Homework

Hallo,

meine zweiter Lerntag auf die mündliche Prüfung geht zu Ende. Ich bin ganz zufrieden, wie es lief, auch wenn ich nicht mehr ganz so fit bin wie Anfang August.

Trotzdem genieße ich den klinischen Bezug, den ich beim Kreuzen hier und da vermissen musste.

Die Themen von Tag 1 und 2:

  1. Grundlegende klinische Anatomie, Physiologie und Untersuchungstechniken zum Ohr sowie Gehör und Gleichgewichtsorgan.
  2. Pathologie zur Arteriosklerose.
  3. Akutes Abdomen.
  4. Hyperlipoproteinämie.
  5. Arterielle Hypertonie

Im Zuge der montäglichen Internetrecherche zur mündlichen Prüfung bin ich auf ein paar aus meiner Sicht nützliche Dinge gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich habe es als kleine Liste für euch zusammengestellt.

Da ich die Prüfung ja selbst noch vor mir habe, kann ich nur wiedergeben, was ich gefunden habe. Bitte fühlt euch frei und erweitert sie mit euren Erfahrungen und eurem Wissen.

Hier also die besten Tipps für die mündliche Prüfung im Staatsexamen:

  • Vorbereitung:
    • Trefft euch mit eurer Gruppe.
    • Kontaktiert euren Prüfer und stellt euch falls möglich als Gruppe vor.
    • Strebt einen ähnlichen Wissensstand an, zu inhomogene Gruppen wirken sich eher negtiv aus.
    • Falls ihr nicht wißt, wie ihr lernen sollt, nehmt das Inhaltsverzeichnis eines Kurzlehrbuchs, schaut, was ihr zu den Überschriften wißt und erstellt dann anhand eurer Lücken einen Lernplan.
    • Sucht euch Prüfungsprotkolle. Ist inhaltlich eine Struktur erkennbar?
    • Falls ihr keine findet, kann das Spezialgebiet des Prüfers als Richtschnur helfen. Aber versteift euch nicht darauf! Manche Prüfer fragen ganz bewußt nicht ihr Fachgebiet, weil sie den Schweregrad ihrer Fragen kaum mehr einschätzen können.
    • Gewöhnt euch ein festes Schema an, nach dem ihr lernt und antwortet (Def. – (Epi -) Ä – Symp – Dia – The).
    • Ziel ist es, die Erkrankung zu verstehen und sie erklären zu können. Verschwendet keine Zeit mit Seltenheiten!
    • Denkt euch eigene Fragen zu Themen aus, die ihr dann selbst beantwortet. Was könnte der Prüfer fragen?
    • Trainiert, den Stoff laut vor euch her zu sprechen.
    • Trainiert Untersuchungstechniken und eine struktierte Patientenvorstellung.
  • Lerngruppe:
    • Gruppengröße 2-4.
    • Vereinbart exakt die Themen, die ihr abhandeln wollt.
    • Setzt Euch einen konkreten Zeitrahmen und nutzt diesen produktiv zum Lernen!
    • Stellt die Prüfung so authentisch wie möglich nach. (Anrede „SIE“!)
    • Nutzt erneut das gleiche Schema (Def. – (Epi -) Ä – Symp – Dia – The).
    • Traniert kurze, präzise Antworten!
  • Prüfungstag:
    • Aufregung ist ok!
    • Falls sie euch zu übermannen scheint, denkt den schlimmsten Fall zu Ende und schaut, was passiert.
    • Kleiderordnung: Etwas feiner als sonst, doch das wichtigste ist: Ihr müßt euch wohl fühlen!
    • Kaugummi raus, kleine Wasserflasche mitnehmen.
    • Seid ruhig und konzentriert.
  • Fragenformen:
    • Offen
      • Antwortet strukturiert (Def. – (Epi -) Ä – Symp – Dia – The), präzise und flüssig.
      • Greift als Schlußsatz eine Problematik auf, in der ihr euch gut auskennt.
    • Nachfragen
      • Sollen das angeschnittene Thema vertiefen.
      • Der Schwierigkeitsgrad wird steigen – bleibt ruhig und konzentriert!
    • Fallbeispiele
      • Soll in „handwerklichen“ Fächern sehr beliebt sein.
      • Es besteht die Chance auf ein kollegiales Gespräch.
      • Nennt zu Beginn ein paar wichtige Differentialdiagnosen.
  • Mögliche Probleme + Lösung:
    • Ihr könnt nicht antworten. -> Fragt nach oder bittet um weitere Infos (das hilft auch, falls man mal am Prüfer vorbeiredet…)
    • Das „Aha“ bleibt trotzdem aus. -> Meist wechselt der Prüfer dann selbst das Thema.
    • Ein Mitstreiter „stürzt ab“. -> Bleibt ruhig und konzentriert, auch der Prüfer fühlt sich unwohl.
    • Schwerer Prüfer. -> Lernen, lernen, lernen.
    • Es wird eine weitere Fragerunde zur Verbesserung der Note angeboten. -> Unbedingt annehmen, ihr könnte nur gewinnen!

Weitere Infos aus erste Hand findet ihr hier:

Aus der Sicht eines internistischen Chefarztes – Interview mit Dr. Gerhard Muth

Welche Tipps kennt ihr? Wie bereitet ihr euch vor?

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Wie lerne ich richtig für die mündliche Prüfung? Die besten Tipps fürs mündliche Staatsexamen, 4.0 out of 5 based on 11 ratings

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