von Jenny am 30. März 2009

Enge
Das Wort Angina ist natürlich lateinisch und bedeutet soviel wie Enge.

In der Medizin wird Angina sehr häufig verwandt- sei es als Angina pectoris, stabil oder instabil, als auch als Angina tonsillaris oder in der Herpangina. Alles in gewisser Weise eine Beklemmung für die Patienten!

Neben den uns allen bekannten Anginae pectoris oder abdominalis, hier die infektiologisch relevanten Anginae findet ihr hier:

Angina lacunaris (akute Tonsillitis):

  • meist durch beta-hämolysierende Strept.
  • Symptome wie Schluckbeschwerden, Speichelfluss, Kopfschmerzen, Fieber
  • initial sog. Angina catarrhalis, später können eitrige Flecken in Form von Angina follicularis hinzukommen
  • therapeutisch wird Penicillin V oral verabreicht (bei Allergie ein Makrolid)
  • Cave: postinfektiös ist RF möglich!

Seitenstrangangina:

  • Entzündung der Rachenhinterwand

Monozytäre Angina (Pfeiffersches Drüsenfieber, Infektiöse Mononukleose):

  • durch Ebstein-Barr-Virus verursacht
  • hochfieberhafter Infekt mit ausgeprägtem Krnakheitsgefühl, generalisierter LKS
  • Hepatosplenomegalie
  • Tröpfchen-Infektion („kissing disease“)
  • vergrößerte und gerötete Gaumentonsillen mit Fibrinbelägen und ulceröse nekrotisierende Veränderungen
  • Mono- und Lymphoytose
  • keine Besserung durch Antibiotika und schweres Arzneimittelexanthem bei Gabe von Ampicillin

Angina Plaut-Vincenti (Angina ulcero-membranacea):

  • Ulcera im Rachen
  • Erreger können Borrelien und fusiforme Bakterien

Angina Ludovici:

  • Mundbodenphlegmone im Mundboden- und Zungenbereich
  • sehr schmerzhaft

Angina agranulocytotica:

  • durch eine toxische, meist medikamentöse Knochmarksschädigung
  • Nekrosen auf Tonsillen mit starkem Foetor ex ore
  • ist eine Kontraindikation zur Tonsillektomie

Angina phlegmonosa:

  • ist eine im Gewebe fortschreitende Entzündung der Tonsillen mit Abszessbildung

Herpangina:

  • Erreger sind die Coxsackie-A-Viren
  • aphtenähnliche Erosionen der vorderen Gaumenbögen

Stomatitis aphtosa (Stomatitis herpetica):

  • Erreger ist das Herpes-simplex-Virus
  • Aphten imponieren als Schleimhautdefekt mit entzündlichem Saum

Damit wir keine Beklemmungen mehr bei einer ANGINA bekommen!

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 von Jenny am 29. März 2009

003 DDR. Jugend. Berlin 1977

Um das Wochenende abzurunden und richtig genießen zu können, hier noch schnell D3SDFZ, heute mal mit „drei Exoten“:

  1. Was ist das Ganser-Syndrom???
  2. Was ist das Mayer-Rokitansky-Küster-Syndrom???
  3. Was ist das Mikulicz-Syndrom???

Einen entspannten Sonntag…

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tongue

Die Zunge ist unser Spiegel des Inneren oder so ähnlich: denn sie kann in allen Farben und auch Formen imponieren und in der klinischen Untersuchung schon ein kleiner aber nicht unwichtiger Hinweis auf die Diagnose sein:

– trocken: Exsikkose
– grau-weiß: nach längerer Nahrungskarenz
– grau belegt: Anazidität
– weiß belegt: u.a. Munsoor (wegwischbar), Leukoplakie (nicht wegwischbar)
– Himbeerzunge: Scharlach
– Erdbeerzunge: Kawasaki-Syndrom
– Lackzunge: Leberzirrhose (auch Lacklippen)
– blau: zentrale Zyanose, Zyanose durch Polyglobulie
– atrophisch-rot (mit Brennen): perniziöse oder Eisenmangelanämie, muskuläre Atrophie
– vergrößert: Down-Syndrom, Akromegalie, Myxödem, Amyloidose
– Fibrillieren: u.a. AML

Als Lingua geographica zeigt sie sogar ganze Landkartenzüge von Europa oder Übersee!

Also, immer schön die Zunge rausstecken lassen!

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 von Jenny am 26. März 2009

voxtrot:the start of something

D3SDFZ am heutigen Donnerstag, den 26.03.09, zu diagnostischen Tests lauten:

  1. Was ist das Finkelstein-Zeichen und seine Anwendung???
  2. Was ist der Adson-Test und seine diagnostische Verwendung???
  3. Was ist das Vierer-Zeichen und seine Anwendung???

Schönen Feierabend!

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mutant

Bekenntnise zur Geburtshilfe:

Ich mag Kinder! Sie sind toll! Sie verlieren nie ihren Mut, sie sind stolz auf ihr Tun und zeigen selbst in, für Erwachsene, aussichtslose Situationen einen bewundernswerten Optimismus und bringen uns immer wieder aufs Neue zum Lachen.

Doch das Wunder ihrer Geburt finde ich gar nicht zum Lachen! Abgesehen von den Schmerzen und den Qualen unter der Geburt, bringt mich die Geburtshilfe noch um den Verstand: wann muss ein Notkaiserschnitt her, wann helfe ich noch schnell mit dem Handgriff XY nach und was sagt mir eigentlich nochmal ein Polyhydramnion?

Ich sage mal so: „Die hätten sich lieber jemanden suchen sollen, der sich damit auskennt!“

In der Hoffnung auf ein bißchen Lernerfolg habe ich meine Kenntnisse mal wieder in Form der allseits beliebten Listen
zusammengestellt, damit ich, zum Schluss, selbst nicht den Überblick verliere, falls ich je einen hatte! An der Länge der Liste erkennt man meine Verzweiflung!

  • Der regelrechte Geburtsverlauf erfolgt aus 1. vorderer Hinterhauptslage mit:
    • Eintritt des Kopfes in den Beckeneingang im hohen Querstand: Pfeilnaht quer, große und kleine Fontanelle auf gleicher Höhe.
    • Tiefertreten, Beugung und Drehung des Kopfes: über Beckenmittenschrägstand Eintreten in den riefen Geradstand auf dem Beckenboden, Pfeilnaht gerade, kleine Fontanelle in Führungslinie
    • Austritt des Kopfes aus dem Becken nach Übergang des gebeugten Kopfes in gestreckte Haltung
    • Geburt der Schultern nach Übergang aus dem hohen Schulterquerstand in den tiefen Schultergeradstand
      • … und somit Willkommen auf der Welt!!!
  • Der Laterale Dammschnitt: Durchtrennung des M. bulbospongiosus
  • Condylomata acuminata durch HPV und Condyloma lata durch Treponema pallidum!!!
  • Bromocriptin zum Abstillen
  • Prolaktin (ausgeschüttet durch den Saugreiz) induziert den Milcheinschuss am 3.Tag und führt zur Laktationsamenorrhoe
  • Oxytocin stimuliert die Wehentätigkeit und sorgt durch Kontraktion der Myoepithelzelen zum Auspressen der Milch und Uterusrückbildung im Wochenbett
  • Prostaglandin E2 zur Zervixerweichung zur Geburtseinleitung, Abruptioinduktion und Prostaglandin F2 zur Förderung der Uteruskontraktion und Stillung atonischer Blutungen
  • Methylergometrin zur Stillung uteriner Blutungen, z.B. bei Myomen
  • XXY Klinefelter-Syndrom und 45,X-45-XY oder 45XO ist eine Ulrich-Turner-Mosaik
  • Abruptio bis zur 7.SSW: Antigestagene z.B. Mifepriston
  • Abrutio bis zur 10.SSW: einzeitige Uterusentleerung nach Zervixdilatation durch Absaugen und ggf. einer Nachkürretage
  • Abruptio ab 12.SSW: Prostaglandinapplikation zur Auslösung einer Fehlgeburt, anschl. Kürretage
  • Fragen zu den Leoopold’schen Handgriff kommen praktisch in jedem Examen vor!
    1. Leopold’scher Handgriff:
    Bestimmung des Fundusstandes als Maß für die Uterusgröße ab 22.-24. SSW
    2. Leopold’scher Handgriff:
    Feststellung der Lage und Stellung des kindlichen Rückens; 1.Stellung heißt Rücken liegt links, 2.Stellung bedeutet Rücken liegt rechts
    3. Leopold’scher Handgriff:
    Ermittlung des vorangehenden Kindsteiles (Schädel- oder Steißlage)
    4. Leopold’scher Handgriff:
    Ermittlung des Höhenstandes des kindlichen Kopfes
    5. Leopold’scher Handgriff (= Zangenmeister-Handgriff):
    Diagnostik eines Missverhältnisses zwischen Becken und kindlichem Kopf
  • Höhe des Fundusstandes in Abhängigkeit von der Schwangerschaftswoche:
    • SSW Fundusstand
    • 16 3 Querfinger über der Symphyse
    • 20 3 Querfinger unterhalb des Nabels
    • 24 Nabelhöhe
    • 28 3 Querfinger oberhalb des Nabels
    • 32 zwischen Nabel und Processus xiphoideus
    • 36 am Rippenbogen („Höher geht nicht, ab hier geht es nur noch abwärts!“)
    • 40 1-2 Finger unterhalb des Rippenbogens
  • Geburtsmechanisch wichtige Begriffe:
  • Lage definiert die Längsachse des Kindes zum mütterlichen Körper: normal: Längslage, pathologisch: Querlage
  • Stellung ist die Stellung des kindlichen Rückens innerhalb des Uterus: nach links 1. Stellung, nach rechts 2. Stellung
  • Haltung definiert Verhältnis der kindlichen Körperteile zueinander: normal: Flexionshaltung (hinterhauptsstellung), pathologisch: Deflexionshaltung (Vorderhauptstellung)
  • Normale Geburtsmechanismen:
    • Hoher Querstand
    • Tiefer Geradstand
    • Vordere Hinterhauptslage
    • Leitstruktur ist die kleine Fontanelle
  • Unmögliche Geburtsmechanismen:
    • Querlage
    • Mentoposteriore (dorsoanteriore) Gesichtslage
    • Hinterer Asynklitismus (nach Litzmann)
  • Credé-, Fritsch- und Hamilton-Handgriff: zur manuellen Kompression bei Uterusatonie
  • Methode nach Veit-Smellie und Manualhilfe nach Bracht: zur Kindsentwicklung aus Beckenendlage
  • Polyhydramnion beudeutet verminderte oder keine Aufnahme des Fruchtwassers, erhöhte perinatale Mortalität und Morbidität, häufigeres Auftreten vorzeitiger Wehentätigkeit und vorzeitiger Blasensprung
    • idiopathisches P. (am häufigsten)
    • Ösophagusatresie
    • maternofetale Infektionen, durch CMV, Toxoplasmose, Verizellen, Parvovirus B19, Listeriose
    • bei Gendefekten
    • bei Mehrlingsschwangerschaften
    • bei Diabetes mellitus
    • Rhesusinkompabilität
  • Oligohydramnion: führt zu Lungenhypoplasie und fetalern Kontrakturen (Klumpfuß, Verbiegung langer Röhrenknochen, Verkrümmungen der Gelenke) und Ursachen können sein:
    • vorzeitiger Blasensprung (am häufigsten)
    • Übertragung durch abnehmende Plazentafunktion
    • (chronische) Plazentainsuffizienz
    • Chron. SS induzierter Hypertonus, Präeklampsie
    • Diabetisch Gefäßerkr.
    • Kongenitale Anomalie, v.a. Anomalien des Urogenitaltrakts (Potter-Syndrom)
    • Chromosomenaberrerationen, z.B. Trisomie 18
    • Fetofetales Transfusionssyndrom
  • Aborte:
    • Abortus imminens = dohender Abort: Vaginale Blutung, Muttermund geschlossen, fetale Herzaktion vorhanden
    • Abortus incipienes = beginnender Abort: vaginale Blutung, Muttermund geöffnet, fetale Herzaktion kann positiv oder negativ sein
    • Abortus incompletus = unvollständiger Abort: vaginale Blutung, Muttermund geöffnet, keine fetale Herzaktion, unvollständiger Fruchtabgang mit intrauterinen Resten
    • Abortus completus = vollständiger Abort: Fruchtanlage vollständig ausgestoßen, keine intraunterinen Reste mehr vorhanden
    • Missed abortion = keine vaginale Blutung, Fruchtanlage ist intrauterin, aber keine fetale Herzaktion
  • Infektionen in der Schwangerschaft, in From pränataler Infektionen, werden vom „STORCH“ gebracht: Syphilis, Toxoplasmose, Others (Listerios), Röteln, Cytomegalie, Hepatitis/Herpes
  • Röteln mach eine Embryopathie und erscheinen als Gregg-Syndrom als „HIK“: Herzfehler, Innenohrschwerhörigkeit, Katarakt

So verabschiede ich mich mit der Erkenntnis des Tages:

„Wir werden das Kind schon schaukeln – hoffentlich!“

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 von Jenny am 25. März 2009

dice another day

„Wissen statt Würfeln“ hieß es schon im STEXDOSE-Hammerexamensquiz 2008.

Heute wollen wir in Anlehnung daran unser Wissen mit D3SDFZ unter Beweis stellen:

  1. Was ist die Charcot-Trias???
  2. Was ist die Pott-Trias???
  3. Was ist die Merseburger-Trias???

Aller guten Dinge sind manchmal eben 3… Viel Erfolg!!!

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 von Jenny am 24. März 2009

Le penseur

Hallo Leute,

offen und ehrlich zugegeben, trotz aller Peinlichkeit bei diesem Thema, ist mir doch heute, knappe VIER Wochen vor unserem Staatsexamen schmerzlich bewusst geworden, dass sich einige Grundlagen der Anatomie so tief in meinen Hirnwindungen vergraben hatten, dass ich hin und wieder neben einer großen Schaufel auch eine kurze Orientierung im und am menschlichen Körper brauche, um diese Kenntnisse wieder auszugraben!

Meine Top 5 und zusätzliche Anatomiefakten, die für Hammerexamen und Klinik relevant sind, findet ihr hier:

  1. Ösaphagusengen:
    1. oben: Ösophagusmund
    2. mittig: zwischen Aortenbogen (hinten links) und dem linken Hauptbronchus (vorn)
    3. unten: Kardiamündung
  2. Recurrensanatomie:
    1. rechter Recurrens umschlingt die rechte A. sublavia
    2. linker Recurrens umschlingt den Arcus aortae (nahe der A. thyroidea inf.)
  3. Kehlkopfmuskeln und -nerven:
    1. N. laryngeus sup. innerviert den M. cricothyreoideus (Grobspanner, äußerer Kehlkopfspanner)
    2. N. laryngeus inf. (= eigentlicher Recurrens) innerviert alle inneren Kehlkopföffner
  4. Halszysten:
    1. Mediale Halsfistel entsteht aus dem Ductus thyreoglossus und sitzt auf Höhe des Zungenbeins. Oft hat sie Verbindung zum Foramen caecum am Zungengrund; therapeutisch wird exstipiert, inkl. der Fistel zur Rezidivprophylaxe.
    2. Laterale Halsfistel entsteht aus einem, meistens dem 2., Kiemenbogen und ist im vorderen Halsdreieck lokalisiert. Die Fistelöffnung ist am Vorderrand des M. sternocleidomastoideus und besteht seit Geburt. Der Fistelgang verläuft durch die Carotisgabel und mündet am hinteren Gaumenbogen im Rachen. Therapeutisch kommt nur die radikale Exzision im 1. Lebensjahr in Frage.
  5. Mediastinaltumoren:
    1. im oberen Mediastinum: Thymome, retrosternale Strumen
    2. im hinteren unteren Mediastinum: neurogene Tumoren, Ösophagus-Ca
    3. im mittleren unteren Mediastinum: Lymphome, Bronchialzysten
    4. im vorderen unteren Mediastinum: Perikardzysten, Zwerchfellhernien, Thymome
  6. Ureterengen:
    1. oben: Übergang vom Nierenbecken
    2. mittig: Überkreuzung der Ae. iliacae (rechts die A. iliaca externa und links die A. iliaca communis)
    3. unten: Durchtritt durch die Harnblasenwand
  7. Ureteranatomie: Die Ureteren unterkreuzen beim Mann die Vasa testicularis und den Ductus deferens bzw. bei der Frau die Vasa ovarica und die Arteria uternia (im Ligamentum latum).
  8. Zwerchfellhernien:
    1. Morgagni-Hernie retrosternal rechts am Trigonum sternocostale
    2. Larrey-Hernie retrosternal links (Larrey wie links vom Zwerchfell)
    3. Bochdalek-Hernie paravertebral am Trigonum lumbocostale
  9. Leistenkanal:
    1. ca. 4-6 cm lang und 1,0-1,5 cm breit, beginnt lateral des Tuberculum pubicum mit dem in der Fossa inguinalis liegenden inneren Leistenring (Anulus inguinalis profundus). Vom inneren Leistenring ausgehend zieht der Leistenkanal schräg von lateral kranial nach medial kaudal und endet am äußeren Leistenring (Angulus inguinalis superficialis) in der Fossa inguinalis medialis.
  10. Begrenzung des Leistenkanals:
    1. kranial: Begrenzung durch den M. obliquus internus abdominis, M. transversus abdominis und den unteren Rand der Scheide des M. rectus abdominis
    2. kaudal: Begrenzung durch die Ligg. inguinale und reflexum
    3. ventral: Begrenzung durch die Aponeurose des M. obliquus externus abdominis, die Fascia abdominalis superficialis und das Lig. inguinale
    4. dorsal: Begrenzung durch das Peritoneum und die Fascia tranversalis
  11. Begrenzung der Fossa poplitea:
    1. medialseitig: M. semimembranosus, M. semitendinosus
    2. lateral: M. biceps femoris
    3. distal: M. gastrocnemius mit seinem medialen und lateralen Kopf

… das und vieles mehr gehört zum Standardwissen eines jeden Stexlers :mrgreen:

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Bewertung: 4.9/5 (13 Stimmen)
 von Jenny am 24. März 2009

Wizard Girls
Der Countdown läuft!!!

In nun vier Wochen haben wir bereits alles, zumindest was den schriftlichen Teil betrifft, hinter uns! In diesem Sinne hoffe ich für uns alle das Beste vom Besten… und dass wir

  1. starke Nerven,
  2. einen klaren Durchblick,
  3. einen guten Überblick,
  4. mehr als nur Einblick,
  5. viele richtige Kreuze haben,
  6. und aus unseren Fehlern, mögen sie noch so ärgerlich sein, lernen!

Für die Endphase gutes Durchhaltevermögen zum Hammerexamen! Go for it!!!

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 von Jenny am 22. März 2009

Projekt 52 - Meine Süchte

Damit unsere Gehirne übers Wochenende, Samstag und Sonntag, nicht einstauben, hier noch D3SDFZ mit folgenden Syndrom-Fragen:

  1. Was ist das Kawasaki-Syndrom?
  2. Was ist das Conn-Syndrom?
  3. Was ist das Felty-Syndrom?

Ein schönes und sonniges Wochenende!

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 von Jenny am 21. März 2009

Himbeeren

Auszüge aus dem Leben einer Medizinstudentin

Im zweiten Semester Histokurs an unserer Uni wurde vom Professor eindrücklich beschrieben, dass die Histologen und Pathologen in vielen Geweben und Organen, Ähnlichkeiten zu alltäglichen Dingen des Lebens sehen! Damals dachte ich mir, ich bin im falschen Film. Mir war nicht klar, wie tief diese Menschen in ihrer Materie stecken, um medizinische Fakten mit alltäglichen Dingen zu vergleichen. Gerade jetzt, wenn ich fürs Hammerexamen mir hammermäßig viele Fakten einflöße, begegnen mir immer häufiger eben diese erwähnten Phänomene:

Ob da etwa die Achalasie in einem Sektglas daherkommt, die Colitis ulceroa als Fahrradschlauch und der Morbus Crohn als Pflastersteinrelief imponieren, ob Knoblauch oder Bittermandelduft zum Vergleich herhalten müssen oder sogar Durchfallerkrankungen mit Nahrungsmitteln verglichen werden. Der Medizinstudent wird nicht verschont und der Stexler erst recht nicht- und hat das Glück die geballte Medizin in seinem Alltag wieder zu finden oder den Alltag in der Medizin nicht loszuwerden. Aus diesem Grund habe ich meine Highlights der „Alltagsmedizin“ mal festgehalten:

  • In der Bildgebung:
    • Sektglasphänomen im Rx bei der Achalasie
    • Fahrradschlauch im Colon KE bei der Colitis ulcerosa
    • Pflastersteinrelief im Rx beim Mb. Crohn
    • Holzschuhform des Herzens im Rx (Aortenkonfiguration) v.a. bei Aortenklappeninsuffizienz
  • Makroskopisch:
    • Muskatnussleber in Form der Cirrhose cardiaque bei der Perikarditis constrictiva
  • Mikroskopisch:
    • Zwiebelschalenform der Psammomkörperchen beim Meningeom und beim papillären Schilddrüsen-Ca
  • Düfte:
    • Knoblauchartig bei Intoxikation mit Arsenwasserstoff oder organischen Phosphorsäureester
    • Bittermandelartig bei Intoxikation mit Blausäure
    • Mäuseurinartiger Geruch bei der PKU (durch Phenylessigsäure im Urin) und beim
    • Schimmelgeruch (oder auch mäuseurinartig) beim Favus (tiefe Trichomykose)
    • Acetonartig beim Diabetes mellitus
  • Geschmack:
    • Metallischer Geschmack bei Überdosierung von Lokalanästhetika
  • Formen:
    • Schießscheibenformen oder Kokardenformen an der Haut beim Erythema exsudativum multiforme
    • Schießscheibenzellen im Blut, sogenannte Targetzellen, bei der Sichelzellanämie
    • Klaviertastenphänomen beim Tossy III (Claviculafraktur)
  • Natur:
    • Gemähte Wiese bei der Mikrosporie (Trichomykose durch Mirkosporum audouinii)
    • Schmetterlingserytem beim Lupus erythematodes
  • Essen und Trinken:
    • Café-au-lait Farbe der Haut bei chronischer Niereninsuffizienz, Flecken beim Mb. Recklinghausen und bei Megaloblastärer Anämie
    • Wurstzehen und Wurstfinger beim Mb. Reiter
    • Erdbeerzunge beim Kawasaki-Syndrom
    • Himbeerzunge bei Scharlach
    • Lachsfarbenes Exanthem beim Mb. Still
    • Schokoladenfarben beim Gasbrand
    • Fleischwasserfarbenes Wundsekret beim Gasbrand
    • Himbeergeleeartige Stühle bei der Amöbenruhr oder der Invagination
    • Reiswasserstuhl bei der Cholera
    • Erbsbreiartige Stühle bei Typhus
    • Apfelgeleeartige Hauterscheinung (bei Spateldruck) bei der Sarkoidose und TBC

Das sind nur einige Auszüge aus den bizarren Vergleichen der Medizin, die einem beim Lernen durchaus Freude bereiten und manchmal sogar ein kopfschüttelndes Lächeln hervorlocken können! In Hoffnung auf weitere Vorschläge aus eurem „Alltag“…

… wünsche ich euch ein breites Grinsen…

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