von Jenny am 28. Februar 2009

Question!

Liebe Onliner,

kurz vor Ende dieses erneut erschöpfenden und kraftraubenden Lerntages möchte ich euch kurz vor der Regenerationsphase an unser morgen startendes Medizinquiz erinnern. Es nennt sich „Die 3 STEXDOSE-Fragezeichen“ (D3SDFZ) und fordert vor allem aktives Medizinwissen. Es werden nicht die üblichen, uns bekannten fünf Antwortmöglichkeiten vorgegeben, sondern verschiedene Fragen zu Syndromen, Medikamenten, diagnostischen Tests und Zeichen oder freie Fragen gestellt. Es sollen also nackte Tatsachen gewusst werden! Das Quiz bietet euch einen kurzen Themenwechsel zu eurem gerade Gelernten, eine Auffrischung alter gespeichter Daten oder neu dazukommendes Insiderwissen! Vielleicht wird es sogar eine zusätzliche Vorbereitung auf unsere mündlichen Prüfungen sein.

Zur Erkenntnis des Tages sagt Hermann Hesse Folgendes:

„Alles Wissen und alles Vermehren unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit einem neuen Fragezeichen!“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (3 Stimmen)
 von Jenny am 28. Februar 2009

warm up

Liebe Pioniere ,

was soll ich sagen, die Hoffnung stirbt zuletzt. Manchmal muss man auch in einer langsam, aber sicher näher rückenden heißen Phase der Lernvorbereitung, einen kühlen Kopf bewahren! Denn plötzlich ist mein Flow, zumindest für heute, zurückgekehrt, und somit sind mir beim Wiederholen der rheumatologischen Krankheitsbilder sofort „Die P des SLE“ (Sythemischer Lupus erythematodes) aufgefallen:

  • Postpubertierende Patientinnen (20. bis 40. Lebensjahr)
  • Papillonerythem (frz. und bedeutet Schmetterlingserythem)
  • (rote) Plaques perinasal und pharyngonasale Ulcerationen
  • Hyperästhesie im Plaquebereich
  • Hypersolarempfindlichkeit
  • Alopezie
  • -penien (v.a. Leuko-, Lympho- und Thrombozytopenien möglich)
  • Polyarthritis
  • Polyserositis mit Pleura- und Perikardergüssen
  • (rezidivierende) Pneumonien
  • (persistierende) Proteinurie bei Immunkomplexnephritis
  • Psychosen und Epileptische Anfälle

Viel Spaß beim Pauken!

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.3/5 (10 Stimmen)
 von Jenny am 28. Februar 2009

Laughter

Liebe Leidensgenossen,

wie geht es euch??? Mir selbst ist gerade zum schreien (siehe oben!). Ich schleppe mich nur schweren Herzens und langsamen Gehirns zu meinen Büchern. Mir fehlt der Flow! Wo ist er nur hin? Wie finde ich neuen Flow? Beziehungsweise will ich einfach nur meinen alten zurück! Leider gibt es ihn in keinem Laden der Welt zu kaufen, in keiner Bibliothek einer Stadt auszuleihen und Familie und Freunde können ihn mir auch nicht aufschwatzen! Was hilft einem in dieser leidlichen Phase? Soll man vermehrt Sport treiben, raus gehen, Freunde um sich scharen, seinen Frust vielleicht sogar ertränken und die Bücher mal Bücher sein lassen? Zur Zeit habe ich keinen blassen Schimmer und vertraue einfach darauf, dass der Flow zu mir zurückkehrt!

Zusätzlich habe ich gestern meine mündlichen Prüfungstermine erfahren. Am 14. und 15. Mai werde ich mich mit drei tapferen Mitstexlern den vier noch unbekannten Prüfern stellen, um all mein (Nicht-)Wissen zu präsentieren! Allzu lange Zeit zur Regeneration bleibt somit nach dem schriftlichen Teil nicht. Und wie ich mein Glück kenne wird mein 4. Prüfungsfach, welches uns zwei Wochen vor der Prüfung erst mitgeteilt wird, sowas wie Patho oder Pharma sein! Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof!

Zuerst dachte ich gerade, wir haben keine Wahl. Wir haben uns das alles selbst ausgesucht und müssen eben jetzt dadurch. Aber man hat immer die Wahl! Und aus diesem Grund habe ich auch jahrelang mehr oder minder für dieses Ziel geschufftet! Darum wird jetzt auf die Zähne gebissen und die Pobacken zusammengekniffen. Ob mein Flow mich gerade im Stich lässt oder nicht – morgen ist ein neuer Tag und somit eine neue Chance!

Somit verbleibe ich mit meiner Erkenntnis des Tages:

„Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.6/5 (5 Stimmen)

Question!

Ab dem kommenden Sonntag – 01.03.2009 – wird es auf der STEXDOSE täglich drei Fragezeichen zum Selbstlösen geben! Je nach Wochentag wollen wir uns zur Abwechslung nicht nur mit dem Raritätenkabinett des IMPP beschäftigen, sondern mehr oder minder fundamentale medizinische Fakten wiederholen! Denn unsere tägliche klinische Erkenntnis lautet: „Das Häufige ist häufig, das Seltene selten.“

Am Sonntag starten wir mit ??? zu Syndromen verschiedenster Art! Frisch in die Woche gestartet geht es immer wieder montags spannend mit ??? zu Medikamenten weiter! Dienstag stellen sich ??? zu diagnostischen Tests und Mittwoch die ??? zu Morbi aus allen Fachgebieten! Donnerstag frischen wir unser schon müdes Gedächtnis mit ??? zu diagnostischen Zeichen auf, damit wir uns Freitag frisch an die Frei-??? herantrauen und die Woche am Samstag wieder mit ??? zu Syndromen abrunden!

Für jede Unterstützung und Beantwortung der drei STEXDOSE-Fragezeichen bin ich euch dankbar und freue mich auf einen regen Wissens- und Interessenaustausch!

Somit verbleibe ich vorerst mit der Erkenntnis des Tages nach Sokrates:

„Ich, der ich weiß, mir einzubilden, dass ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß.“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.8/5 (6 Stimmen)
 von Jenny am 25. Februar 2009

Apfelbaum Blüten

Liebe Sonnenanbeter,

zumindest freute sich heute der Südwesten Deutschlands, den ich zur Zeit besuche, über frühlingshaftes Vogelgezwitscher (den Wecker hätte ich mir heute morgen doch glatt sparen können) und strahlenden Sonnenschein! Trotz Lernen oder gerade deshalb hat es auch heute mal mich aus der Lernhöhle gelockt. Nichts hilft besser gegen trübe Lernlaune als frische Luft und Sonne – vorerst reicht das völlig um mein Herz zu erfreuen und mein Gehirn durchzulüften!

Ansonsten gibt es irgendwie nicht viel Spannendes zu berichten – habe ich heute wirklich einfach nur vor mich hingelernt oder gab es doch aufregenderes? Meinen Lerntag teilten sich heute die Pulmologie und die Gastroenterologie!

In der pulmologischen Ecke u. a. die Dauerbrenner Asthma bronchiale und COPD, die TBC und die Sarkoidose werden mein heutiges Abendprogramm füllen! Weiterhin habe ich mir die Grundlagen der pulmologischen Untersuchung zum 100mal eingebläut – was sagt mir die Auskultation und die Perkussion? Welche pathologische Atmungstypen gibt es? Ich bilde mir ein, dass diese Befunde häufig den Hexler in die richtige Lösungsecke drängen sollen.

Einen für mich neuen Merkspruch habe ich mir im Anflug sonnengereifter Kreativität einfallen lassen.

Beim Asthma sind auf Grund von Bronchospasmus kontraindiziert: Acetylsalicylsäure, Morphin und seine Derivate, Betblocker, Parasympathomimetika, Indometacin, Thiopental und im akuten Anfall Cromoglicinsäure.

Für mich ergibt das: „TIM ass Betablocker und Parasympthomimetika“.

An dieser Stelle möchte ich meinem Bruder danken, dass ich seinen Namen nun mittlerweile in meinen zweiten Merkspruch eingebaut habe! Denn er hat mir schon geholfen, die nicht selektiven Betablocker auswendig zu wissen. Denn Timolol, Sotalol, Pindolol und Propranolol sind für mich: „Tim spielt Ping Pong“.

Als Link kann ich euch die Röntgenbilder Lehrsammlung ans Herz legen, besonders denjenigen, die Radiologie als Wahlfach oder als 4. Prüfungsfach haben: www.mevis-research.de oder einfach „Die Lunge im Netz“ googlen!

Manchmal helfen auch einem die leichtesten, so nahe liegenden Dinge, beim Lernen doch noch ein Lächeln zu haben! Erst recht, wenn wieder ein Faktum mehr auf der Festplatte Hammerexamen gespeichert scheint!

Leider gibt es vorerst aus der gastroenterologischen Ecke nicht sehr viel Neues zu berichten: Da geben sich stetig von oben nach unten, Entzündung, Tumor und Trauma (Akutes Abdomen) die Klinke in die Hand – so wie es eben meistens in der Medizin ist.

Und ich verbleibe mit der Erkenntnis des Tages:

„Die Sonne bringt es an den Tag.“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.8/5 (5 Stimmen)
 von Jenny am 24. Februar 2009

Potato Patch

Ich kann es kaum glauben- mir ist endlich ein Licht aufgegangen. Für viele von euch wird es sich banal anhören, dass man echte und Pseudodivertikel nicht unterscheiden kann- was Traktions- und Pulsionsdivertikel sind – und was eigentlich ein Zenker von einem Meckel unterscheidet!?

Aber für mich und vielleicht für alle da draußen, denen es bisher auch schwer gefallen ist, diese kleinen Lümmel zu differenzieren, helfen vielleicht folgende persönliche und zusammengefasste Merkhilfe:

Zuerst einmal:

Echte Divertikel sind pathologische Ausstülpungen aller Wandschichten eines Hohlorgans, z. B. das Meckel Divertikel im Ileum.

Pseudo Divertikel sind Schleimhautaustülpungen, d. h. nur der Mukosa und Submukosa, durch eine Muskellücke ins Meso, z. B. Divertikel im Sigma.

Soweit so gut!

Schwierigkeiten hatte meine Wenigkeit mit den Ösophagus Divertikeln von kranial nach kaudal:

  1. Zervikale Divertikel zu 70%, wie das Zenker Divertikel
  2. Mediastinale Divertikel zu 20% sind echte Divertikel
  3. Epiphrenale Divertikel zu 10% sind Pulsions Divertikel

Pulsions Divertikel sind Pseudo Divertikel!

Traktions Divertikel sind echte Divertikel!

Also:

Echte Divertikel sind Traktions Divertikel in Höhe der Tracheabifurkation und meist symptomlos!

Last, but not least:

Das Zervikale, Pseudo- und Pulsions Divertikel namens Zenker, stülpt sich am häufigsten vor und dann auch meistens links und innerhalb des Kilian Dreiecks bei älteren männlichen Patienten nach dorsal!

Somit ergibt sich als vorläufige Erkenntnis des Tages – frei nach Isaac Newton:

„Was wir wissen, ist ein kleiner Tropfen! Was wir nicht wissen, ist der Ozean!“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (7 Stimmen)
 von Jenny am 23. Februar 2009

working with coffee grounds

Liebe Stexler,

kurz vor meiner allgemeinen Wiederholung des schon wieder vergessenen oder verdrängten Stoffes, kommt zum Abschluss der ersten Runde ein für mich anfängliches Graus! Wenn ich mich in meiner bisherigen medizinischen Karriere unwohl gefühlt habe, dann war es im dermatologischen Seminar. Eigentlich scheue ich weder infektiösen Patientenkontakt, noch lasse ich mich von übelriechenden Wunden beeindrucken! Warum es mir ausgerechnet dann in der Dermatologie nicht gefallen hat, kann ich bis heute nicht beantworten! Vielleicht war es die Reizüberflutung der verschiedenen Effloreszenzen…

Und so sind wir mitten im Stoff: Die primären Effloreszenzen sind nicht schwer zu merken, wenn man sie sich erst einmal veranschaulicht hat- vielleicht am besten mit einem Dermabuch (welches ich zu eurem Erstaunen nicht besitze) oder mit Hilfe unseres guten alten Google-Bild-Suchers. Dort würde der interessierte Nicht-Dermatologe folgendes als primäre Effloreszenz bestaunen können:

  1. Den gemeinen Fleck = Makula
  2. Das kleine Knötchen = Papel
  3. Die konfluierenden Papeln = Plaque
  4. Den großen Knoten = Nodulus
  5. Das kleine serös gefüllte Bläschen = Vesicula
  6. Die große serös gefüllte Blase = Bulla
  7. Die gemeine Pustel = Pustula
  8. Die quaddelnde Urtica = Quaddel

und die IMPP relevanten sekundären Effloreszenzen Lichenifikation und Erosion; aber auch Narben, Schuppen und Krusten können dazu gezählt werden.

Ein besonderes Schmankerl lässt das IMPP bei keinem von mir gekreutzen Examen aus und reitet dabei besonders auf der Immunfluoreszenz oder der Histologie rum- was für uns bedeuten kann, dass wir da evt. (natürlich wie immer ohne Gewähr) Punkte erhaschen können!

Pemphigus vulgaris

vs.

Bullöses Pemphigoid

vs.

Dermatitis herpetiformis Duhring

vs.

Pemphigoid gestationis

Weiterhin habe ich mir hin und wieder die Prädilektionsstellen einiger Erkrankungen gemerkt, z.B.-

  • Skabies findet man eher an dünner Haut, wie Interdigitalfalte, Axilla, Genitale/ Penisschaft, Regio umbilicalis und Mamillen. Beim Erwachsenen daher NICHT am Kopf oder im Gesicht, hingegen beim Säugling schon!!!
  • Neurodermitis beim EW an den Beugeseiten, beim Kind eher an den Streckseiten!

Zusätzlich musste ich feststellen, dass die gute alte Syphilis (die übrigens eine gute Freundin schon als Geheimtipp für einen Fall handelt) in allen Stadien erstaunliche Hautpathologien hervorrufen kann!

  1. Das nicht schmerzhafte und hochinfektiöse Ulcus durum als Primäraffekt im Stadium 1
  2. „Bunte“ nicht juckende, braun-rötliche Exantheme (= Syphilide) im Stadium 2
  3. Granulome = Gummen im Stadium 3
  4. Im Stadium 4 bleibt die Haut eher verschont, dafür muss hier das Nervensystem dran glauben! Folgen sind Tabes dorsalis und progressive Paralyse!

Zwischendurch grüßen zahlreiche andere Effloreszenzen: Condylomata lata, Papeln an Händen und Füßen, diverse Plaques im Mund-, Genital- und Analbereich u. a.

Somit ist die (meldepflichtige) Erkenntnis des Tages:

„Die Syphilis ist das Chamäleon der Dermatologie“

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.4/5 (8 Stimmen)
 von Matthias am 23. Februar 2009

IT1_overlayLeft_sm

Liebe STEXler,

die Neuro erscheint mir gleichsam interessant und umfangreich. Ich möchte trotzdem versuchen, die wichtigsten Krankheitsbilder für euch so kompakt wie möglich abzubilden:

1. Entzündungen/Infektionen

Enzephalitis
Meningitis (viral – bakteriell – tuberkulös)
Borreliose
FSME
VZV

2. Gefäßsystem

Infarkte (Lokalisation mit entsprechender Symptomatik!)
Blutungen (Epidural, Subdural, Subarachnoidal)

3. Krampfkrankungen

Generalisiert und fokaler Anfall (einfach oder komplex)
Rolando-Epilepsie
Impulsive Petit-mal
Lennox-Gastaut-Syndrom
Absencenepilepsie
West-Syndrom
Fieberkrämpfe

4. Kopfschmerz

Migräne
Cluster-Kopfschmerz

5. wichtige Erkrankungen

MS
ALS
Myasthenia gravis
M. Parkinson
Chorea major und minor
M. Menier
Hepatische Enzephalopathien
Paramyotonica congenita
Myotone Dystrophie
Funikuläre Spinalerkrankung
Wernicke-Enzephalopathie
Zentrale pontine Myelinolyse
Creutzfeld-Jacob
Alzheimer
Demenz
Normaldruckhydrozephalus
Spinale Muskelatrophien
Polyneuropahtien

6. Tumoren

Meningeom
Glioblastom
Medulloblastom
Neurinom
Astrozytom
Kraniopharyngeom

7. Nervenkompressionserkrankungen

Bandscheibenerkrankungen (mit Kennmuskeln, -reflexen und Dermatomen)
Plexuslähmungen
Karpaltunnelsyndrom

Action!


VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 5.0/5 (2 Stimmen)
 von Matthias am 22. Februar 2009

Liebe STEXler,

Hallo und Herzlich Willkommen zu einem weiteren STEXDOSE-Video-Post mit dem ersten STEXDOSE-Stummfilm.

Die folgende zeichnerische Eselsbrücke hat mir sehr geholfen, die Rückenmarksschäden mit ihrer motorischen Symtpomatik absolut sicher drauf zu haben.
Ich hoffe, euch verschafft sie ein ähnliches Aha-Erlebnis.

Viel Spaß!

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.8/5 (8 Stimmen)

Jumbo 20 side

Anästhesie im „Handumdrehen“:

  • Der Esmarch-Handgriff („es marchiert wieder Luft durch die Trachea“) wird durch Vorziehen des Unterkiefers das Zurückfallen der Zunge und damit eine Verlegung der Atemwege verhindert.
  • Der Rautek-Griff dient zur Rettung von Verletzten aus der Gefahrenzone. Dazu greift man dem Verletzten vom Rücken her mit beiden Armen unter beiden Achseln durch und erfasst den im Ellenbogen rechtwinklig gebeugten Unterarm mit beiden Händen und nach vorne gerichteten Daumen (zur Vermeidung innerer Verletzungen). Anschließend drückt man den so gehaltenen Unterarm gegen den Oberbauch des Patienten und versucht, den Körper des Verletzten auf die eigenen Oberschenkel zu ziehen.
  • Der Heimlich-Handgriff („von hinten heimlich heranschleichen“) soll bei Bolusverlegung der oberen Atemwege durch kräftigen, ruckartigen Druck im Bereich des Oberbauchs (Epigastrium) der Bolus aus dem Laryngotrachealbereich entfernt werden; jedoch ist er umstritten und sollte nur in Ausnahmesituationen Anwendung finden, da sehr leicht innere Verletzungen von Magen, Leber und Milz auftreten.
  • Der Sellick-Handgriff wird bei der Intubation angewandt. Dabei drückt ein Helfer auf den Ringknorpel des Patienten. Der Kehlkopf wird dabei nach dorsalwärts verlagert, d.h. der Kehlkopf für den Intubierenden leichter einsehbar und der Ösophagus wird damit komprimiert, wodurch ein Reflux verhindert wird (Vorbeugung der Aspirationsgefahr).

CAVE: „Dr. Leopold übt die Handgriffe nur bei Schwangeren“ (zur Bestimmung des Fundusstandes und der kindlichen Lage)

Meine persönlichen IMPP Facts der Anästhesie:

  • Symptome bei Überdosierung von Lokalanästhetika
  • Maligne Hyperthermie
  • Postaggressionssyndrom

Meine (überlebensnotwendige) Erkenntnis des Tages:

„Bei GCS von 8 gib Acht, bei 7 Tubus schieben!“ (gilt vor allem beim SHT!)

Wenn ihr eure persönlichen Highlights der Anästhesie vorstellen möchtet, freue ich mich über jeden Hinweis – vielleicht lässt sich ja noch was dazulernen 😉

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 4.4/5 (12 Stimmen)