein Ende!!! Gestern Mittag, gegen 14.03 Uhr sind zumindest in Leipzig 122 Bleistifte gefallen! Vorher galt es nochmal den Atem anzuhalten und sich durch 107, wie ich finde, wieder kniffelige Fragen zu kreuzen. In die hoffnungsvolle Farbe grün war das Heft der Gruppe B getaucht. Die Dermafragen gleich zu Anfang verschafften mir komischerweise und auch ausnahmsweise einen sicheren Start. Hingegen brachte mich Gyn doch mehrfach aus dem Konzept. In Arbeits- und Sozialmedizin machte ich mir erst gar keine Hoffnungen! Immerhin gab es doch ein paar Pünktchen… Mein erster Fall, die exogen-allergische Alveolitis, machte mich verzweifelt und wütend. Kopfschüttelnd brachte ich diesen Fall zu Ende und weiß nun auch, dass Käse wohl Antigenbildung verursacht?! Die Hämochromatose war doch Gott sei Dank noch eine Lebercirrhose und schenkte mir daher noch einige Punkte. Mb. Crohn liegt mir eigentlich blind, aber auch da schaffte ich es ein paar Fehlerchen einzubauen! Zum guten Schluss war der Hautfall solala! Als es vorbei war, konnte ich es kaum glauben. Stehend k.o. von der letzten Runde schleppte ich mich mit meinem Team nach Hause und genoss erstmal ein leckeres Mittagessen im Kreise meiner Lieben.

Drei Tage, 15 Stunden und 320 Fragen später kann ich sagen, dass für mich persönlich die schwerste Zeit diese drei Tage waren. Zwar bin ich unter meinen Erwartungen geblieben, aber dankbar und zufrieden dieses Hammerding bewältigt zu haben! Inoffiziell habe ich, laut der Medilearn Ergebnisse, bestanden– wie genau weiß ich nicht. Als das Polster genug war, habe ich die Hefte beiseite gelegt und nicht auf die restlichen Fragen gewartet. Genau erfahren werden wir es alle wohl erst in vier Wochen! Zittern und Bangen werde ich mit denen, die mir am Herzen liegen und bei denen es knapp werden könnte!

Den restlichen Tag habe ich eigentlich durch ganz Deutschland telefoniert und gehört, wie es bei meinen Freunden in Freiburg, München, Köln, … gelaufen ist und mich bei allen anderen zurückgemeldet und für die Unterstützung bedankt!

Nun werde ich mir zwei Tage Erholung gönnen, um nochmal richtig durchstarten zu können. Denn es gilt noch ein paar zukünftige Kollegen in der mündlichen Prüfung von unserem Wissen zu überzeugen!

So bleibt mir nur zu hoffen, dass soviele wie möglich durchgekommen und mit ihren Ergebnissen zufrieden sind!

Schreibt mir jederzeit gerne, wie es bei euch gelaufen ist! Auch besteht die Möglichkeit, mir über die Stexdose Mails zu schicken, ohne dass der Inhalt als Kommentar veröffentlicht wird.

Eure Jenny

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 von Jenny am 22. April 2009

i'll get you the moon and the stars.

Gerade zu Hause angekommen, möchte ich euch noch meine frischen Erinnerungen schildern:

Geschlafen mehr als mies, wieder nichts gegessen, am Ort des Geschehens angekommen, sah man einige strahlende Gesichter. Mir war da noch nicht zum Lächeln zu Mute! In der Konzentrationsphase gab es liebe Worte von vielen Freunden und wir machten uns gegenseitig neuen Mut.

Um 9.03 war es dann wieder soweit- heute war mein Heft in ein zartes Rot getaucht! Die Neurologiefragen verunsicherten mich ein wenig. Besser wurde dann die Pädiatrie und mein Wahlfach Orthopädie. In HNO und Auge gab ich dann mein Bestes- wie immer- dennoch wird die Leistung nicht so blendend ausfallen! Die Pharmafragen zwischendurch waren nicht ohne, aber hoffentlich machbar.
Der erste Fall war für mich fast ein Glücksgriff- eine Campylobacter Infektion hatte ich selbst einmal und die Komplikation eines Guillain-Barrés ist mir vom Lesen in diesem Zusammenhang daher sehr eindrücklich im Gedächtnis geblieben! Welch ein Zufall! Hoffentlich stimmen auch die Antworten!
Dass ein Gyntumor unsere Wege kreuzen würde, hatten wir uns wohl alle gedacht- gerechnet wohl eher mit Mamma- oder Cervix Ca. Die Bilder waren für mich der Horror und wahrscheinlich ein mehr oder minder gutes Ratespiel. Andere Fragen hingegen voll machbar, andere wieder schwieriger!
Das Prolaktinom hat mich mehr verwirrt als alles andere! Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben- hoffentlich war da auch mal Glück im Spiel!
Rheumatologie, eins meiner liebsten und stärksten Innereanteile mit einem Fall dabei! Und doch schafft das IMPP auch hier ein paar Knaller reinzupacken und ich ein paar Flüchtigkeits- bzw. Denkfehler einzubauen.

Im Großen und Ganzen trügt mich mein Gefühl hoffentlich nicht, dass es heute besser war als gestern! Somit kann ich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen und wage davon zu träumen morgen den ersten Teil unseres Staatsexamen, auf das wir so lange hingearbeitet haben, hinter uns zu haben!

Was sagt ihr zum heutigen Tag?

Eure Jenny

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 von Jenny am 21. April 2009

Head in Hands

Leute, ich würde euch so gerne schöne und aufbauende Worte schreiben. Aber im Moment steht mir nicht der Sinn danach!
Ich hätte nach aller Vorbereitung nicht geglaubt, dass es so mies laufen könnte!

Verunsichert habe ich mich, in Gruppe B, ab Frage 1 durch dieses Heft gezittert. Verwirrt von all den Lösungsvorschlägen kreuzte ich so selbstsicher wie ich noch konnte die freien Fragen und wurde von dem Malariafall eiskalt erwischt. Zwar hatte ich im Vorfeld richtig getippt, dass dieser Fall drankommen könnte, aber er hat mich dennoch förmlich überrannt! So schlecht glaube ich noch nie einen Fall gekreuzt zu haben! Der Demenzfall hatte ebenso seine Tücken. pAVK dachte ich, würde mich retten. So baute ich da einen Flüchtigkeitsfehler nach dem nächsten ein. Die Invagination stellte mir gegen Ende auch immer wieder ein Bein, so dass ich zwar in meiner gewohnt schnellen Zeit fertig war, aber so verunsichert wie noch nie.

Zusätzlich bespaßten sich unsere Aufpasser in einer solchen Lautstärke, dass wir uns beschweren mussten! Unglaublich!

Für mich war dieser Tag alles andere als schön und erfolgreich. Letztenendes wird er aber nur ein Stück eines großen Prüfung sein – und damit meine ich nicht das Hammerexamen, sondern das Leben allgemein.

Das Angebot von Medilearn die Ergebnisse nachzusehen, ist nett gemeint. Ich allerdings werde es nicht annehmen!
Morgen werde ich mich diesem Hammertag ein zweites Mal stellen, auf mein Wissen vertrauen und einfach hoffen, dass es besser wird!

Wie lief es bei euch?

Eure Jenny

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 von Jenny am 20. April 2009

Jochen Seyrer Düsseldorf vierblättriges Kleeblatt four cloverleaf

…es bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück!!!

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 von Jenny am 20. April 2009

Day 54 of 365

Liebe STEXlerinnen und STEXler,

die letzten 24 Stunden vor den großen Hammertagen laufen bereits. Meine letzten Stunden werden wie folgt aussehen: Gleich mache ich mich auf, um in der Bib die letzten Seiten zu wälzen! Gegen früher Nachmittag ist allerdings Schluss mit dem Spuk! Dann gehts ab in die City zum Shoppen und Sonne tanken! Drei Mädels im Prüfungsstress beim Bummeln- böse Vorahnung! Einfach nochmal ein paar schöne Stunden verleben, bevor unser letztes Stündlein geschlagen hat! Abends werden wir dann noch gemütlich einen Happen essen und hoffentlich früh schlafen, was bei mir als alte Nachteule eine größere Schwierigkeit darstellen könnte.

Ich wünsche uns allen Zeit und Muße zum letzten Mal Kraft tanken, um ab morgen Höchstleistungen abrufen zu können!

Habt Vertrauen und Mut, denn alles wird irgendwie gut!

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