von Matthias am 31. Juli 2008

I am Here for the Learning Revolution

Hallo, Hallo.

Ihr fragt euch, was das hier soll? Und was ihr hier sollt?

Ihr seid auf STEXDOSE.de gelandet. Ich schreibe hier über das Hammerexamen im Sommer 2008. Für wen? Na, für euch! Und für mich. Wie, das reicht euch nicht? Warum ihr wieder herkommen sollt? Weil ihr müsst! Denn STEXDOSE ist alles andere als eine one-man-show. Sie ist ein Orchester in einem Musikhaus erster Klasse. Und ihr könnt mitspielen! Hier ist unser Spielplan, das STEXDOSEn-Triplet:

  • jede Woche ein Song, um Unlernbares zu behalten
  • Jede Woche ein Interview mit interessanten Infos rund ums Staatsexamen
  • Jede Woche gelöste Unklarheiten

Dieses STEXDOSEn-Triplet ist der Kern dieses Blogs. Daneben gibt es nahezu täglich mit Informationen rund um die Lernerei. Ob auch medizinische Werke dargeboten werden? Selbstverständlich! Alles, was wir wollen, wird geprobt und gespielt.

Wie ihr mit einsteigen könnt? Ganz einfach: Schreibt mir!

 von Matthias am 30. Juli 2008

Friendship Forever

Nachdem die vergangenen zwei Tage von Faktorenmangel und fremden Syndromen unschlagbarer Prävalenz geprägt waren, ist mir wieder Eines klar geworden: Es gibt gute und es gibt weniger gute Tage.

Was aber kann man tun, damit es wieder aufwärts geht?

Ich bin mir wirklich nicht sicher, was diese Tage so unglaublich anstrengend macht. Ist es tatsächlich der Lernstoff oder sind es die eigenen Gedanken darüber? Ich glaube immer mehr, dass ich es mir –  sinnloserweise – selbst am schwersten mache. Man kann sich ja rasent schnell alles schlecht denken. In unseren Breiten ein wahrer Leistungssport. Und wenn man nicht aufpasst, reißt einen dieser Strudel unproduktiver Gedanken immer tiefer hinein in die Unproduktivität. Aber wer kann die heute schon gebrauchen? Wozu, zum Henker, soll das gut sein? Und wie kommt man da wieder raus?

Der Schlüssel, den ich zu bieten habe, klingt vielleicht einfach, nahezu banal, ist aber die härteste Sache der Welt: Akzeptanz. Nicht nur als bloßes Vorhaben oder als kleiner Wunsch. Nein, mit ganzem Herzen. Und dann weiter machen. So gut es geht. Momente sind das Einzige, was wir jemals hatten und jemals haben werden. Also lasst sie uns annehmen.

Matthis „take it home message“ von heute also lautet: Wenns mal wieder schlecht läuft, akzeptiert es mit ganzem Herzen. Macht euren Frieden damit. Und macht weiter, so gut ihr könnt.

Nutzt diesen Moment. Nicht erst irgendwann. Jetzt!

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 von Matthias am 26. Juli 2008

Kite Surfing - 22

Dieser Artikel ist für alle, die Schwierigkeiten haben, sich nach einer arbeitsreichen Lernwoche, wie jetzt während der Lernerei für das Hammerexamen, an ein bis zwei Tagen herunterzufahren. Ich selbst habe ein bisschen gebraucht, bis ich einen Weg für mich gefunden habe:

Meine Hauptlerntage habe ich, wie viele von euch sicher auch, auf Montag bis Freitag gelegt. Den Samstag und den Sonntag verbringe ich aber anders:

Am Samstagvormittag kreuze ich die falschen Fragen der vergangenen Woche. Für mich funktioniert das bisher sehr gut, weil

  • dadurch der Lernstoff der Woche noch mal heraus gekitzelt wird,
  • ich durch die bekannten Fragen endlich ein paar Erfolgserlebnisse mehr erfahre, als an Wochentagen (das sollte man nicht unterschätzen),
  • der Samstag nicht mit neuen Themen vollgepackt ist und
  • es sich für mich wie ein „Auslaufen“ anfühlt.

Es folgt etwas, das mir ganz wichtig ist: ein ausgedehnter Mittagsschlaf.

Die Nachmittage der vergangenen zwei Wochen hatte ich mir bisher frei genommen. Heute aber treffe ich mich zum ersten Mal mit 2 „Leidensgenossen“ für eine Lerngruppe. Auch wenn ich nicht sicher bin, wie das genau ablaufen wird, freue ich mich doch sehr darauf. Ich werde in Kürze darüber berichten.

Und jetzt kommt das Wichtigste: der Sonntag.

Mein Rat aus tiefer Überzeugung: Nehmt ihn euch frei – komme was wolle! Tut, was auch immer dafür nötig ist, arbeitet so hart wie ihr könnt, aber nehmt ihn euch frei! Macht, was euch Spass macht. Etwas, was diesen einen Tag deutlich von den Wochentagen abhebt. Oder macht mit Leib und Seele einfach mal gar nichts. Denkt nicht viel darüber nach. Gebt diesem Tag die Chance, der schönste in eurem Leben zu werden. Geniesst ihn! Saugt ihn auf!

Und schreibt mir, was ihr erlebt. Wir hier in Leipzig haben wundervolle Seen in der Umgebung und sind deswegen viel draußen unterwegs. Ich habe mal ein paar Ausschnitte, wie das bei uns so aussieht, hier im Leipziger Neuseenland:

Was machen denn die Tübinger, die Münchner, die Hamburger, die Heidelberger, die Dresdner, die Hallenser, die Berliner, die Jenaer, die Stuttgarter, die Frankfurter, die dazwischen und die drum herum?

 von Matthias am 25. Juli 2008

quite

Für einige kommt jetzt sicher ein alter Hut. Alle anderen jedoch sind es mir mehr als wert, darüber zu schreiben.

Es geht mir um die Magie eines Wochenrückblickes.

Ich möchte es jedem dringend ans Herz legen, sich 2 Stunden am Ende der Woche Zeit zu nehmen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Es ist unglaublich, wie positiv sich das auf das eigene Leben auswirkt, nicht nur, aber vor allem jetzt, wenn man mitten in einem wichtigen Projekt steckt.

Einige der Dinge, die in meinem Wochenrückblick eine Rolle spielen, habe ich mir bei David Allen und Steven Covey abgeschaut. Im Grunde macht man es instinktiv. Die Jungs geben nur Landkarten vor, die es einem erleichtern können.

Wie mache ich einen Wochenrückblick?

Die Antwort in zwei Sätzen für die Vielbeschäftigten unter uns:

Was hättest du zu tun, wenn du morgen in den Urlaub fliegen würdest? Mach das (ohne Sachen zu packen natürlich)!!

Für alle, die es genauer wissen wollen:

Ich beende meine Woche am Freitagnachmittag folgendermaßen:

1. Musik an.

2. „Eingänge“ durchforsten:

Das sind bei mir eine Ablage neben dem Schreibtisch, meine Schreibtischunterlage, ein Eingangsordner auf meinem Desktop und der E-Mail-Posteingang. Da kommt ausnahmslos ALLES rein, was während der Woche anfällt, ich aber nicht erledigen konnte oder wollte.

Mit „durchforsten“ meine ich:

· reinschauen

· erfassen, worum es sich handelt

· entscheiden, was zu tun ist

· machen

Mit „machen“ meine ich:

· Was nicht länger als 2 Minuten dauert, physisch wirklich machen

· Was länger als 2 Minuten dauert, verschieben (Liste, Ordner, …) oder abgeben (wenn es jemand anders besser kann als ich)

Ganz wichtig: Nichts kommt wieder in einen der „Eingänge“ zurück. Wirklich Nichts!

3. Listen checken.

Ich bin ein Typ, der gern aufschreibt. Ich finde, das entlastet ungemein.

Meine Notizen sind nach einem bestimmten System geordnet, das sich an David Allen’s Vorlagen orientiert. Das ist nur eine Möglichkeit, die für mich aber ganz gut funktioniert. Warum das Rad zweimal erfinden?

Mit „checken“ meine ich ganz grob:

· Sind die auf dem aktuellen Stand?

· Kann ich etwas wegstreichen?

· Muss ich Änderungen vornehmen?

4. In den Kalender schauen.

Was lag an? Was liegt an? Sind noch Vorbereitungen nötig?

Ich mache mir im Grunde einen Überblick über die zu diesem Zeitpunkt festen Termine der kommenden Wochen. Und ich gucke, ob von der abgelaufenen Woche noch etwas übrig ist.

Mein Tipp: Schreibt in euren Kalender nur das rein, was an diesem Tag geschehen oder erledigt werden muss. Wenn nicht an diesem Tag, dann nie. Damit dient er als Übersicht für das Wesentliche, für Fixpunkte. Er wird zum Verbündeten anstatt zum Sklaventreiber. Ich habe nämlich Folgendes beobachtet: Wenn ich ihn als Behälter für alle möglichen Sachen (im wahrsten Sinn des Wortes) nutze, wird er unübersichtlich, ich weiß nicht mehr, was wichtig ist und verschiebe impulsiv. Not good.

5. Hatte das Wesentliche Vorrang?

Ich denke ein paar Minuten über die vergangene Woche nach.

Fragen, die ich mir dabei stelle, stammen von Steven Covey’s Wochenarbeitsblatt:

· Welche Herausforderungen sind mir begegnet?

· Welche Entscheidungen habe ich getroffen?

· Hatte dabei das Wesentliche Vorrang?

Wenn ihr zu den Leuten zählt, die gern alles perfekt haben möchten und dabei noch auf vielen Plätzen gleichzeitig spielen, dann können diese 3 Fragen am Ende einer Woche helfen, Klarheit zu gewinnen.

6. Aufräumen.

Letzter Akt. Ganz stino: Zimmer aufräumen, Auswechseln von verschmutzten Unterlagen, Staub wischen, Blumen gießen, Müll raus, durchsaugen – fertig.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber ich möchte dieses entspannte Gefühl einen Überblick über die Dinge zu haben gar nicht mehr missen.

Also für alle, die es noch nicht probiert haben: macht es einfach mal ein paar Wochen und schaut, ob es euch etwas bringt.

 von Matthias am 25. Juli 2008

liwanag sa dilim

Stille… Neugier… der Sprecher am Mikrofon… APPLAUS!

Hallo und herzlich Willkommen bei STEXDOSE, dem Blog über das Medizin-Hammerexamen im Herbst 2008!

Hier findet ihr all das, was mit der Reise eines Mediziners auf der Zielgeraden seines Studiums verbunden ist – von wertvollen Tipps zu Lernplanung, -ablauf und -inhalt über alternative Lernmethoden und Formen der Motivation bis hin zum Wichtigsten: Spaß. Denn seien wir doch mal ehrlich: Es ist ein verdammt cooles Gefühl, für alle Staatsexamensfragen gerüstet zu sein.

Also macht euch ein Lesezeichen, schickt euren Freunden diese Seite, fügt sie eurem RSS Feed hinzu oder kommt einfach immer mal wieder vorbei.

Aber: Rückkopplungen sind wichtig! Habt ihr Kritik, Anregungen oder Lob zu Inhalt und Präsentation, aber auch Ideen für die Zukunft – ich würde mich über all das mehr als freuen!

Beste Grüße!

Euer Matthias

 von Matthias am 25. Juli 2008


Ein herzliches HALLO an alle STEXler da draußen!

Endlich ist es soweit: Die STEXDOSE geht online!

Von nun an dreht sich hier alles um das Projekt “Staatsexamen” – der Hammerprüfung aller Medizinstudenten. Ziel ist es, Hinweise, Tipps und Erfahrungen auszutauschen, um die Lernzeit etwas abwechslungsreicher zu gestalten und gemeinsam einen ordentlichen Abschluss zu verwirklichen.

Ich freue mich darauf, diese einmalige Zeit mit euch teilen zu dürfen.

Und jetzt:

Vorhang auf

Vorhang auf!