von Jenny am 16. März 2009

Damn...!

Das Gegengift bitte!!!

Eines bleibt festzuhalten: Ich war bisher eine absolute Niete in der Pharmakologie. Die erste Klausur habe ich nach knapp 20 Minuten verlassen, weil ich mit den MC Fragen unserer lieben Pharmakologen gar nicht klar kam- ein absoluter Rekord! Die Wiederholung habe ich dann befriedigend hinter mich gebracht und die Klausur der speziellen Pharmakologie ebenso. Also das waren in meiner medizinischen Laufbahn nicht gerade die glanzvollen Ergebnisse! Somit graute es mir schon vor dem Lernen fürs Hammerexamen. Doch plötzlich musste ich feststellen: das IMPP fragt im Hammerexamen tatsächlich zum großen Teil klinisch wichtige pharmakologische Zusammenhänge. Pharmakokinetik und -dynamik interessieren nicht mehr wirklich- ich muss zugeben, dass mich das außerordentlich freut! Denn mir scheint es doch langsam sehr relevant zu wissen, was ich und wann den Patienten verabreichen muss!!! Warum denn nicht gleich so, liebe Pharmakologen!? Da muss ich doch fast zugeben, dass das IMPP teilweise sinnvolle Fakten prüft! Wohingegen ich Wutanfälle im arbeitsmedizinischen Teil des Hammerexamens bekomme! Aber dazu an anderer Stelle mehr…

Zusammengefasst habe ich uns dann vor Begeisterung auch mal halb pharmakologisch relevant, teils arbeitsmedizinisch wichtig, die von mir heute aufgeschnappten Antidotpaarungen:

  1. Heparin – Protamin
  2. Paracetamol – N-Acetylcytein
  3. Digitalis – Atropin, Aktivkohle, Digitalis-AK, Cholestyramin
  4. Urokinase – Aprotinin
  5. Fibrinolyse Antidots – Tranexamsäure, Aprotinin, epsilon-Aminocapronsäure
  6. MCP – Biperiden (bei EPM-NW)
  7. Mtx – Calciumfolinat
  8. Gold – Dimercaprol oder D-Penicillamin
  9. Eisen – Desferoxamin
  10. Antihistamin – Diazepam, evt. Physostigmin
  11. Atropin – Physostigmin (ist ZNS-gängig!)
  12. Benzodiazepin – Flumazenil
  13. Beta-Blocker – Atropin, Orciprenalin, Dobutamin, Glucagon
  14. Ca-antagonisten – Ca-gluconat
  15. Lithium – Dialyse (keine Diuretika!)
  16. Opioide – Naloxon
  17. Methanol – Ethanol oder besser Fomepizol
  18. Ethanol – Disulfiramin
  19. Methämoglobinbildner (wie  Sulfonamide, Nitrit, Lokalanästhetika) – Toluidinblau, Methylenblau i.v.
  20. Cyanid, Blausäure – 4-DMAP (Dimethylaminophenol)
  21. Aresenik – DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure)
  22. Blei – Ca/Na EDTA + D-Penicillamin
  23. Thallium – Berliner-Blau
  24. Alkylphospahte (Nitrostigmin, Parathion) – Atropin oder Obidoxim
  25. periphere nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien – Neo- oder Pyridostigmin

Bestimmt ist mir heute nicht alles über den Weg gelaufen- also, im Kommentarfeld sind jederzeit Ergänzungen willkommen und ein reger Austausch gewünscht!

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 von Jenny am 16. März 2009

Don't Stop

Beherzt starten wir in die neue Woche mit D3SDFZ zu Medikamenten und…:

  1. Therapie des Status asthmaticus?
  2. Therapie der Tuberculose?
  3. Therapie des Plasmozytom?

Gute Nerven für die kommende Woche!!!

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 von Jenny am 16. März 2009

Clock Top

Oh Schreck! Gerade habe ich mal wieder die Tage gezählt! Das letzte Mal, als ich das getan habe, waren es noch 49- da war ich schon erstaunt, dass nur noch eine „4“ davor stand- heute zähle ich noch 35! Eine erstaunliche Zahl irgendwie. Etwas mehr als einen Monat bleibt uns noch- dann ist es soweit! Womit kann man dieses Ereignis vergleichen? Mit einem Konzert auf das man sich wochenlang freut? Nein, da ist reine Vorfreude gepaart mit Aufregung im Spiel! Aber es fehlt das mulmige Gefühl in der Magengegend! Vielleicht ein Vorstellungsgespräch? Nein, da ist die Aufregung größer, das mulmige Gefühl in der Magengrube vorhanden, aber irgendwie fehlt die Angst. So geht es mir zumindest. Wenn man ein Vorstellungsgespräch versiebt, gibt es noch andere Angebote und Bewerbungsmöglichkeiten. Wenn man erstmal im Examen sitzt, gibt es in diesem Moment erstmal nur diese eine Chance- drei Tage lang- eine Chance!

In diesen Stunden müssen wir all unser Wissen konzentrieren, was wir in den letzten Monaten und Jahren verschlungen und gespeichert haben. Wir werden wahrscheinlich alles wissen- ob wir es in diesen Momenten abrufen können, wird sich dann vor Ort entscheiden. Was ist in dieser Zeit gefragt? Wie wird es uns möglich sein, dieses Wissen aufs Papier zu bringen und den leeren Antwortborgen mit Leben zu füllen? Es wird Mut, Coolness, Angst, Konzentration und wahrscheinlich eine gute Portion Glück von Nöten sein!

Jetzt gilt es erstmal 35 Tage lernen und Nerven behalten!

All das in der richtigen Kombination wünsche ich uns!

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