Heute, Freitag, fragen wir frisch, fromm, föhlich und frei im Hammerexamensquiz D3SDFZ mal etwas anders: Welches diagnostischen Zeichen gehören zu den entsprechenden Organen???
- Kehr-Zeichen
- Grey-Turner-Zeichen
- Fahrradschlauchphänomen im Rö.
- Courvoisier-Zeichen
- Cullen-Zeichen
- Psoas-Zeichen
- Dubble-Duct-Sign im Rö.
- Blumberg-Zeichen
- Sektglasphänomen
- Pflastersteinreliefphänomen im Rö.
- Murphy-Zeichen
- Charcot-Trias
- Rovsing-Zeichen
- Targetzeichen im Sono.
Ösophagus – Magen – Duodenum – Jejunum – Ileum – Appendix – Colon – Leber – Gallenblase – Pankreas – Milz
Viel Spaß beim Rätseln und Zuordnen!
Zur eurer und meiner eigenen Orientierung sind hier einmal die (größtenteils) vom IMPP verlangten Tumormarker zusammengefasst. In der Klinik werden sie nicht als diagnostisches Mittel, sondern als Verlaufsparameter genutzt:
- Tm der Lungen-Carcinome:
- Kleinzeller: NSE (Neuronen-spezifische Enolase), CEA, CYFRA 21-1,
- Bronchial-Ca: CA 72-4, CA 125
- Tm der Schilddrüsen-Carcinome:
- Thyereoglobulin (Tg) für papilläres und follikuläres SD-Ca (also bei differenzierten SD-Ca)
- Calcitonin bei medullären SD-Ca, (=C-Zell-Ca), CEA
- Tm des GIT:
- Magen: CA 72-4, CEA, CA 19-9 in absteigender Bedeutung
- Colorektal: CEA und CA 19-9
- Pankreas: CA 50, CA 19-9, CEA
- Hepatocelluläres Ca (HCC): Alpha-Fetoprotein (AFP), CAVE: kann auch in der Schwangerschaft, Hodentumoren, GI-Tumoren und Hepatitis erhöht sei; evt. Ferritin
- Tm der Uro und Gyn:
- Ovar: CA 125 (> 35 I.E./ml), CA 72-4, CASA (>6 I.E./ml)
- Keimzelltumoren: hCG (insbes. Chorion-Ca), AFP (bes. beim Terato-Ca)
- Uterus: CA 15-3
- Mamma: CA 15-3
- Blase: CYFRA 21-1
- Prostata: PSA
- Seminome: hCG, PLAP (Plazentare alklalische Phosphatase)
- Sonstige Tm:
- Malignes Melanom: S-100
- Phäochromocytom: VMS (Vanillinmandelsäure)
- Neuroblastom: HVS (Homovanillinsäure)
Gerne freuen wir uns über weitere Tm, die euch in den Tiefen der IMPP Fragenkiste begegnen!
An alle Fans der Unfallchirurgie und die, die es noch werden wollen!
Um nicht bei all den Namen und Klassifikationen ins Straucheln zu kommen, hier nochmal “schnell” eine Überblick über die Männer der Unfallchirurgie, die sich mit ihren Namen unsterblich gemacht haben:
- Grünholz# ist eine häufige Unterarm# im Kindesalter
- nur geringe Dislokation bei erhaltenem Periostschlauch
- unvollständiger Knochenbruch
- Knochen bricht an Zugseite, die Kompressionsseite biegt sich
- bei Kindern oft Oberarmgips ausreichend, bei Erwachsenen PlattenOS und Bandnaht
- Monteggia# ist eine Luxation des proximalen Radiusköpfchen und eine Ulnaschaft#
- Galeazzi# ist eine Luxation des distalen Ulnaköpfchens und einer Radiusschaft#
- Colles# ist eine distale Radius# und die häufigste # des Menschen überhaupt in Form einer Extension#
- Smith# ist eine distale Radius# in Form einer Flexions#
- De Quervain# ist eine Scaphoid# samt Luxation des Os lunatum
- Winterstein# ist eine extraartikuläre Schräg# an der Basis des Os metacarpale I
- Bennett# ist eine intraartikuläre, basisnahe Schräg# des Os metacarpale I mit Subluxation im Daumensattelgelenk und Dislokation nach proximal-radial durch Zug der Daumenmuskulatur, inkl. einer axialen Stauchung des adduzierten Daumens
- Rolando# ist eine intraartikuläre , basisnahe Y- oder T-# des Os metacarpale I mit 3 Fragmenten und Subluxation im Daumensattelgelenk
- Malgaigne# ist eine Becken# Typ C
Auch in den Bezeichnung der Verbände sind Eigennamen nicht zu kurz gekommen:
- Desault-Verband: zur Ruhigstellung in Achsel-Schulter-Ellenbogen
- Velpeau-Verband: Schulter und Ellenbogen
- Gilchrist-Verband: Ruhigstellung von Schulter- und Ellenbogengelenk
- Halsschlinge nach Blount oder Charnley-Schlinge: nicht oder nur gering dislozierte suprakondyläre Humerus# beim Kind
So verbleibe ich meiner der Erkenntnis des Tages:
“Namen sind eben doch nicht immer Schall und Rauch!”
seit heute bin nun auch ich schriftlich und hochoffiziell eingeladen. Nein, nicht zu einer Hochzeit, auch nicht zu einem Geburtstag, sondern zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zugelassen und geladen. Natürlich ist eben diese Einladung mitzubringen sowie ein Papier, das meine Identiät bestätitigen kann. Leider sind keine anderen Hilfsmittel, die sowohl qualitativ als auch quantitative Beeinflussung gewährleisten, erlaubt. Wir sollen uns spätestens 30 Minuten vor Beginn der Prüfung dort blicken lassen, haben 5 Stunden Zeit den vorgefertigen und leider leeren Antwortbogen auszufüllen. Mein Sitzplatznummer steht denn nun auch fest- ich bin ganz zufrieden, glaub ich. Zusätzlich wurden diverse praktische Hinweise in From eines kleinen blauen Informationsheftchen mitgeschickt, was uns nochmal die einzelnen Aufgabenmöglichkeiten erläutert. Leider haben sie vergessen die Original Prüfungsfragen mitzuschicken! So ein Pech!
Die Auswertung der Antwortbelege wird 15 Tage in Anspruch nehmen.
Ein bißchen schwungvoller und freundlicher hätte ich mir die Einladung schon gewünscht, aber wir sind schließlich nicht zum Kindergeburtstag eingeladen
Viel Glück und Erfolg wünscht Ihnen und all Ihren angehenden Kollegen…
Die STEXDOSE!
Wir begrüßen den Dienstag, 17.03.09, mit ein paar schlauen Fragen an unsere noch schlaueren Leser zu diagnostischen Tests und Zeichen:
- Was sind die diagnostischen Zeichen einer Arthrose im Röntgen?
- Was sind die “Steinmänner” I und II?
- Was sind radiologische Zeichen für Malignität am/im Knochen?
Viel Erfolg!
Das Gegengift bitte!!!
Eines bleibt festzuhalten: Ich war bisher eine absolute Niete in der Pharmakologie. Die erste Klausur habe ich nach knapp 20 Minuten verlassen, weil ich mit den MC Fragen unserer lieben Pharmakologen gar nicht klar kam- ein absoluter Rekord! Die Wiederholung habe ich dann befriedigend hinter mich gebracht und die Klausur der speziellen Pharmakologie ebenso. Also das waren in meiner medizinischen Laufbahn nicht gerade die glanzvollen Ergebnisse! Somit graute es mir schon vor dem Lernen fürs Hammerexamen. Doch plötzlich musste ich feststellen: das IMPP fragt im Hammerexamen tatsächlich zum großen Teil klinisch wichtige pharmakologische Zusammenhänge. Pharmakokinetik und -dynamik interessieren nicht mehr wirklich- ich muss zugeben, dass mich das außerordentlich freut! Denn mir scheint es doch langsam sehr relevant zu wissen, was ich und wann den Patienten verabreichen muss!!! Warum denn nicht gleich so, liebe Pharmakologen!? Da muss ich doch fast zugeben, dass das IMPP teilweise sinnvolle Fakten prüft! Wohingegen ich Wutanfälle im arbeitsmedizinischen Teil des Hammerexamens bekomme! Aber dazu an anderer Stelle mehr…
Zusammengefasst habe ich uns dann vor Begeisterung auch mal halb pharmakologisch relevant, teils arbeitsmedizinisch wichtig, die von mir heute aufgeschnappten Antidotpaarungen:
- Heparin – Protamin
- Paracetamol – N-Acetylcytein
- Digitalis – Atropin, Aktivkohle, Digitalis-AK, Cholestyramin
- Urokinase – Aprotinin
- Fibrinolyse Antidots – Tranexamsäure, Aprotinin, epsilon-Aminocapronsäure
- MCP – Biperiden (bei EPM-NW)
- Mtx – Calciumfolinat
- Gold – Dimercaprol oder D-Penicillamin
- Eisen – Desferoxamin
- Antihistamin – Diazepam, evt. Physostigmin
- Atropin – Physostigmin (ist ZNS-gängig!)
- Benzodiazepin – Flumazenil
- Beta-Blocker – Atropin, Orciprenalin, Dobutamin, Glucagon
- Ca-antagonisten – Ca-gluconat
- Lithium – Dialyse (keine Diuretika!)
- Opioide – Naloxon
- Methanol – Ethanol oder besser Fomepizol
- Ethanol – Disulfiramin
- Methämoglobinbildner (wie Sulfonamide, Nitrit, Lokalanästhetika) – Toluidinblau, Methylenblau i.v.
- Cyanid, Blausäure – 4-DMAP (Dimethylaminophenol)
- Aresenik – DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure)
- Blei – Ca/Na EDTA + D-Penicillamin
- Thallium – Berliner-Blau
- Alkylphospahte (Nitrostigmin, Parathion) – Atropin oder Obidoxim
- periphere nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien – Neo- oder Pyridostigmin
Bestimmt ist mir heute nicht alles über den Weg gelaufen- also, im Kommentarfeld sind jederzeit Ergänzungen willkommen und ein reger Austausch gewünscht!
Oh Schreck! Gerade habe ich mal wieder die Tage gezählt! Das letzte Mal, als ich das getan habe, waren es noch 49- da war ich schon erstaunt, dass nur noch eine “4″ davor stand- heute zähle ich noch 35! Eine erstaunliche Zahl irgendwie. Etwas mehr als einen Monat bleibt uns noch- dann ist es soweit! Womit kann man dieses Ereignis vergleichen? Mit einem Konzert auf das man sich wochenlang freut? Nein, da ist reine Vorfreude gepaart mit Aufregung im Spiel! Aber es fehlt das mulmige Gefühl in der Magengegend! Vielleicht ein Vorstellungsgespräch? Nein, da ist die Aufregung größer, das mulmige Gefühl in der Magengrube vorhanden, aber irgendwie fehlt die Angst. So geht es mir zumindest. Wenn man ein Vorstellungsgespräch versiebt, gibt es noch andere Angebote und Bewerbungsmöglichkeiten. Wenn man erstmal im Examen sitzt, gibt es in diesem Moment erstmal nur diese eine Chance- drei Tage lang- eine Chance!
In diesen Stunden müssen wir all unser Wissen konzentrieren, was wir in den letzten Monaten und Jahren verschlungen und gespeichert haben. Wir werden wahrscheinlich alles wissen- ob wir es in diesen Momenten abrufen können, wird sich dann vor Ort entscheiden. Was ist in dieser Zeit gefragt? Wie wird es uns möglich sein, dieses Wissen aufs Papier zu bringen und den leeren Antwortborgen mit Leben zu füllen? Es wird Mut, Coolness, Angst, Konzentration und wahrscheinlich eine gute Portion Glück von Nöten sein!
Jetzt gilt es erstmal 35 Tage lernen und Nerven behalten!
All das in der richtigen Kombination wünsche ich uns!



















