von Matthias am 9. August 2008

Power in your hand

Woche 5/14 geht dem Ende entgegen. „Höchschste“ Zeit, meinen Tagesablauf mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Es hat sich ein Rhythmus eingestellt, der mir nicht selten richtig Spass macht. Ich liebe die Freiheit, selbst zu bestimmen, wann ich was mache.

Falls du mit deinem Lerntag zufrieden bist, wirf einen Blick in die anderen Beiträge hier auf STEXDOSE. Falls nicht, lies weiter!

Mein Tag beginnt regulär gegen 6.00 Uhr. Ich versuche dann so oft es geht, einen kurzen Morgenlauf zu machen. Ich liebe diese Stille, die Lichter der aufgehenden Sonne und natürlich die kühle, unverbrauchte Luft eines Sommermorgens.

„Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“ (Emil Zátopek)

Dann eine kalte Dusche, die auch den gemeinen Studenten erweckt und ein schönes Frühstück. Darauf folgt, was ich gerade mache, nämlich Arbeit an der STEXDOSE.

Wenn ich das hier fertig geschrieben habe, mache ich eine halbe Stunde lang nichts. Nun, vielleicht nicht ganz Nichts, aber so wenig wie möglich. Ein Hinlegen in ruhiger Wachsamkeit und Beobachten von Körper und Geist. Man könnte es Meditation nennen. Ich nenne es einfach: Sein. Ein Einstimmen. Wie das Leipziger Gewandhausorchester, dass seine Instrumente stimmt, bevor es Beethovens Sechste spielt. Falls jemand Interesse daran hat, findet hier meine erste Berührung mit Meditation.

Gegen 9.00 Uhr beginne ich nun mit den ersten zwei Lernphasen („Sessions“) von je 100 Minuten mit einer 20-minütigen Pause dazwischen. Diese Zeiteinteilung hat sich bisher echt bewährt, denn:

  • Ich konzentriere mich voll, weil ich genau weiß, dass ich nicht ewig Zeit habe.
  • Die Aussicht auf eine Pause macht es mir leichter, meine Aufmerksamkeit auf diese 100 Minuten zu richten. Wie bei einem Wettkampf, bei dem man weiß, wann die Verpflegungspunkte kommen.
  • Mehr als 100 Minuten lernen am Stück ist für mich einfach nicht drin. Jedenfalls jetzt noch nicht.
  • Ich lerne in einem festen Rhythmus, so dass sich mein Körper daran gewöhnen kann.
  • Ich bin relativ sicher gegen 13.00 Uhr mit den zwei Sessions fertig und damit bereit für die Mittagspause.

Ich nehme mir Zeit bis 15.00 Uhr. Essen, raus gehen (und evtl. irgend etwas erledigen) und 20 Minuten ein kleines Nickerchen. Dieses „Powernapping“ reicht aus, um wieder frisch zu sein, ist aber zu kurz, um danach nicht mehr in die Gänge zu kommen.

Der Nachmittag ist dann ein Spiegelbild meines Vormittags, also wieder zwei Sessions mit Pause dazwischen. Bei einem kleinen Snack höre ich sehr gern zwischen 16.30 und 17.00 Uhr den Deutschlandfunk, weil in dieser Zeit sehr interessante Berichte aus dem Bereich der Wissenschaft gesendet werden. Für mich eine willkommene Abwechslung zur Medizin und erstaunlich motivierend. Nach der letzten Session gegen 19.00 Uhr bin ich meistens richtig erschöpft und muss raus aus meinem Zimmer. Ich gehe laufen oder ins Fitness oder fahre an einen See. Einfach nur raus.

Am Abend nehme ich mir noch einmal eine Stunde Zeit, um Sachen zu wiederholen oder an der STEXDOSE zu arbeiten. Ich versuche aber, den Laptop spätestens 21.30 Uhr auszuschalten, am liebsten schon gegen 21.00 Uhr. Das schaffe ich aber nicht immer.

So, das ist er, mein Lerntag für das Hammerexamen 2008.

Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Zeiteinteilung gemacht?

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Lernen fürs Staatsexamen: Mein Tagesablauf, 4.3 out of 5 based on 6 ratings

2 Kommentare zu “Lernen fürs Staatsexamen: Mein Tagesablauf”

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