von Matthias am 31. August 2008

You!

Liebe STEXDOSE,

seit gut vier Wochen sind wir nun schon gemeinsam on the road.

Wahrheiten sollen ausgeprochen werden: Ich bin dein größter Fan! Ehrlich! Ich liebe es, für dich Artikel zu verfassen, Interviews zu organisieren, Songs zu schreiben und engagierte Köpfe zu verbinden. Es ist großartig zu sehen, wie du dich entwickelst und das gibt unglaublich viel Energie.

Du solltest aber auch wissen, dass ich Momente erlebe, in denen ich zweifele, ob das so eine gute Idee war. Versteh mich bitte richtig: Es macht riesigen Spass, aber neben der Lernvorbereitung kostet es auch sehr viel Zeit und Kraft. Ich frage mich dann, ob ich das alles schaffe und ob ich mich hier nicht gnadenlos übernehme. Besonders hart ist es für mich, wenn sich tagelang nichts tut, obwohl ich täglich an dir arbeite. Manchmal raubst du mir echt meine letzten Nerven! Aber dann kommt ein Interview oder ein cooler Kommentar oder ein paar kreative Lernsprüche oder Videos von Leuten, die du begeistert hast – und die Welt sieht wieder ganz anders aus. So ist es immer ein Auf und Ab. Leben halt.

Ich möchte, dass du das weißt und mich daran erinnerst, wenn es mal wieder hart wird.

Dein Matthias

 von Matthias am 30. August 2008

Die Linien werden länger, mein Kopf immer voller und mein Herz immer tachykarder: meine Lernstatistik zu den Themengebieten Sinnesorgane und Neurologie.

Wie immer zum Vergrößern draufklicken:

Wie lief die Woche bei euch? Sorgen, Nöte oder Ideen – her damit!

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 von Matthias am 29. August 2008

Thanks

Wieder ein herzliches Dankeschön an Christian für seine Lernsprüche der Woche:

  • MEN Syndrome
    • MEN I: „Ma(e)ndy (Menin Gen) wohnte mal über (Hyperparathyreoidismus) und unter (Hypophyse) einem Pu(a)nk (Pankreas – Ca)“
    • MEN IIa: „Als Sie über (Hyperparathyreoidismus) ihm wohnte, hatte er neben Rettich (Ret – Gen) auch Chrom (Phäochromozytom) im Mark seiner Schilddrüse (medulläres SD – Ca).“
    • MEN IIb: „Das ging ihr so auf die Ganglien (Ganglienneuromatose) ihrer Nerven, dass sie marfanoid (marfanoider Habitus) wurde.“
  • Rheumatisches Fieber (Jones Kriterien)
    • „Prof. Schuler (Subkutane Knötchen) kaufte (Karditis) bei Ebay (Erythema anulare rheumaticum) einen springenden PC (Polyarthritis [springender Befall] und Chorea minor).“
  • DukE Endokarditis
    • Formen: akut – Staphylokokken    und     lenta – Streptokokken (beta – hämol.)
    • Kriterien:
      • Haupt: „Bei seinem Mord spritzte Blut (pos. Blutkultur) bis auf die Motorklappe (Klappenvegetationen).“
      • Neben: „Präsident (Prädisposition) J.F.Kennedy (Fieber) im (Immunologische Erscheinungen (Osler,..)) Verdacht Klappen (V.a. Klappenvegetationen) zu erregen (Erreger (außer Hauptkriterien)).“
  • Antibiosen in der Schwangerschaft
    • erlaubt: CEPhalosporine, Erythromycin, Penicillin
    • kontraindiziert:
      • Ch“K“inolone – Knorpelschäden
      • Ch“K“loramphenicol – Knochenmarksschäden
      • Tetrazykline – Zahnschäden
      • Aminoglykoside – „wirken akustisch schädigend“

Was habt ihre anderen alle für kreative Geistesblitze erlebt? Schreibt mir!

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 von Matthias am 28. August 2008

Ich habe mich heute den Krankheiten der Psyche zugewandt. Als mir aber spätestens bei den Medikamenten auch das Schicksal nicht mehr zur Seite stand, habe ich mich in diesem wunderbaren Clip wiedergefunden:

Lifted – Pixar

Ergo: Auch wenn es wieder mal nicht so läuft wie geplant, vergesst drei Dinge niemals:

  1. Ihr seid nicht allein.
  2. Auch das geht vorbei.
  3. Lachen hilft immer.
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 von Matthias am 27. August 2008

five

  • 5-K-Regel für die Verordnung von Hypnotika (nach Göran Hyjok):
  1. Klare Indikation.
  2. Kleinstmögliche Dosierung.
  3. Kurzfristige Behandlungszeit.
  4. Kein abruptes Absetzen.
  5. Kontraindikationen beachten.
  • Keratokonjunktivitis epidemica: Wird im GK auch Keratokonjunktivtis nummeralis genannt, also nicht darauf reinfallen!
  • Bei Infektion großflächiger Hautwunden mit Pseudomonas aeruginosa wird ein lindenblütenartigen Geruch (faulig-süßlich) gebildet, der bei der Diagnose hilfreich ist.
  • Extreme Kopfschmerzen, die bis in den Thorax ausstrahlen können, sind typisch bei akutem Winkelblockglaukom (DD: MI)
  • Subdurales Hämatom – Sichelförmig
  • Epidurales Hämatom – Linsenförmig;
  • Antidot bei Thallium-Intoxikation ist Berliner Blau.
  • Merkspruch zur unteren Plexuslähmung: „Klumpke geht in den Keller (untere Plexuslähmung) und spielt auf seinem Horn (Horner-Syndrom kann auftreten).
  • Broca – Sprachproduktion
  • Wernicke – Sprachverständnis

So, das war es von mir. Und vergesst bitte Eines nicht:

„Die Onchozerkose wird durch Onchocerca volvulus hervorgerufen. Diese Mikrofilarien werden durch die Kriebelmücke übertragen.“

Was gibt es bei euch an neuen Erkenntnissen?

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 von Matthias am 26. August 2008

die_bruecke

Ganz lieben Dank an Frank und einen der besten Rheumatologen Leipzigs für diese wunderbaren Eselsbrücken. Ich freue mich auf viele, viele Fortsetzungen.

  • Rheumatisches Fieber: SPECK
    • Subkutane Knötchen
    • Polyarthritis
    • Erythema anulare
    • Chorea minor (Sydenham)
    • Karditis (als Pankarditis)
  • Gicht: ABCD, und zwar: „Bei A kein A, sondern B und C bis D kommt.“
    • „Bei A (Anfall) kein A (Allopurinol), sondern B (Blemaren) und C (Colchizin) bis D (Durchfall) kommt.“
  • Arthrosen der Fingergelenke: Heberden und Bouchard:
    • „Heberden war ein Engländer und sitzt am Endgelenk.“ (man betone alle E)
    • Ergo: „Der Nachbar Englands ist Frankreich, Bouchard war ein Franzose und sitzt somit am Mittelgelenk der Finger.“
  • Reiter-Syndrom:
    • „Can´t see, can´t pee, can´t climb a tree.“
    • Konjunktivitis, Urethritis, Arthritis
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 von Matthias am 25. August 2008

So, das war sie nun, die Neurologie – wahrlich ein hartes Stück Lernen.

Zum Vergrößern wieder drauf klicken.

Das ist mir aufgefallen:

  1. Ich habe Schwierigkeiten, mir die ganzen Syndrome zu merken.
  2. Auch die Nerven mit zugehörigem Muskel und Dermatom haue ich noch ganz gern durcheinander, von den Medikamenten mal ganz zu schweigen.
  3. Im Examen 3/2005 kamen plötzlich doppelt so viele Fragen aus der klinischen Pharma dran. Vielleicht eine Tendenz?

Hat jemand einen Tipp, wie ich mir die Sachen besser einprägen kann?

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 von Matthias am 24. August 2008

Dieses Video mächte ich all jenen ans Herz legen, die das Lernen geniessen oder einfach die Minuten neben der Medizin für sich und zum Auftanken nutzen möchten.

Nähere Informationen zu Prof. Kabat-Zinn findet ihr hier.

Anmerkung: Dieses Video dauert gute 70 Minuten. Da aber jede Minute ihre Zeit mehr als wert ist, schaut es euch vielleicht besser Abends oder am Wochenende an.

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 von Matthias am 23. August 2008

giving thanks

Hallo Stexmarathonis,

ich freue mich sehr mit dem heutigen Tag ein weiteres Kapitel auf STEXDOSE.de aufschlagen zu können: Christians Lernsprüche.

Vielen Dank, lieber Christian, dass wir nun regelmässig an deinen kreativen Geistesblitzen teilhaben dürfen.

Los geht’s mit Kapitel 1:

  1. Häufigkeit SD Karzinom: „Papa (papilläres) fährt (follikuläres) Medizin (meduläres) zu Anna (anaplastisches).“ (Prognose anders herum)
  2. Phasen Wundheilung: „Meine Ex (Exsudation) hat einen Proleten (Proliferation), der mit Kollagen Autos repariert (Reparation – mit Kollagen) und nicht ganz differenziert (Differenzierung) im Kopf ist.“
  3. Kawasaki-Syndrom: „Es fährt ein kleines Kind (< 4 Jahre) mit einer Kawasaki über ein blühendes (gr. exantheo, „ich blühe auf“…Exanthem) Erdbeerfeld (Erdbeerzunge). Der fett (Halslymphknotenschwellung) getunte Motor ist zum Verbrennen heiß (Fieber). Der Fahrtwind reizt die Augen (Konjunktivitis) und ist so stark, dass Schuppen von Füßen und Händen fallen (Schuppung von Fußen und Händen).“
  4. Muskeln der Rotatorenmanschette: „Supraschnell zur ITS!“ (M. supraspinatus, M.infraspinatus, M. teres minor, M. subscapularis“)
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 von Matthias am 21. August 2008

9/365

Keiner sollte sich über unselige Verwechselungen ärgern müssen:

  1. Agraphie – Unfähigkeit zu schreiben
  2. Alexie – Unfähigkeit zu lesen
  3. Akalkulie – Unfähigkeit zu rechnen
  4. Aphasie – Störung der Sprache
  5. Aphonie – Sprechstörung
  6. Apraxie -Unfähigkeit komplexe Handlungen auszuführen
  7. Ataxie – Störungen im Bewegungsablauf
  8. Akathisie – Unfähigkeit still sitzen zu können
  9. Agnosie – Unfähigkeit trotz intakter Sinnesorgane Wahrgenommenes zu erkennen
  10. Autotopagnosie – Gefühl für den eigenen Körper geht verloren
  11. Anosognosie – Nicht-Erkennen eines krankhaften Zustandes (meist Hemiplegie)
  12. Allodynie – Schmerz, der auf einen physiologischerweise nicht schmerzauslösenden Reiz empfunden wird

Falls in der Liste etwas fehlt (was wahrscheinlich ist) oder unvollständig dargelegt ist – erweitere sie!

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