von Matthias am 5. Oktober 2008

anti botox brigade

Ich lehne mich wieder einmal weit aus dem Fenster: Nie mehr in meinem Leben werde ich schreiben können, wie ich die Welt eine Woche vor meinem Hammerexamen erlebt habe.

Die letzten Wochen haben mich in einer unglaublichen Geschwindigkeit mitgerissen und ich möchte diesen kleinen Post nutzen um einen Einblick zu gewähren in meine Erfahrungen, eine Woche vor meinem Staatsexamen:

  1. Die Bearbeitung der Hammerexamina strengt an, mehr als ich dachte. Aus meiner Sicht liegt das zu einem großen Teil an den stellenweise umfangreichen und „schwammigen“ Fragestellungen und Fallstudientexten, zum anderen auch an der Bearbeitung selbst, die wirklich Kraft kostet. Wenn ich gegen 13.30 Uhr mit einem Examenstag fertig bin, bin ich fertig. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich nutze dann die Nachmittage um die Fragen durchzugehen und mir zu Unklarheiten wieder Audios aufzunehmen. Danach folgt die Wiederholung meiner Lernnotizen bis hinein in den Abend.
  2. Jedes Examen bringt Neues, Dinge, von denen ich vorher noch nie etwas gehört habe. Ist es überhaupt möglich, die Medizin komplett zu erfassen? Eher unwahrscheinlich, Unbekanntes gibt es immer. Ich gehe dem so offen wie möglich entgegen und finde so fast immer eine Antwort, mit der ich leben kann.
  3. Den aktuellen Lernablauf an sich kann ich weiterempfehlen: Die Prüfung wird realitätsnah nachempfunden und ich werde in 1 Woche schlicht ein weiteres Examen und nicht dieses übergroße Etwas kreuzen. Das hoffe ich zumindest. Ich mag diesen Trainingseffekt ähnlich einem Intervalltraining vor einem Lauf, das Spitzenleistungen festigen kann.

Ich stehe also vor der letzen Woche meiner Examensvorbereitung und auch meinem Interesse für Dreizeiler mit 5 Antwortmöglichkeiten geht ein wenig die Puste, aber ganz ehrlich:

Was bitte ist denn 1 Woche, bei 6 Jahren Medizinstudium?

Ich wünsche darum euch allen Kraft und Durchhaltevermögen für die letzten Tage. Bleibt dran – das Ende ist in Sicht!

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